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Artikel Tagged ‘Nordkap’

Reisebericht – Skandinavien / Nordkap / Baltikum 2010

15. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

In der Zeit vom 24. Juli bis zum 11. August 2010 erfüllte ich mir den Traum, allein mit dem Motorrad zum Nordkap zu reisen. In diesen 19 Tagen legte ich eine Strecke von 8543 km zurück, campte wild, auf Campingplätzen oder trocknete meine Kleidung in Hütten. Aus einer reinen Skandinavien-Reise, durch Dänemark, über Schweden nach Norwegen, wurde eine Rundreise rund um die Ostsee. Statt durch Finnland und Schweden in die Heimat zurückzukehren, änderte ich meine Route und fuhr über das Baltikum nach Hause.

Diese Reise war für mich eine Premiere in viellerlei Hinsicht, doch ich bin nicht gescheitert. Ich bin an Erfahrungen reicher geworden und möchte diese mit meinem Reisebericht festhalten und weitergeben.

Auf der Seite Reisen habe ich die Eckdaten grob zusammengestellt und den Reisebericht verlinkt. Viel Spaß beim Lesen. Ich freue mich über das Feedback.

Ich bin der Weitenbummler

15. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Bevor ich meine Reise zum Nordkap antrat, machte ich mir schon Gedanken, wie und vor allem wo ich von meinen Erlebnissen berichten kann.

Auf meiner Namensdomain behandelte ich das Thema immer recht stiefmütterlich und verlagerte sämtliche Aktivitäten rund um die Vorbereitung hier ins Blog. Hier dagegen möchte ich eher plauern, meine Meinung zum Ausdruck bringen oder von tagesaktuellen Erfahrungen berichten.

Reiseabenteuer dieser Größenordnung verdienen es, auf eine geeignete Plattform gehoben zu werden. Ich habe mich somit dazu entschlossen, von meinen bereits vergangenen Reisen als Weitenbummler zu berichten. Die Domain habe ich registriert und aufwendig mit Leben gefüllt. Auf dieser Site schreibe ich von nun an, von Reisen und deren Vorbereitung. Viel Spaß beim stöbern

Link: www.weitenbummler.de

Aus Berlin – Nordkap wurde Skandinavien – Nordkap – Baltikum

13. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Am 11. August bin ich von meiner Abenteuerreise zurückgekehrt. Ich bin innerhalb von 19 Tagen 8543 km allein mit dem Motorrad gefahren und habe dabei acht Länder bereits. Unterwegs habe ich meine Route geändert, so dass aus einer Nordkapreise eine Reise um die Ostsee wurde. Norwegen blieb mein Reiseziel Nummer 1. Ich genoss die Tage und die wundervolle Landschaft in diesem Traumland.

Als ich hörte das Schweden sehr langweilig wird, änderte ich am Nordkap meine Route. Meine Rückweg in die Heimat sollte mich durch Finnland führen, aus dem ich von Helsinki nach Tallinn mit der Fähre übersetzte, da ich kein Russlandvisum hatte.

Von Tallinn aus durchquerte ich das gesamte Balitkum: Estland, Lettland, Litauen und Polen. Auf meiner Rückreise konnte ich einige Highlights dieser mir unbekannten Länder bereisen. Das Abenteuer ging also selbst nach Erreichen des Nordkaps weiter.

Aktuell schreibe ich an meinem Reisebericht, dessen Detailgrad sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich gehe davon aus, dass ich noch einige Tage Zeit brauche bis er meinen Ansprüchen für eine Veröffentlichung genügt.

Sobald der Bericht veröffentlich ist, poste ich hier den Link.

Packorgie

17. Juli 2010 Kommentare ausgeschaltet

Nachdem ich mir gestern und heute die fehlenden Nahrrungsmittel gekauft hatte, war es mir endlich möglich meine Ausrüstung zu verpacken.

Als ich vor einiger Zeit von meinem ersten Packversuch berichtet hatte, war mir bewusst das sowohl Hygieneartikel als auch Lebensmittel fehlten. Diesmal hatte ich beides und somit die komplette Nordkapausrüstung beisammen.Interessanter Weise hat sich meine Ausrüstung auch hinsichtlich der Technik ein wenig verändert. Vor Wochen ging mein Netbook kaputt, so dass ich lediglich eine externe Festplatte für ein mögliches Backup dabei habe und statt einer kompakten Digitalkamera und dem kleinen Gorillapod, habe ich nun eine digitale Spiegelreflexkamera und ein großes Stativ dabei.

Meine Vorgehensweise war wieder dieselbe. Ich habe erst einmal all meine Ausrüstung ausgebreitet und sie anschließend versucht einzupacken eingepackt:

Meine Packliste:

AusrüstungsgegenstandAnzahl
Dokumente und Finanzen1
Personalausweis / Reisepass1
Grüne Haftpflichtversicherungskarte1
Fahrzeugpapiere1
Führerschein1
Impfpass1
Camping Card Scandinavia (CCS)1
Bargeld1
Kreditkarte1
EC-Karte1
Kleidung
T-Shirts3
Weste1
Regenjacke1
Zip-Hose1
Socken4
Unterwäsche5
Badelatschen1
Funktionsunterwäsche4
Fahrerausrüstung
Motorradstiefel1
Jacke1
Hose1
Helm1
Handschuhe2
Sturmhaube1
Windstopperhose1
Windstopperkragen1
Sonnenbrille1
Gehörschutz1
Regenkombi1
Ersatzteile und Werkzeug
Bordwerkzeug1
Flachsicherungen8
Zündkerzen4
Reifenventile2
Reifenreparaturset1
Kabelbinder1
Navigation und Kommunikation
GPS1
Landkarten1
Handy (inkl. Ladegerät)1
Reiseführer1
Streckennotizen und Adressen1
Hygieneartikel
Toilettenpapier1
Duschbad1
Zahnbürste1
Zahnpasta1
Großes Handtuch1
Medizinische Versorgung
Insektenschutz2
Schmerzmittel/Erkältungsmittel1
Augentropfen1
Erste-Hilfe-Set1
Camping
Zelt1
Zeltunterlegplane1
Heringe1
Isomatte1
Schlafsack1
Kopfkissen1
Kochen
Falteimer1
Kocher1
Kochertreibstoff1
Kochtöpfe1
Becher1
Besteck1
Trockentuch1
Geschirrspülmittel1
Verschiedenes
Feuerzeug1
Waschmittel in der Tube2
große Plastikbeutel / Müllbeutel1
Taschenmesser1
Spanngurte3
Stift1
Reisetagebuch1
Stirnlampe1
Speicherkarten4 (20 GB)
Kamera (inkl. Ladegerät)1
Motorradschloss1
Packsack1
Wäscheleine/Schnur1
Lebensmittel
Tee24 Beutel
Kaugummis3
Müsli1000g
Trockenfrüchte250g
Milchpulver250g
Pasta-/Reisgerichte7
Tütensuppen8

Wie leider vorhersehbar, müssen nun zwei Gegenstände zu Hause bleiben. Meine Fleecejacke und mein dünner Zweitschlafsack. Der Zweitschlafsack ist eher Luxus, aber die Fleecejacke bedeutet ein wenig Kompensation durch andere Kleidungsstücke. Meine super North Face Weste sorgt ja für einen mollig warmen Oberkörper, für die Arme habe ich dann mein langes Funktionsoberteil und wenn es richtig kalt wird meine Motorradjacke mit Thermoinnenfutter.

Offen ist nun nur noch ein Platz für meine Thermosflasche. Das läuft wohl auf einen Flaschenhalter am Motorrad hinaus. Alternativ kommt sie in den Tankrucksack, was ich aber erst einmal vermeiden möchte.

Es ist jedenfalls alles verpackt. Alles etwas knirsch, aber ich hab immerhin Lebensmittel für mehr als sechs Tage dabei. Ich habe locker eine Stunde gebraucht, um alles einzupacken und aufgehalten haben mich nur die Dinge, die ich zuvor nicht einpacken konnte.

Aber nun heißt es definitiv, nur noch Aufsatteln und dann geht’s los …

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10 … 9 … 8 …

13. Juli 2010 Kommentare ausgeschaltet

Der Countdown läuft, morgen ist die Anzahl der Tage bis zur Abreise nur noch einstellig. Am Wochenende wird gepackt, kommende Woche Verpflegung gekauft und dann geht es am Freitag ins „Basislager“ Zepernick. Mein Urlaub steht schon vor der Tür … juppi … wie lange habe ich darauf gewartet.

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Campingkochen auf dem Balkon

6. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

So ein herrlich sonniger Sonntag bietet sich hervorragend dazu an, den Campingkocher auszupacken und einzuweihen. Was ein kleines Bisschen nach Langeweile klingt, hat aber einen sehr ernsten Hintergrund. Ich konnte zwar schon mal den Trangia eines Kollegen ausprobieren, aber das diente vor allem der Entscheidungsfindung und dem Sammeln von Eindrücken.

Heute habe ich mein Trangia 27-7 UL/HA Set abgewaschen und für den ersten Einsatz vorbereitet. Zuvor habe ich ein wenig meinen Balkon sauber gemacht und mir zu Ziel gesetzt, lediglich meine Ausrüstung zum Kochen und Essen zu verwenden. Anders als der Kocher meines Kollegen, werde ich primär auf Gas setzen und den Spiritusbrenner nur als Reserve mitnehmen.

Fazit: Die Gaskartusche angeschlossen, leicht aufgedreht, das Gas mit meinem Zippo entzündet: brennt. Leider konnte ich keine Flamme sehen, was entweder an der Helligkeit lag oder vielleicht auch normal ist. Der Gasbetrieb ist mit einem Rauschen deutlich hörbar. Nachdem ich den Windschutz aufgesetzt und meinen Topf auf den Kocher stellte, war mein Essen in weniger als fünf Minuten so warm, dass es schon ein wenig zu heiß zum Essen war. Obwohl meine Nudelsuppe noch teils gefroren war, war dies ein sehr sehr guter Wert. Im Gegensatz zum Spiritusbrenner war dies schneller und vor allem lies sich der Kocher auch leichter abstellen. Einfach am Gasventil drehen und schon ist die Flamme aus. Den Spiritusbrenner musste ich damals brennen lassen, da ich mich nicht an den Löschdeckel traute. Nun habe ich also auch Kocherfahrung und muss sagen: ich bin begeistert.

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Abenteuerausrüstung

5. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

Genau heute in sieben Wochen möchte ich meine Reise beginnen. Da ich mittlerweile all meine Ausrüstung und notwendigen Unterlagen bereit habe, gilt es nun so langsam die Sachen zu packen. Meine Packliste muss ich sicher noch an der einen oder anderen Stelle optimieren, doch im Grunde weiß ich was ich mitnehmen werde. Da ich meine Erfahrungen auf dieser Reise auch gerne weitergeben möchte, gehört auch eine detailierte Auflistung der Ausrüstungsgegenstände dazu. Hierzu habe ich zu allererst einmal ein Foto von meiner Zusammenstellung gemacht:

Auf dieser Zusammenstellung fehlen lediglich die Schutzkleidung die ich am Körper trage, die Hygiene-Sachen und die Grundversorgung an Nahrungsmitteln.

Das der Platz für die Ausrüstung knapp werden könnte, habe ich schon fast vermutet, aber letztendlich passte alles rein. Verpackt und abmarschbereit …

… vorausgesetzt ich fülle die Taschen noch mit Waschzeug und Nahrung auf. Ein wenig zu Essen sollte ich mir mitnehmen, so dass ich im teuren Norwegen nicht zu oft einkaufen muss.

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Nach Norden …

2. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ich habe heute noch ein wenig an meiner Routenplanung gearbeitet und eine Alternativroute entworfen. Mit der steigenden Vorfreude wächst auch der Wunsch mehr zu sehen und zu erleben. Das ich bei all diesen Gedanken schon Informationen auf der Seite des russischen Konsulats eingeholt habe, um eventuell ein Visum zu beantragen, war nur ein Nebeneffekt des Ganzen. Vom östlichsten Punkt meiner Route wäre es nur ein Katzensprung nach Murmansk und ein gewaltiger Schub in Richtung Abenteuer. Leider konnte ich mit diversen Tools keine Route mit diesem Ziel berechnen, so dass ich den Gedanken verwerfen musste. Was ich aber definitiv tun werde ist nach Russland rüberwinken. Ach wie gern würde ich meine Tour ein Stück durch dieses Land verlegen …

Meine aktuelle Alternativroute für den Rückweg führt mich somit direkt an die russische Grenze und einen der östlichsten Punkte Norwegens. Anschließend sehr weit durch Finnland, nach Schweden zurück und nach Hause.

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Liebes (Reise)Tagebuch

30. Mai 2010 Kommentare ausgeschaltet

… acht Wochen muss ich nun noch durchhalten. Meine Ausrüstung ist quasi komplett und die letzten Vorbereitungen im Gange. Bald verlasse ich diesen Breitengrad und starte in mein kleines Abenteuer.
Was es bedeuten wird diese Reise allein zu bestreiten, ohne das ein bekanntes Gesicht in meiner Nähe ist, viele tausend Kilometer von zu Hause, Familie und Freunden entfernt, wird mir wahrscheinlich erst richtig bewusst, wenn ich unterwegs bin. Den Kontakt zu den Daheimgebliebenen möchte ich aus Kostengründen auf ein Minimum reduzieren. Einzig per Internet erhoffe ich mir Bilder und Stimmen von zu Hause.
Um all das ein wenig zu kompensieren, möchte ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Tagebuch führen. Neben den Details zu meiner Reise, möchte ich auch all meine Gedanken und Gefühle darin niederschreiben.

Wenn ich abends allein, in der Wildnis, nördlich des Polarkreises bei 5 °C und Regen in meinem Zelt liege, soll mein Reisetagebuch mir zuhören. Ich werde den Kontakt zu Fremden suchen, doch erst einmal muss ich davon ausgehen, dass diese in Leder gebundenen Naturfaserblätter die einzige Möglichkeit sind, meinen Geist sprudeln zu lassen. Ich hoffe ich werde so offen schreiben können, wie ich es mir wünsche. Zumindest muss ich mir vornehmen in diesem Buch meinen Reisebericht grob niederzuschreiben.

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Polarkreistraining

6. Dezember 2009 Kommentare ausgeschaltet

Meine vergangene Woche stand voll und ganz im Selbst- und Ausrüstungstest. Es ergab sich, dass ich vom ersten Advent an, fünf Tage für Stöpsel den Dosenöffner spielen und der kleinen Mietzekatze Gesellschaft leisten durfte. Da von Königs Wusterhausen aus, der Weg zur Arbeit mittels öffentlicher Verkehrsmittel länger ist als von meiner Wohnung aus, fuhr ich mit dem Motorrad zur Arbeit. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt konnte ich mich selbst einem Dauertest unterziehen und wieder einmal prüfen ob meine Winterkleidung ausreichend ist. Fast 40 km Autobahnfahrt mit dem Motorrad gibt sicher aussagekräftige Erkenntnisse. Mein Fazit: Test bestanden.

Für das zweite Adventswochenende kündigten sich Temperaturen knapp über Null Grad Celsius an, so dass ich dieses Wochenende für eine Campingnacht im Garten meiner Eltern auswählte. Mit Sack und Pack tourte ich zu meinen Eltern nach Zepernick und campierte in der Nacht zum zweiten Advent hinter der Garage. Das Zelt aufgebaut, versuchte ich realistische Bedingungen zu schaffen, denen ich im kommenden Jahr durchaus begegnen könnte. Die Nacht war bei +2 Grad Celsius angenehmer als ich im Vorfeld erwartet hätte. Ich hatte Befürchtungen, dass mein Schlafsack nicht warm halten würde, doch weit gefehlt. Spärlich bekleidet schlief ich den Umständen entsprechend gut und vor allem angenehm warm. Trotz des Regens in der Nacht wurde ich weder Nass, noch musste ich frieren. Zelt, Schlafsack und Termo-Iso-Matte hielten ihr versprechen und bestätigten die Investition.

Die Campingnacht brachte mir einige Erkenntnisse, die ich für meine weitere Norwegenplanung und kommende Campingtouren nutzen kann. Zu meinen wichtigen Erkenntnissen zählen der Einsatz der Lüftungshutzen für ein angenehmes Klima im Zelt und das ein richtiges Kissen unverzichtbar sein wird. Ein zusammengelegter Pullover ist unbequem und unzureichend gepolstert.

Da am Adventssonnabend die Weihnachtsparade in Panketal stattfand, konnte mein winterliches Campingerlebnis noch mit einem weihnachtlichen Highlight versüßt werden. Was die freiwillige Feuerwehr Panketal da auf die Beine gestellt hat, ist auf jeden Fall sehenswert. Ich hätte nicht gedacht, dass Zepernick eine solche Attraktion bieten kann. Der Besuch hat Spaß gemacht.

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Love is everything