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Artikel Tagged ‘Motorrad’

Adventure Tour

6. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Am Freitag konnte ich für zwei Stunden vor mich hin träumen und einen tollen Motorradausflug genießen.
Eine Aktion von BMW stieß mich auf den Gedanken, eine Probefahrt mit einer BMW R 1200 GS Adventure zu buchen. In kürzester Zeit bekam ich einen Termin für einen anfänglich regnerischen Freitagnachmittag.
Auf meiner Suzi fuhr ich nach Steglitz, um beim dortigen BMW-Händler meine Probefahrt zu beginnen. Zwei Stunden sollte mir dieses Schmuckstück zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zur Suzi wirkt die 1200 GS Adventure riesig. Ein mächtiger Windschild, ein ausladener Boxer und ein riesiger Tank hat man als Pilot vor sich. Ein beeindruckendes Gefühl auf diese Maschine zu steigen. Bevor das allerdings möglich ist, ist ein wenig Kraft erforderlich den Schwerpunkt der Maschine, auf Grund des 33 Litertanks, in die Senkrechte zu wuchten.
Das Cockpit und die Schalter am Lenkrad wirken intuitiv und vertraut. Lediglich der typisch geteilte BMW-Blinker ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Der Druck auf den Starterknopf, ließ den Motor zum Leben erwachen. Der kernige Sound des Boxers röhrte durch meinen Körper und ließ mich breit grinsen. Das ich die Kupplung leicht kommen lassen muss, um den ersten Gang einlegen zu können, wusste ich nicht und so fuhr ich problemlos im zweiten Gang an.

Für die Tour hatte ich mir einen Ausflug gen Süden ausgeguckt, zuerst immer die B1 entlang bis zur A115 und dann Richtung südlichen Berliner Ring.

Noch im Stadtverkehr konnte ich ein Gefühl für diese mächtige Maschine gewinnen. An den Ampeln suchte ich mit meinen Füßen den Boden und musste feststellen, dass ich gerade so den Asphalt berühren konnte. Ich bekam beiden Fußsohlen auf den Boden, doch das quasi als Maßarbeit.

Die BMW wiegt nicht mehr als meine kleine Suzi, doch der Schwerpunkt und die Ausmaße dieser Maschine sind um einiges gewaltiger. Die Sitzposition ist grandios. Ich konnte die Arme in einer entspannten Position und den Rücken problemlos gerade halten. Die hohe Sitzposition fühlte sich schon richtig erhaben an. Dort oben thronte ich über den Autos und über anderen Motorrädern neben mir. Bei Fahrt spürte ich das Gewicht der Maschine überhaupt nicht und konnte spielend um Hindernisse, Autos oder Kurven herum zirkeln.
Auf der Autobahn fühlte sich der Motor toll an. Die 1200 GS beschleunigte spielend und ich war beeindruckt, wie gut sich hohe Geschwindigkeiten anfühlen können.

Natürlich gehört zu einer solchen Probefahrt auch ein wenig Gewöhnung und so fühlte sich der Lenker bei Geschwindigkeiten zwischen 120 und 140 km/h leicht flatternd an. Das kann ein falsch gedeutetes Gefühl oder auch der Winddruck an den Handprotektoren sein.
Ich habe mich auf den 120 zurückgelegten Kilometern nach Beelitz und zurück kein Stück unwohl gefühlt. Ich mag die BMW noch immer und wäre gerne länger mit ihr gefahren. Ich könnte mir gut vorstellen auf dieser Enduro zu reisen und mit prall gefüllten Koffern und meiner Freundin als Sozia fernen Zielen entgegen zu fahren.

Schön das man Träume noch erfahren und sich Ziele stecken kann. Ich würde der BMW R 1200 GS Adventure sicher den Auslauf gewähren, den sie als Reiseenduro verdient hat. Abenteuerziele gibt es auf dieser Welt genug.

Danke BMW für dieses Erlebnis.

Harley Davidson mit Stützrädern

22. Juni 2012 2 Kommentare

Auf dem Weg vom Auto ins Stadtzentrum von Krakau, schlenderten wir vergangenen Freitag kleinere Straßen der polnischen Stadt entlang. Herrliches Wetter, jede Menge gute Laune und interessante Schaufensterauslagen machten den Weg in die Altstadt interessant.
Was ich zwischen den Auto’s am Straßenrand entdeckte, schien zuerst so unwirklich und lächerlich, dass wir unseren Augen kaum trauten. In einer Parklücke standen zwei sehr unterschiedliche, schwarze Harley Davidson. Eigentlich eine selbstbewusste Motorradmarke, aber was wir da vor uns hatten spottet jeder Beschreibung.
Eine Harley mit massiven Stützrädern … mit Nummernschild … kein Fake, sondern Tatsache. Die Polen haben einen eigenartigen Humor.
Mir fehlen die Worte, daher möchte ich nur noch die Fotos sprechen lassen.

 

fremdgefahren im Harz

21. September 2011 1 Kommentar

Es fehlt nicht mehr viel bis ich die 60.000 km mit meiner Bandit knacke … da kann ich die Suzi langsam als „alte Lady“ bezeichnen. Wir haben schon eine Menge zusammen durchgemacht und trotz der Probleme in den letzten Wochen fahre ich sie immer noch gerne.

Nun hoffe ich, dass sie mir mein Fremdfahren vom letzten Wochenende nicht übel nimmt. Auf der Fahrschulausfahrt im Harz, hatte ich die Gelegenheit, mal einen Tag am Gasgriff einer BMW F 800 R zu drehen.
Eine Bekannte zog, auf Grund eines schweren Unfalls, den Sozius ihres Mannes, dem Selbstfahren vor und so sollte die BMW Mutterseelen allein auf dem Parkplatz in Stolberg stehen bleiben.

Da Steffie mittlerweile schon zwei Jahre ohne Motorrad an den Ausfahrten teilnimmt, sah ich die Chance ihr den langweiligen Soziusplatz zu ersparen und sie stattdessen wieder selbst, rum zu touren zu lassen.

Ohne große Erwartungen lies ich den Kommentar fallen „das es doch schade wäre, die BMW ungenutzt stehen zu lassen“. Das mir die Fahrt damit sofort angeboten wird, hätte ich nicht erwartet, wenn auch erhofft. Danke für das Vertrauen.

Etwas verdattert bekam Steffie von all dem nichts mit, so dass sie meinen Spruch „ich hätte ihr ein Motorrad besorgt“ für einen Scherz hielt. Winkend hielt ich ihr die Schlüssel der Bandit entgegen und sie grinste über beide Ohren. Die Freunde bestätigte Katrin in der richtigen Entscheidung, mir ihre BMW zu überlassen.

Mit dieser Vorgeschichte reihte ich mich in mitten der Biker-Gruppe ein und tourte am Sonnabend der 32. Koenitzer Fahrschulausfahrt einen Tag durch den Harz nahe dem Kyffhäuser.

Statt einer ruhigen, gutmütigen Vierzylinder-Maschine, wollte der quirlige Zweizylinder etwas getreten werden. Das hervorstechendste Merkmal und gleichzeitige Argument für die BMW ist der Sound. Die Suzi schnurrt etwas charakterlos vor sich hin, wogegen die BMW ordentlich kernig klingt. Diverse Fehlzündungen zauberten hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht und ich lies hin und wieder die Lücke zum Vordermann wachsen, um mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Die Leistung der BMW ist nur unwesentlich höher, aber der Sound macht Spaß.
Weniger Spaß machte mir die Sitzbank und die Haltung. Die Haltung ist Vorderradorientierter und sorgte für ein paar Schmerzen im linken Arm nach dem Wochenende. Die Oberfläche der Sitzbank ist meiner Meinung nach eine einzige Katastrophe. Glattes Leder das mich nach jedem Bremsvorgang an die Tankattrappe drückt gehört sofort runter gerissen.

Alles in allem eine nette Maschine und definitiv eine gute Erfahrung. Im Endeffekt bleibe ich aber bei meinem Wunsch BMW R 1200 GS Adventure oder zumindest F 800 GS. Btw. Suche immer noch den Sponsor dafür. @BMW Ich fahre auch um die Welt für euch.

Ansonsten war die Ausfahrt in den Harz wieder ein Highlight. Im Grunde sind diese Wochenenden, schöne Familientreffen im Kreis von lieben Menschen. Ich freue mich immer alle wiederzusehen. Von Freitag bis Sonntag gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Es macht jedes Mal Spaß.
Die Mühen der Organisation sind immer zu spüren und lassen diese Ausfahrten zu tollen Erlebnissen werden.
Stolberg lohnt sich immer wieder für eine Rückkehr. Eine schöne, kleine, alte Stadt mit einem unvergleichlichen Charme. Dazu leckeres Essen, eine tolle Unterkunft und super Wetter. Was wollen wir mehr? Die Ausfahrt war absolut gelungen.

 

Gebrabbel vom Motorradabenteuer

29. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Steffie hat bei all dem Umzugsstress die Zeit gefunden, ihre Infoseite online zu stellen. Ab dem 2. Juni 2011 vermittelt sie auf Brabbellounge.de, was ich ihr an Infos zukommen lasse. Ich habe schon eine passende App gefunden, mit der ich meien aktuelle GPS-Position komfortabel per SMS senden kann. Alle anderen Infos sende ich primär per SMS. Sofern ich an ein offenes W-Lan komme, gibt es auch schicke Fotos und eigene Beiträge aus der Ferne.

Steffie freut sich drauf, alle Leser des vergangenen Jahres, wieder auf ihrer Website willkommen zu heißen.

Hier gehts zur Abenteuerseite: Brabbellounge.de

Weltreise-Bandit

11. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Eigentlich wollte ich mit diesem Bericht warten, bis meine Suzi auch noch mit Motorschutzbügeln versorgt ist, aber da das vergangene Wochenende sehr aufregend war, ziehe ich diesen Beitrag vor.

Ich war jetzt von Sonnabendvormittag an, jeden Tag bei meinen Eltern, um dort an meinem Motorrad zu schrauben. Statt wieder mit einer Textilhecktasche, auf Reisen zu gehen habe ich nun auf richtig gute Motorradalukoffer umgerüstet. An den Quick Lock Kofferträgern von SW-Motech sind nun zwei G+G Premium Alukoffer mit je 41 Liter montiert. Zusätzlich ist jeder Koffer mit einem 2 Liter Kanister ausgestattet, so dass ich ausreichend Wasser mit mir führen kann und Benzin auf Reserve habe. Die Befestigung basiert auf einer eigenen Lösung. G+G kann dafür aber auch einen guten Anbausatz zur Verfügung stellen.

Die Montage war eine kleine Odyssee, doch nach insgesamt netto nur 10 Stunden werkeln, kann sich das Ergebnis defintiv sehen lassen. Die Koffer haben eine Top-Qualität. Den Service und den super netten Kontakt mit den Herstellern kann ich nur weiter empfehlen. Wer also sehr stabile und durchdachte Alukoffer für einen sehr fairen Preis sucht, der sollte mal auf Motorradalukoffer.de vorbeischauen.

Hier ein paar Eindrücke vom Ergebnis:

31. Ausfahrt

4. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Traditionell findet die Frühjahrsausfahrt der Fahrschule Koenitz immer am letzten Aprilsonntag statt, doch da dieses Jahr dieser Sonntag mit Ostern zusammenfiel, wurde der Termin kurzerhand verschoben. Statt also zu Ostern, gemeinsam eine Runde zu drehen, haben wir uns dieses Jahr am 1. Mai getroffen. Da auch dieser Termin ein idealer Kandidat für einen Urlaub war, versammelten sich diesmal nur knapp 30 Biker. Die üblichen Verdächtigen waren aber wieder am Start und der Spaß war auch so garantiert.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr, wurde wieder eine interessante Suchfahrt vorbereitet. Trotz der recht frischen Temperaturen, hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien und wir konnten den ganzen Tag trocken durch Barnim touren. Die gestellten Aufgaben führten uns über Ahrensfelde aus Berlin heraus. Die ersten Aufgaben galt es dann in Blumberg, Elisenau und Bernau zu erledigen. Weiter ging es über Wandlitz, Klosterfelde, Marienwerder zum Werbellinsee. Zwischen Beobachtungen, kleinen Rätseln und Befragungen von Ortsansässigen war alles an Aufgaben dabei. Clever wie die Familie Koenitz ist, haben sie die Aufgaben so gestellt, dass selbst mobiles Googeln meist nicht weiter geholfen hätte. Die Fragen waren sehr geschickt gestellt. Trotz das ich quasi im Landkreis Barnim aufgewachsen bin, habe ich so noch den ein oder andere interessante Fakt dazugelernt.

Wie bei jeder Frühjahrsausfahrt mit der Fahrschule kehrten wir am Abend in der Waldschänke Waldesruh ein. Während die Aufgaben ausgewertet wurden, haben wir gut gegessen und den Tag revue passieren lassen. Am Abend ergeben sich so immer nette Gespräche unter Bekannten. Wir kennen uns ja mittlerweile schon seit einigen Jahren.

Die Bäume um die Waldschänke sorgten bald dafür, dass die Temperaturen rapide sanken, so dass der Abend nicht allzu spät wurde.

Wir sehen uns ja im September zur Ausfahrt in den Thüringer Wald wieder. Vielen Dank an die Organisatoren. Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht.

Kurzurlaubswochenende an der Küste

22. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Ohne einen speziellen Anlass bin ich vergangenes Wochenende an die schleswig-holsteinische Ostseeküste gefahren. Ich hatte Steffie versprochen, sie am ersten arbeitsfreien Aprilwochenende zu besuchen. So wurde ich vom Katzenmädchen und meiner Ex-Freundin am Freitagabend in Groß Wittensee erwartet.

Die Hintour war wenig spektakulär, gute vier Stunden habe ich für die 400 km gebraucht. Einzig meine noch anhaltene Erkältung und mein nicht vorhandener Gehörschutz quälte mich.

Am Sonnabend zeigte mir Steffie ihre künftige neue Wohnung auf einem Bauernhof und unterschrieb dort ihren Mietvertrag. Ursprünglich aus der Großstadt stammend, werden die Dörfer in denen sie leben wird immer kleiner und idyllischer. Die Bauernfamilie war aber äußerst nett. Ich denke das Klima im Umfeld macht schon einiges aus.

Anschließend gönnte ich Steffie mal ein paar Stunden auf meinem Motorrad und wanderte derweils durch die Naturlandschaft Hüttener Berge. Was man so Berge nennen kann, ist nahe der Ostseeküste eine wunderschöne hüglige, kurvige Gegend. Im Dreieck zwischen Eckernförde, Rendsburg und Kiel kann man schöne Wanderungen an der frischen Luft erleben. Ich hatte mir hierfür im Vorfeld diverse Geocaches in der Umgebung herausgesucht, die ich suchen wollte. Für meinen zweiten Cache wanderte ich so gute fünf Kilometer durch die Hüttener Berge. Ein paar Minuten aufmerksames Suchen und ich konnte den Cache erfolgreich loggen. Leider ließ sich Steffie nach ihrer Rückkehr nicht dafür begeistern, so dass wir am späten Abend nur noch Essen waren.

Für den Sonntag beschlossen wir, dass jeder die Gelegenheit nutzt, mal ordentlich auszuschlafen. Am Nachmittag kurvten wir dann noch über 100 km durch die landschaftlich tolle Gegend. Ich wollte unbedingt noch zum Schlei-Fährhaus Missunde. Neben einem Kaffee gabs dort eine leckere Krabbensuppe deren Geschmack mir noch Stunden auf der Zunge lag. Die Suppe war perfekt.

Am Abend leerten wir dann noch ein paar ordentlich süffige Maiböcke.

Statt den Sonntagabend mit der Rückreise zu verschwenden hatte ich beschlossen erst am Montag morgen in die Mutterstadt zurückzukehren. Um 5 Uhr dachte ich dann ein bissl über Restalkohol im Blut nach, während ich mich fertig machte. Wie geplant kam ich kurz nach 6 Uhr (6:25 Uhr) weg, um bis zum Gruppenmeeting um 11 Uhr im Büro zu sein. Bis MV fuhr ich meinen Tank fast leer, so dass ich anschließend ordentlich Gas geben konnte. 20 min vor meiner Besprechung schlug ich dann im Kreis meiner Kollegen auf. Das war wohl der längste Weg zur Arbeit.

Insgesamt ein echt tolles, erholsames Wochenende.

Abenteuer 2011

13. März 2011 Kommentare ausgeschaltet

Wenn ich mir die Eckdaten meines Vorhabens betrachte, dann wirkt das ganze Projekt schon sehr verrückt. Ich habe insgesamt 32 Tage Zeit, um meine Abenteuerreise darin unterzubringen. Ich möchte auch dieses Jahr wieder allein mit dem Motorrad aufbrechen und Orte auf unserem Planeten besuchen, die viele noch nie gehört haben. Lange habe ich nach einem Ziel gesucht, dass sich mit einem Wort benennen lässt. Aus einer Reise nach Osten, wurde so der Wunsch das Schwarze Meer zu umrunden. Da dieses Vorhaben aber äußerst riskant zu sein scheint, wird eine vollständige Umrundung wohl Illusion bleiben. Realistischer scheint eine Reise nach Sochi in Russland und von dort aus eine Überquerung des Schwarzen Meeres nach Trabzon in der Türkei. Nun lässt sich dieses Reiseziel immernoch nicht mit einem Wort beschreiben, so dass sich durch Zufall ein neues Ziel ergeben hat: der Ararat.
Wenn ich nun die Eckdaten meiner Reise zusammenfasse, ergibt sich folgende Auflistung: ich fahre im Sommer 2011 allein mit dem Motorrad, nach Russland, um von dort aus das Schwarze Meer in die Türkei zu überqueren. Dort angekommen führt mich mein Weg in den östlichsten Zipfel des Landes zum Ararat, auf dem angeblich die Arche Noah strandete. Um viele Highlights der Türkei zu besuchen, reise ich etwa 3.000 km durch das Land, um von dort aus den Heimweg anzutreten. Insgesamt möchte ich 13 Länder durchqueren und in dieser kurzen Zeit etwa 10.000 km fahren. Ins Verhältnis gesetzt ist das eine Viertel Umrundung unsere Planeten in maximal 32 Tagen.
Problematisch an der Reise ist die Reise ins Ungewisse. Der Osten ist weniger berechenbar, als der Westen, was sich schon in der Planung zeigt. Ein Blick auf die Karte im Osten zeigt mehr Lücken als eine eine klare Routenführung. Wie auch im letzten Jahr habe ich einen groben Entwurf der Route zusammengestellt, um selbst eine Vorstellung der Tragweite zu bekommen. Im Grunde kann ich die Ausrüstung vom Nordkap fast identisch übernehmen. Wobei warme Kleidung ausschließlich für große Höhen in den Gebirgen erforderlich wird, ansonsten rechne ich eher mit großer Hitze. Um das Navigationsproblem in den Griff zu bekommen, schenke ich mir zum Geburtstag ein Garmin 62st und versorge mich mit einer Vielzahl von freien Karten. Was die Garmin-Karten nicht hergeben, werden OpenStreetMap-Karten auffüllen und ggf. werde ich mir noch eigene Karten aus Bilddaten zusammenstellen. Finanziell wird diese Reise eventuell günstiger. Die Materialbeanspruchung steigt dagegen enorm an, da die Straßenzustände durchaus katastrophal sein können. Die Suzi wird leiden und es wird an mir liegen, ihr leiden zu minimieren.
Meine ToDo-Liste ist noch unverändert. Ich muss noch die Dokumente organisieren, den Reißverschluss meine Speedpacks verstärken, eventuell noch Motorschutzbügel an der Bandit verbauen und ihr eine große Inspektion gönnen. Zur restlichen Ausrüstung müssen im Prinzip nur Nahrrungsmittel und verschiedenste Papierkarten hinzugefügt werden, der Rest ist vorhanden und brauchbar.

Der grobe Routenentwurf meines Abenteuers 2011:

Der Weitenbummler geht also wieder auf Reisen.

ToDo – zu erledigen

17. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Bis Ende März muss ich für meinen Abenteuerplan 2011 …

  • Visum und Einladung beauftragen
  • Internationalen Führerschein vom Bürgeramt holen
  • Internationalen Fahrzeugschein besorgen
  • Auslandskrankenversicherung abschließen
  • Zwischenziele heraussuchen

abenteuerliche Gedanken für 2011

15. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Früher fuhr man mit dem Finger auf der Landkarte herum, blätterte im Weltatlas oder drehte in Gedanken am Globus. Heute liegt das andere Ende der Welt nur einen Mausklick entfernt. Der Erfolg meiner Reise und der Effekt den sie hatte führt nur zu dem Schluss, dass ein ähnliches Abenteuer folgen muss.

Wenn ich „ähnlich“ schreibe, weiß ich genau was ich definitiv nicht möchte und andererseits hoffe. Alles was zu nah an den Gegebenheiten meines Alltags liegt es im Grunde tabu. Je abenteuerlicher die zukünftige Reise ist, desto wohler werde ich mich fühlen. Allein diese Parameter schließen viele Ziele aus, die fast durchgehend an die Himmelsrichtung Westen geknüpft sind. Halte ich mich mit „ähnlich“ an, über den Landweg, erreichbare Ziele, dann geht es ganz klar schnell gen Osten.

Spiele ich mit dem Mauszeiger in Google-Maps herum, wäre ein Abenteuer mit vergleichbaren Dimensionen eine Umrundung des Schwarzen Meeres. Rund 8000 km mit ca. 10 zu durchreisenden Ländern, wäre etwas das mir gefallen könnte. Tschechien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Russland, Ukraine, Moldavien, Rumänien, Polen. Abenteuerlich wäre schon allein die Planung. In den meisten Ländern würde ich ohne Visum auskommen, aber gerade für das Wunschland Russland wäre eines nötig. Mein vor zwei Jahren teuer bezahlter Reisepass würde endlich seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Denke ich allein an die mir bekannten Berichte, an meine Seitenstraßenerfahrungen im Baltikum und daran wie tief die Schlaglöcher in Bulgarien waren, dann benötige ich als Grundvoraussetzung erst einmal eine robuste (Reise-)Enduro. Den Rest der Ausrüstung habe ich. Ein paar Karten, stabile Koffer, Visa, eine Vielzahl von Infos und es könnte losgehen. So einfach das klingt es scheitert am geeigneten Motorrad … Sponsoren meldet euch. 😉

Jetzt wo die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, bleibt viel Zeit über die Urlaubsplanung für das kommende Jahr nachzudenken.

 

Love is everything