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Artikel Tagged ‘Ostsee’

Kurzurlaubswochenende an der Küste

22. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Ohne einen speziellen Anlass bin ich vergangenes Wochenende an die schleswig-holsteinische Ostseeküste gefahren. Ich hatte Steffie versprochen, sie am ersten arbeitsfreien Aprilwochenende zu besuchen. So wurde ich vom Katzenmädchen und meiner Ex-Freundin am Freitagabend in Groß Wittensee erwartet.

Die Hintour war wenig spektakulär, gute vier Stunden habe ich für die 400 km gebraucht. Einzig meine noch anhaltene Erkältung und mein nicht vorhandener Gehörschutz quälte mich.

Am Sonnabend zeigte mir Steffie ihre künftige neue Wohnung auf einem Bauernhof und unterschrieb dort ihren Mietvertrag. Ursprünglich aus der Großstadt stammend, werden die Dörfer in denen sie leben wird immer kleiner und idyllischer. Die Bauernfamilie war aber äußerst nett. Ich denke das Klima im Umfeld macht schon einiges aus.

Anschließend gönnte ich Steffie mal ein paar Stunden auf meinem Motorrad und wanderte derweils durch die Naturlandschaft Hüttener Berge. Was man so Berge nennen kann, ist nahe der Ostseeküste eine wunderschöne hüglige, kurvige Gegend. Im Dreieck zwischen Eckernförde, Rendsburg und Kiel kann man schöne Wanderungen an der frischen Luft erleben. Ich hatte mir hierfür im Vorfeld diverse Geocaches in der Umgebung herausgesucht, die ich suchen wollte. Für meinen zweiten Cache wanderte ich so gute fünf Kilometer durch die Hüttener Berge. Ein paar Minuten aufmerksames Suchen und ich konnte den Cache erfolgreich loggen. Leider ließ sich Steffie nach ihrer Rückkehr nicht dafür begeistern, so dass wir am späten Abend nur noch Essen waren.

Für den Sonntag beschlossen wir, dass jeder die Gelegenheit nutzt, mal ordentlich auszuschlafen. Am Nachmittag kurvten wir dann noch über 100 km durch die landschaftlich tolle Gegend. Ich wollte unbedingt noch zum Schlei-Fährhaus Missunde. Neben einem Kaffee gabs dort eine leckere Krabbensuppe deren Geschmack mir noch Stunden auf der Zunge lag. Die Suppe war perfekt.

Am Abend leerten wir dann noch ein paar ordentlich süffige Maiböcke.

Statt den Sonntagabend mit der Rückreise zu verschwenden hatte ich beschlossen erst am Montag morgen in die Mutterstadt zurückzukehren. Um 5 Uhr dachte ich dann ein bissl über Restalkohol im Blut nach, während ich mich fertig machte. Wie geplant kam ich kurz nach 6 Uhr (6:25 Uhr) weg, um bis zum Gruppenmeeting um 11 Uhr im Büro zu sein. Bis MV fuhr ich meinen Tank fast leer, so dass ich anschließend ordentlich Gas geben konnte. 20 min vor meiner Besprechung schlug ich dann im Kreis meiner Kollegen auf. Das war wohl der längste Weg zur Arbeit.

Insgesamt ein echt tolles, erholsames Wochenende.

Krasser Arbeitsurlaub

30. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Sowas kommt eigentlich super selten vor … da habe ich mir doch glatt eine ganze Woche Urlaub gegönnt, um fast nur zu arbeiten.Damit sich Steffie ihren Traum erfüllen konnte und dabei nicht völlig hilflos und alleingelassen dasteht, habe ich sie bei ihrem Umzug nach Groß Wittensee unterstützt.

Am Mittwochabend habe ich einen großen Atego 7,5 Tonner vom LKW-Vermieter geholt und von da an bis Freitagabend etwa 20 Kubikmeter Möbel und Hausrat über 450 km durch die Gegend gerückt. Wir waren völlig unterbesetzt und standen unter extremen Zeitdruck, aber letztendlich lief alles absolut nach Plan.

Die kleine Mietzekatze hatte furchtbare Angst als die Wohnung leerer und leerer wurde, aber die größten Bedenken das sie mit der langen Autofahrt nicht klar kommen würde, waren überzogen. Ein bissl beleidigt, aber völlig ruhig lag sie auf dem Beifahrersitz in Steffies Auto und versuchte zu schlafen. In der Wohnung angekommen kam sie halbwegs gut zu recht. Die Feromone die in der Wohnung versprüht wurden, machte das neue Zuhause von Anfang an attraktiv.

In der Nacht mauzte Stöpsel regelmäßig etwas verzweifelt, aber als ich mit ihr mitten in der Nacht einen Rundgang machte und sie sich sicher und beschützt fühlte, um die Wohnung zu inspizieren, beruhigte sie sich und gab danach keinen Laut mehr von sich. Ich war schwer beeindruckt, wie das kleine Kätzchen so tickt.

Ansonsten war der Ablauf heftigst straff und absolut Kräfte raubend, aber es ist vollbracht. Steffie lebt nun in Schleswig Holstein, arbeitet mit dem Meer vor der Nase und hat ihren Wohnraum fast verdoppelt. Zwar ist sie mit den Einräum- und Einrichtungsarbeiten alleingelassen, aber sie hat offensichtlich Spaß dabei, ihr neues Reich einzurichten und zu gestalten. Die beiden Mädels leben sich schon gut ein.

Zuletzt noch herzlichen Dank an die wenigen Helfer. Wir hätten es nicht allein geschafft.

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Aus Berlin – Nordkap wurde Skandinavien – Nordkap – Baltikum

13. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Am 11. August bin ich von meiner Abenteuerreise zurückgekehrt. Ich bin innerhalb von 19 Tagen 8543 km allein mit dem Motorrad gefahren und habe dabei acht Länder bereits. Unterwegs habe ich meine Route geändert, so dass aus einer Nordkapreise eine Reise um die Ostsee wurde. Norwegen blieb mein Reiseziel Nummer 1. Ich genoss die Tage und die wundervolle Landschaft in diesem Traumland.

Als ich hörte das Schweden sehr langweilig wird, änderte ich am Nordkap meine Route. Meine Rückweg in die Heimat sollte mich durch Finnland führen, aus dem ich von Helsinki nach Tallinn mit der Fähre übersetzte, da ich kein Russlandvisum hatte.

Von Tallinn aus durchquerte ich das gesamte Balitkum: Estland, Lettland, Litauen und Polen. Auf meiner Rückreise konnte ich einige Highlights dieser mir unbekannten Länder bereisen. Das Abenteuer ging also selbst nach Erreichen des Nordkaps weiter.

Aktuell schreibe ich an meinem Reisebericht, dessen Detailgrad sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich gehe davon aus, dass ich noch einige Tage Zeit brauche bis er meinen Ansprüchen für eine Veröffentlichung genügt.

Sobald der Bericht veröffentlich ist, poste ich hier den Link.

Sonne, Strand und Meer

4. Mai 2009 Kommentare ausgeschaltet

Das schöne Wetter am langen, ersten Wochenende lud förmlich dazu ein, irgendwo mit dem Motorrad rauszufahren und die Sonne zu genießen. Die Sehnsucht nach Strand und Ostsee zerrte an Steffie, so dass sie vorschlug einfach einen Tag an der Ostsee zu verbringen. So stand sie 9:30 Uhr Freitag vor meiner Tür und wir machten uns auf den Weg nach Warnemünde. Für eine Tour übers Land fehlte uns die Zeit, doch für einen schnellen Ritt über die Autobahn, war das Tagespensum realistischer. Nach einer entspannten Fahrt, mit einigen Pausen setzten wir gegen 12:30 Uhr den ersten Bikerstiefel auf den weißen Strandsand und spürten die frische Seeluft. Ein paar Minuten genoßen wir die herrliche Aussicht, bevor wir erst einmal in einem Restaurant einkehrten, um uns aufzuwärmen und ein leckeres Fischgericht zu essen. Wenn ich schon ans Wasser fahre, dann muss frischer Fisch auf dem Speiseplan stehen.

Nachdem wir gesättigt waren, schlenderten wir über den Marktplatz und dem Warnemünder Fischmarkt. Das schöne Wetter zog hunderte Menschen ans Wasser. Der Wind fühlte sich deutlich kühler an, als die angekündigten Temperaturen vermuten ließen. Neben den Spaziergängern, zwischen Fischmarkt und Leuchtturm und den Menschen an der Strandpromenade, lagen etliche am Strand in windgeschützten Ecken. Wir breiteten zwei Handtücher hinter einem Sandhügel aus, so dass wir halbwegs windgeschützt die wärmenden Sonnenstrahlen genießen konnten. Während ich den Kitesurfern beim Spiel mit dem Wind beobachtete und um mich herum Fotos schoß, schließ Madam in der Sonne ein.

Später spazierten wir direkt am Wasser den Strand entlang, kehrten als Souvenir kaufende Touris zur Promenade zurück und schleckten kurz vor der Abreise noch ein Eis an einem Strandimbiss. So kurz der Aufenthalt an der Küste auch war, so schön und erholsam war das Erlebnis.

Unsere Heimreise begann dann etwa 17 Uhr und war mit einem leckeren Abendbrot an einem Rasthof noch entspannter als die Anreise. Bevor wir uns wieder auftrennten, um jeweils nach Hause zu fahren, waren wir beide übereinstimmend der Meinung, dass solch einer Tour in den kommenden Monaten noch einige folgen sollten. Womit lassen sich besser Erholung, frische Luft und ein schöner Tagesausflug kombinieren, als auf einer Motorradtour zur Ostsee!?

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Live: Aus Loose an der Ostsee (Tag 5)

7. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Tag 5 (Freitag 6. Juni):

Heute habe ich einmal die Gelegenheit ergriffen und ausgeschlafen. Bis um 11 Uhr habe ich es geschafft und mich dann gemächlich aus dem Bett gerollt. So „ekelig“ wie ich bin habe ich aufs Duschen verzichtet und mir mein selbst gegebenens Versprechen wahr gemacht. Da ich Frostbeule Schiss habe, in die Ostsee zu steigen, machte ich mich auf den Weg ins Meereswasser Wellenbad direkt am Eckernförder Strand. Warum „zu Hause“ duschen, wenn ich es dort eh tun muss.

Kaum war ich auf dem Weg rief Steffie an, um mir zu berichten das sie nun nach Hause kommt. Die Chefs sind shoppen und die Kollegen haben keine Arbeit für sie und ihr somit frei gegeben. Da sich mein Mädel aber ziert, um mit ins Wellenbad zu kommen, arbeite ich weiter an meinem Vorhaben.

Auch hier war ich damals zur Klassenfahrt schon einmal drin. Leider ist das Wellenbad nicht wirklich spektakulär. Ich hatte mir aber auch eine blöde Zeit ausgesucht, denn außer mir sind maximal eine Hand voll Rentner im Wasser und ein, zwei Muttis samt Kind, nix fürs Auge also. Ich bleibe nicht lang, weil mich der Blick aufs Meer reizt und ich einfach mal nach dem Verlassen des Hallenbades, die Finger und bestiefelten Füße ins Meer halten muss. Irgendwie fühlte sich das Wasser nicht kalt an und ich habe tatsächlich einen Augenblick überlegt, mich vor Ort umzuziehen und hinein zu springen, es aber dann doch gelassen.

Bevor ich zu meiner Liebsten fuhr zottelte ich noch eine halbe Stunde durch die Einkaufsmeile äh Eckernförder Fußgängerzone. Steffie hat leider keine Waschmaschine in ihrer temporären Behausung und eigentlich hätte sich in der Straße die ich absuchte ein Waschsalon befinden müssen, leider Fehlanzeige.

Da ich aber nicht mit leeren Händen nach Hause gehen wollte, habe ich einfach mal in die Bonbonkocherei in der Stadtmitte geschaut. Die Kochen doch tatsächlich viele, viele Sorten Bonbons, Lutscher und Gummizeugs direkt im Laden. Schon das annähern lässt einem einen süßen Duft in die Nase steigen.

Nachdem ich dann endlich die restlichen Erledigungen (ein paar Kleinigkeiten einkaufen, die immernoch fehlten) in Ecktown getätigt hatte, fuhr ich direkt zur Wohnung zurück. Dort angekommen warteten wir auf Stephans Nachricht, da er uns am heutigen Abend zum Grillen einladen wollte. Steffie horchte derweil ein bissl am Kissen, während ich im Internet herumkroch.

Gegen 18:30 Uhr schlugen wir dann im Grillgarten auf. Der Abend war wirklich nett. Wir unterhielten uns, außen leckeres Grillgut, knabberten an diversen Grünzeug und bestaunten Stephans Spielereien mit Schwarzpulver in den noch glühenden Überresten der Holzkohle. Da es auch heute nach Ewigkeiten hell war, brachen wir erst um 23 Uhr gen Loose auf, damit ich mich zu meiner letzten Holsteinchen Nachtruhe begeben konnte.

Tag 6 (Sonnabend 7. Juni):

Nach einer miserablen und viel zu kurzen Nacht, nachdem ich mich fertig gemacht hatte, drückte ich meinen Schatz ganz dolle und startete meine Bandit, um zurück in die Heimat zu fahren. Steffie musste ich leider zurücklassen und ihre Tränen in den Augen taten schon weh. Hin- und hergerissen gab ich der Suzi die Sporen und heizte in gut vier Stunden über die deutschen Autobahnen nach Hause, unserer kleinen Katze entgegen.

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Live: Aus Loose an der Ostsee (Tag 4)

5. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Tag 4 (Donnerstag 5. Juni):

Der Vorabend hat wieder einmal gezeigt, dass spontane Investitionen nicht immer die glücklichsten sind. Der Traum vom Internetzugang via UMTS ist fast geplatzt. Per Handy und Vodafone-Netz komme ich optimal ins Internet, die Sauerstoff-UMTS-Versorgung in Loose is dagegen miserabel, um nicht zu sagen überhaupt nicht vorhanden. Ein Signal liegt an der Karte an, doch es reicht gerade einmal für GPRS.

Ich nutze also die Gelegenheit und zottel wieder einmal nach Kiel, um der Conrad-Filiale einen Besuch abzustatten. Online gibt es diverse Anbieter für externe UMTS-Richtantennen, doch der gute Elektronikmarkt kennt leider so etwas nicht in seinem Sortiment. Schade eigentlich, der Weg war also umsonst.

Da Steffie keinen Wert auf unseren Gemeinsamen Besuch in „Wikinger-City“ legt, tourte ich also von Kiel dirket nach Haithabu. Das Museum habe ich vor über 14 Jahren schon einmal besucht und sowohl die Gebäude als auch einige Explonate kommen mir auf den ersten Blick schon bekannt vor. Damals war ich aber sicher noch zu jung, um mich wirklich dafür zu interessieren. Diesmal nehme ich mir die Zeit und schaue mir die ausgestellten Überbleibsel einmal genauer an. Viel mehr gespannt war ich allerdings auf das neu aufgebaute Wikingerdorf selbst. Ich folge nichts ahnend den Schildern und trotte so im kompletten Geraffel (Motorrad-Bekleidung, Tankrucksack und Helm) gefühlte zwei Kilometer zum Dorf. Die Sonne brennt, doch die Landschaft ist traumhaft. Im Dorf angekommen, filmt gerade der NDR die neue Attraktion (also Augen auf, ich könnte glatt im Fernsehen sein) und ich besichtige derweil die einzelnen Gebäude samt Ausstattung. Insgesamt sehenswert, doch der Fußmarsch hin und zurück dauert dreimal Länger als die Besichtigung selbst.

Nachdem ich wieder meine Suzi unterm Hintern hatte, fragte ich mal beim Navi an, wo denn das nächste „Gasthaus“ ist.
„Missunde Fährhaus“ klang echt nett, also als Ziel eingegeben und losgesaust … Ich muss gestehen, mir fiel bei dem Namen als erstes „Miss Sünde“ ein und das hat mich neugierig gemacht, hihi.

Als die neue Technik gewusst, das ich scharf auf Sehenswürdigkeiten bin, wurde ich direkt zu eine Fähre über die Schlei geführt. Einen Augenblick warten, günstige 1,50 Euro entrichten und am anderen Ufer dem Fährhaus entgegenblicken. Das hat mir gefallen. In der Außenanlage des Fährhauses aß ich dann wieder eine leckere Fischpfanne.

Gesättigt machte ich mich auf den „Heimweg“ nach Loose. Da ich etwas fernab der großen Bundesstraßen war, führte mich mein Weg durch malerische Dörfer, von denen eines idealer Weise eine Post hatte, so dass ich meine Postkarten gleich verschicken konnte.

Zu Hause angekommen, war Steffie schon da und wir überlegten, die letzte Chance zu ergreifen, um gemeinsam Indiana Jones 4 zu schauen. Gesagt getan. Wie ließen ein wenig Zeit verstreichen und fuhren nach Kiel, um im dortigen Cinemaxx (in Eckernförder Kinos sitzt man bei Licht am Tisch) den Film zu genießen. Der Streifen hat sich echt gelohnt. Der Film ist ein kleines Meisterwerk, wie die Alten wird auch der neuste Teil ebenso Kult werden.

Als wir das Kino verließen war es etwa 22:30 Uhr und uns viel zum ersten Mal auf, wie lange es hier im Norden doch Hell ist. Wie sausten die geschätzten 26 km nach Losse zurück und betankten zwischendurch kurz die Maschinen in Ecktown. Es ist schon witzig, wenn man als Berliner „Moin“ mit „Morgen“ in Beziehung setzt und der Tankwart einem um 23 Uhr mit „Moin“ begrüßt.

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Live: Aus Loose an der Ostsee (Tag 3)

4. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Tag 3 (Mittwoch 4. Juni):

Ich habs mir gegönnt, einfach mal liegen zu bleiben, wenn Steffie zur Arbeit aufbrechen muss. Da Madam aber gerne jeden Schritt kommentieren und sich gerne mitteilen muss, bin ich zwangsweise zum Frühstück mit aufgestanden.

Mein Tagesplan sollte mich heute nach Kiel führen. Die Tour sollte mein erster Sightseeing-Ausflug werden. Gewappnet mit meinem Navi führte mich meine Bandit zur Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals. Hier schippern richtig dicke Kähne durch, die einfach mal die Strecke abkürzen und den direkten Weg durch Schleswig-Holstein zur Nordsee wählen wollen. Ganz so spektakulär war die Besichtigung dann aber nicht. Der Aussichtspunkt war nach meinem Geschmack zu niedrig, ein fetter Kahnversperrte die Sicht und man ist etwas eingekerkert hinter diversen Glasscheiben die jedem x-beliebigen Buswartehäuschen ähneln.

Also ging es weiter direkt vom Kieler Seehafen. Auf der Suche nach einem Shopping-Center fiel mir links durch eine Baumgruppe ein mächtig großes weißes Segelschiff auf. Spontan gewendet und mit meiner Suzi quasi direkt an Wasser gefahren erkannte ich sie schnell wieder. Die Gorch Fock lag vor meinem Augen in Kiel vor Anker. Vor vielen Jahren hatte ich sie in Rostock zur Hanse Sail einmal besichtigt. Ein paar Fotos geschossen, bin ich dann direkt zu Karstadt gesaust. Steffie klagte über kalte Füße und ich suchte ihr ein paar Hausschuhe. Lange habe ich mich nicht aufgehalten, da mit die Großstadt schon nach zwei Tagen nicht mehr behagte. Die Landluft, die Unbeschwertheit und Ruhe können einem schon gefallen … als schleunigst wieder raus aus der Stadt.

Ohne fiel nachzudenken steuerte ich von Kiel direkt das Wikingermuseum in Haitabuh an. Die Strecke dorthin war ebenso traumhaft wie all die schönen Landstraßen hier im Norden. Dort angekommen überlegte ich jedoch gleich wieder umzudrehen, da Steffie ja womöglich doch noch mit mir gemeinsam die Überreste der alten Haudegen mit mir besichtigen will. Kehrt gemacht und Eckernförde als Ziel ins Navi eingegeben schoss ich über die B76 wieder zurück. Am Eckernförder Hafen suchte ich mit ein nettes kleines „Fischerhuus“, um mal ein ordentliches nordisches Mahl zu mir zu nehmen. Lecker, jammi sag ich nur.

Anschließend habe ich bei einem kleinen Verdauungsspaziert den Hafen und die vor Anker liegenden Schiffe besichtigt. Der Wind war heute deutlich heftiger, aber das Wetter wie auch die Tage zu vor ideal, um hier im Norden Urlaub zu machen. Warm, keine Wolke am Himmel und der herlichste Sonnenschein bieten traumhaftes Wetter zum Motorrad fahren.

Da ich mich mit Steffie verabredet habe, um sie diesmal abzuholen, habe ich mich nach einem kurzen Zwischenstop im trauten Ferienheim auf den Weg nach Kappeln gemacht. Kappeln liegt direkt an Schlei und man muss die kleine Stadt durchqueren, um nach Arnis zu kommen.

Da Steffie am heutigen Tag ein neues Handy kaufen wollte, habe ich mich dort kurz nach einem entsprechenden Geschäft umgesehen und ein paar Postkarten eingekauft, um die daheimgebliebenden mit ein paar Eindrücken zu beglücken. Als ich anschließend in Arnis ankam, lief Madam gerade zu ihrer Virago und wir fuhren gemeinsam zurück, um auf den Rückruf eines Bekannten zu warten. Die Zwischenzeit überbrückten wir im O2-Shop mit Steffies neuem Handyvertrag, einem UMTS-Vertrag und Eis-Essen.

Stephan ein Bekannter aus WoW und in Eckernförde heimisch wollte mit uns eine kleine Motorradtour durch die Dörfer der Umgebung machen. Seine Maschine (auch ne Suzi Bandit) hat er nicht mehr zum Laufen bekommen, so dass er mit Steffies Virago vorne Weg geschossen ist. Die Strecken kennt er offensichtlich wie seine Westentasche, so dass es für mich schwer war Schritt zu halten. Mit Steffie auf dem Sozius und mit durchschnittlich 115 km/h um die Kurven im Eckernförder Umland heizend, waren meine Fahrkünste ihren Grenzen nahe. Wohlfühlgeschwindigkeit ist etwas anders.

Am Ende der kleinen Ausfahrt hatten wir uns vorgenommen in einem gut bürgerlichen Restaurant einzukehren, um wieder leckeren Fisch zu essen. Ein kleines Restaurant, in das wir fast nicht reinwollten, weil es überfüllt aussaht, hat ein super Essen für uns gezaubert. Seelachs, mit dem größten Spargel den ich kenne und Kartoffeln, haben uns so die Mägen gefüllt, dass wir gefühlt noch ein paar Kilo mehr auf die Machinen brachten. Nach einem kleinen Plausch fuhren wir wieder zurück, luden Stephan zu Hause ab und kehrten Heim�

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Live: Aus Loose an der Ostsee (Tag 2)

3. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Tag 2 (Dienstag 3. Juni):

Am zweiten Tag zeichnete sich der Verlauf der kommenden vier Tage Urlaub ab. Meine frischgebackene Praktikantin steht täglich um 6 Uhr in der früh auf, um möglichst zeitig am Arbeitsplatz in Arnis (übrigens die kleinste Stadt Deutschlands) zu sein.

Um gleich mal zu schauen, wo sie die kommenden drei Monate arbeiten wird habe ich sie begleitet, einen kurzen Blick auf die Schlei geworfen und mich dann nach Flensburg zum Punktekonto einsehen … äh shoppen aufgemacht.

Wie es halt so ist vergisst Man(n) gerne die Hälfte, so auch der DVB-T Receiver für den neuen Superfernseher. Ohne den ist natürlich erstmal überhaupt nix mit fernsehen. Cleverer Weise raten die „Geiz is geil“ Kollegen und „Ich bin doch nicht blöd“ Herren direkt vom Kauf ab, da hier Null Empfang von DVB-T ist. Wenn dann bekommt man maximal das Zwangs-Pay-TV (öffentlich Rechtliche per GEZ) rein und die auch nur mit einer Außenantenne.

Frustriert mache ich kehrt und kaufe mir ein Motorrad-Navi „Garmin zúmo 400“ bei einer echt schnuckeligen Saturn-Lady. Auf der Tour Berlin-Loose habe ich festgestellt, das mein N95 nich wirklich die Navi-Lösung ist, wie ich sie gerne hätte. Extreme Wartezeiten beim Satelliten finden, nervige Meldungen bzgl. Internet-Updates und irgendwelche Anfragen von wegen Lizenzkauf … grummel.

Mit meiner neuen Errungenschaft habe ich mich dann von Flensburg zurück nach Loose gemacht …

Habe ich schon erwähnt wie hammer die Straßen hier oben sind? Nee, dann hole ich das jetzt nach. Die Bundesstraßen führen hier größtenteils an den Ortschaften vorbei. Der Asphalt ist traumhaft und man fährt permanent an herrlichen Feldern, an der Küste, an Seen und selten einmal an Wäldern vorbei. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es kaum. Das Standardtempo auf den Land- und Bundesstraßen liegt so zwischen 115 und 125 km/h und das schein wirklich absolute Normalität zu sein. Die weiten kurven und die breiten Straßen laden Motorradfahrer zum Touren ein. Es macht einfach Spaß …

Im temporären Häusle angekommen schraube ich erstmal ein bissl an meine Suzi rum. Das Navi will eingebaut und die Stromversorgung unter der Verkleidung und unter dem Tank verlegt werden. Übung habe ich darin schon. Das notwendige Werkzeug hatte ich schnell im Baumarkt in Ecktown geordert.

Beim Rumgeschraube habe ich dann auch noch vergessen Steffie abzuholen, es aber zumindest geschafft fertigzuwerden bevor zu von der Arbeit kommt.

Mehr als anschließendes Einkaufen, ein kurzer Stop beim nahen McDonalds und der Einrichtung von Steffies verdreckter Bude haben wir an dem Abend nicht mehr gemacht.

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Live: Aus Loose an der Ostsee (Tag 1)

2. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Ich berichte heute live aus Loose an der Ostsee. Der kleine Ort liegt nahe Eckernförde, genauer gesagt gut 7 km nordwestlich die B203 entlang. Meine Freundin hat hier am Montag ihr Praktikum begonnen und meiner einer nutzt das für einen kurzen Sommerurlaub im hohen Norden. Da die Woche nun auch schon fast vorbei ist, möchte ich Euch einen kleinen Urlaubsbericht nicht vorenthalten:

Tag 1 (Montag 2. Juni):

Noch in Berlin mach ich mich um 5 Uhr aus dem Bett, um den gemieteten MB Sprinter von Sixt abzuholen. Gesagt getan kurve ich mit dem Kasten kurz bei Reichelt vorbei, um einen spontanen „Großeinkauf“, für unseren Katzensitter zu tätigen. Die Beute kurz zu Hause abgeladen geht es gleich weiter zum Date bei Obi. Wie, wo, was, weis Obi hat mir nämlich versprochen meine dicke Suzi in den Transporter zu hieven. Die Jungs vor Ort willigen tatsächlich nochmal ein, ich fahre mit der Straßenbahn zurück und sause mit dem Bike zum Baumarkt. Schnell zu dritt das Motorrad die bereitgestellte Rampe rauf, in den Transporter geschoben, verzurrt (war schwieriger als ich dachte), war das schlimmste geschafft … dachte ich bis dahin zumindest.

Im Anschluss ging es wieder nach Hause, um Steffies bereitgestellte Ladung zu verstauen. Eigentlich sah es gar nicht so schlimm aus, doch dann bin ich gefühlte 5 Millionen mal die Treppen rauf und runter gerannt, um den halben Haushalt für die Frau im Transporter zu verladen. Ich war danach total am Ende und erstmal wieder duschen. Frauen übertreibens echt, wenns ums verreisen geht.

Anschließend gingen gleich die ersten zwei schlechten Nachrichten ein: 1. Steffies Praktikum startet sofort und nicht erst am folgenden Montag und 2. kein Fernseher. Den Zweitfernseher im Schlafzimmer gecheckt ergab lediglich, das irgendwas dran kaputt sein muss und das er eh zu klein und zu alt ist. Ich hab mich dann entschloss einen TFT-Display mit TV-Funktion zu kaufen, damit mein Mädel ein bissl unterhaltung fernab der Zivilisation hat.

… so geschafft und schon 13 Uhr ging es dann auf die Autobahn. Ich hab der dicken Mercedes Transe dann richtig die Sporen gegeben. Gut 150 km/h nach Loose durchgeheizt, immer ordentlich auf der linken Spur und mit einem Mittagsstop wegen meinem knurrenden Magen, um 17 Uhr in Steffies erster eigener Bude. Ausgeladen und den Transporter nach Eckernförder zu Sixt geschafft war der Tag dann erstmal gelaufen.

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