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Abenteuer 2011

13. März 2011 Kommentare ausgeschaltet

Wenn ich mir die Eckdaten meines Vorhabens betrachte, dann wirkt das ganze Projekt schon sehr verrückt. Ich habe insgesamt 32 Tage Zeit, um meine Abenteuerreise darin unterzubringen. Ich möchte auch dieses Jahr wieder allein mit dem Motorrad aufbrechen und Orte auf unserem Planeten besuchen, die viele noch nie gehört haben. Lange habe ich nach einem Ziel gesucht, dass sich mit einem Wort benennen lässt. Aus einer Reise nach Osten, wurde so der Wunsch das Schwarze Meer zu umrunden. Da dieses Vorhaben aber äußerst riskant zu sein scheint, wird eine vollständige Umrundung wohl Illusion bleiben. Realistischer scheint eine Reise nach Sochi in Russland und von dort aus eine Überquerung des Schwarzen Meeres nach Trabzon in der Türkei. Nun lässt sich dieses Reiseziel immernoch nicht mit einem Wort beschreiben, so dass sich durch Zufall ein neues Ziel ergeben hat: der Ararat.
Wenn ich nun die Eckdaten meiner Reise zusammenfasse, ergibt sich folgende Auflistung: ich fahre im Sommer 2011 allein mit dem Motorrad, nach Russland, um von dort aus das Schwarze Meer in die Türkei zu überqueren. Dort angekommen führt mich mein Weg in den östlichsten Zipfel des Landes zum Ararat, auf dem angeblich die Arche Noah strandete. Um viele Highlights der Türkei zu besuchen, reise ich etwa 3.000 km durch das Land, um von dort aus den Heimweg anzutreten. Insgesamt möchte ich 13 Länder durchqueren und in dieser kurzen Zeit etwa 10.000 km fahren. Ins Verhältnis gesetzt ist das eine Viertel Umrundung unsere Planeten in maximal 32 Tagen.
Problematisch an der Reise ist die Reise ins Ungewisse. Der Osten ist weniger berechenbar, als der Westen, was sich schon in der Planung zeigt. Ein Blick auf die Karte im Osten zeigt mehr Lücken als eine eine klare Routenführung. Wie auch im letzten Jahr habe ich einen groben Entwurf der Route zusammengestellt, um selbst eine Vorstellung der Tragweite zu bekommen. Im Grunde kann ich die Ausrüstung vom Nordkap fast identisch übernehmen. Wobei warme Kleidung ausschließlich für große Höhen in den Gebirgen erforderlich wird, ansonsten rechne ich eher mit großer Hitze. Um das Navigationsproblem in den Griff zu bekommen, schenke ich mir zum Geburtstag ein Garmin 62st und versorge mich mit einer Vielzahl von freien Karten. Was die Garmin-Karten nicht hergeben, werden OpenStreetMap-Karten auffüllen und ggf. werde ich mir noch eigene Karten aus Bilddaten zusammenstellen. Finanziell wird diese Reise eventuell günstiger. Die Materialbeanspruchung steigt dagegen enorm an, da die Straßenzustände durchaus katastrophal sein können. Die Suzi wird leiden und es wird an mir liegen, ihr leiden zu minimieren.
Meine ToDo-Liste ist noch unverändert. Ich muss noch die Dokumente organisieren, den Reißverschluss meine Speedpacks verstärken, eventuell noch Motorschutzbügel an der Bandit verbauen und ihr eine große Inspektion gönnen. Zur restlichen Ausrüstung müssen im Prinzip nur Nahrrungsmittel und verschiedenste Papierkarten hinzugefügt werden, der Rest ist vorhanden und brauchbar.

Der grobe Routenentwurf meines Abenteuers 2011:

Der Weitenbummler geht also wieder auf Reisen.

abenteuerliche Gedanken für 2011

15. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Früher fuhr man mit dem Finger auf der Landkarte herum, blätterte im Weltatlas oder drehte in Gedanken am Globus. Heute liegt das andere Ende der Welt nur einen Mausklick entfernt. Der Erfolg meiner Reise und der Effekt den sie hatte führt nur zu dem Schluss, dass ein ähnliches Abenteuer folgen muss.

Wenn ich „ähnlich“ schreibe, weiß ich genau was ich definitiv nicht möchte und andererseits hoffe. Alles was zu nah an den Gegebenheiten meines Alltags liegt es im Grunde tabu. Je abenteuerlicher die zukünftige Reise ist, desto wohler werde ich mich fühlen. Allein diese Parameter schließen viele Ziele aus, die fast durchgehend an die Himmelsrichtung Westen geknüpft sind. Halte ich mich mit „ähnlich“ an, über den Landweg, erreichbare Ziele, dann geht es ganz klar schnell gen Osten.

Spiele ich mit dem Mauszeiger in Google-Maps herum, wäre ein Abenteuer mit vergleichbaren Dimensionen eine Umrundung des Schwarzen Meeres. Rund 8000 km mit ca. 10 zu durchreisenden Ländern, wäre etwas das mir gefallen könnte. Tschechien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Russland, Ukraine, Moldavien, Rumänien, Polen. Abenteuerlich wäre schon allein die Planung. In den meisten Ländern würde ich ohne Visum auskommen, aber gerade für das Wunschland Russland wäre eines nötig. Mein vor zwei Jahren teuer bezahlter Reisepass würde endlich seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Denke ich allein an die mir bekannten Berichte, an meine Seitenstraßenerfahrungen im Baltikum und daran wie tief die Schlaglöcher in Bulgarien waren, dann benötige ich als Grundvoraussetzung erst einmal eine robuste (Reise-)Enduro. Den Rest der Ausrüstung habe ich. Ein paar Karten, stabile Koffer, Visa, eine Vielzahl von Infos und es könnte losgehen. So einfach das klingt es scheitert am geeigneten Motorrad … Sponsoren meldet euch. 😉

Jetzt wo die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, bleibt viel Zeit über die Urlaubsplanung für das kommende Jahr nachzudenken.

Nach Norden …

2. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ich habe heute noch ein wenig an meiner Routenplanung gearbeitet und eine Alternativroute entworfen. Mit der steigenden Vorfreude wächst auch der Wunsch mehr zu sehen und zu erleben. Das ich bei all diesen Gedanken schon Informationen auf der Seite des russischen Konsulats eingeholt habe, um eventuell ein Visum zu beantragen, war nur ein Nebeneffekt des Ganzen. Vom östlichsten Punkt meiner Route wäre es nur ein Katzensprung nach Murmansk und ein gewaltiger Schub in Richtung Abenteuer. Leider konnte ich mit diversen Tools keine Route mit diesem Ziel berechnen, so dass ich den Gedanken verwerfen musste. Was ich aber definitiv tun werde ist nach Russland rüberwinken. Ach wie gern würde ich meine Tour ein Stück durch dieses Land verlegen …

Meine aktuelle Alternativroute für den Rückweg führt mich somit direkt an die russische Grenze und einen der östlichsten Punkte Norwegens. Anschließend sehr weit durch Finnland, nach Schweden zurück und nach Hause.

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