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Artikel Tagged ‘Grillparty’

fremdgefahren im Harz

21. September 2011 1 Kommentar

Es fehlt nicht mehr viel bis ich die 60.000 km mit meiner Bandit knacke … da kann ich die Suzi langsam als „alte Lady“ bezeichnen. Wir haben schon eine Menge zusammen durchgemacht und trotz der Probleme in den letzten Wochen fahre ich sie immer noch gerne.

Nun hoffe ich, dass sie mir mein Fremdfahren vom letzten Wochenende nicht übel nimmt. Auf der Fahrschulausfahrt im Harz, hatte ich die Gelegenheit, mal einen Tag am Gasgriff einer BMW F 800 R zu drehen.
Eine Bekannte zog, auf Grund eines schweren Unfalls, den Sozius ihres Mannes, dem Selbstfahren vor und so sollte die BMW Mutterseelen allein auf dem Parkplatz in Stolberg stehen bleiben.

Da Steffie mittlerweile schon zwei Jahre ohne Motorrad an den Ausfahrten teilnimmt, sah ich die Chance ihr den langweiligen Soziusplatz zu ersparen und sie stattdessen wieder selbst, rum zu touren zu lassen.

Ohne große Erwartungen lies ich den Kommentar fallen „das es doch schade wäre, die BMW ungenutzt stehen zu lassen“. Das mir die Fahrt damit sofort angeboten wird, hätte ich nicht erwartet, wenn auch erhofft. Danke für das Vertrauen.

Etwas verdattert bekam Steffie von all dem nichts mit, so dass sie meinen Spruch „ich hätte ihr ein Motorrad besorgt“ für einen Scherz hielt. Winkend hielt ich ihr die Schlüssel der Bandit entgegen und sie grinste über beide Ohren. Die Freunde bestätigte Katrin in der richtigen Entscheidung, mir ihre BMW zu überlassen.

Mit dieser Vorgeschichte reihte ich mich in mitten der Biker-Gruppe ein und tourte am Sonnabend der 32. Koenitzer Fahrschulausfahrt einen Tag durch den Harz nahe dem Kyffhäuser.

Statt einer ruhigen, gutmütigen Vierzylinder-Maschine, wollte der quirlige Zweizylinder etwas getreten werden. Das hervorstechendste Merkmal und gleichzeitige Argument für die BMW ist der Sound. Die Suzi schnurrt etwas charakterlos vor sich hin, wogegen die BMW ordentlich kernig klingt. Diverse Fehlzündungen zauberten hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht und ich lies hin und wieder die Lücke zum Vordermann wachsen, um mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Die Leistung der BMW ist nur unwesentlich höher, aber der Sound macht Spaß.
Weniger Spaß machte mir die Sitzbank und die Haltung. Die Haltung ist Vorderradorientierter und sorgte für ein paar Schmerzen im linken Arm nach dem Wochenende. Die Oberfläche der Sitzbank ist meiner Meinung nach eine einzige Katastrophe. Glattes Leder das mich nach jedem Bremsvorgang an die Tankattrappe drückt gehört sofort runter gerissen.

Alles in allem eine nette Maschine und definitiv eine gute Erfahrung. Im Endeffekt bleibe ich aber bei meinem Wunsch BMW R 1200 GS Adventure oder zumindest F 800 GS. Btw. Suche immer noch den Sponsor dafür. @BMW Ich fahre auch um die Welt für euch.

Ansonsten war die Ausfahrt in den Harz wieder ein Highlight. Im Grunde sind diese Wochenenden, schöne Familientreffen im Kreis von lieben Menschen. Ich freue mich immer alle wiederzusehen. Von Freitag bis Sonntag gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Es macht jedes Mal Spaß.
Die Mühen der Organisation sind immer zu spüren und lassen diese Ausfahrten zu tollen Erlebnissen werden.
Stolberg lohnt sich immer wieder für eine Rückkehr. Eine schöne, kleine, alte Stadt mit einem unvergleichlichen Charme. Dazu leckeres Essen, eine tolle Unterkunft und super Wetter. Was wollen wir mehr? Die Ausfahrt war absolut gelungen.

 

Hessische Vergrillung

23. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Am vergangenen Wochenende fand eine kleine Grillzusammenkunft im hessischen Hünfeld statt. Das kleine Städtchen ist ca. 65 km südlich von Eisennach gelegen und ein idealer Ort, um dem Großstadtstress zu entfliehen. Ein Freund hatte zum abendlichen Schmaus, netten Unterhaltungen und einer passenden alkoholischen Auflockerung geladen. Im kleinen Kreis kamen wir also aus Deutschland zusammen und feierten das fröhliche Beisamensein. Ein paar Tage zuvor sahen die Bedingungen für die Anreise noch ziemlich schlecht aus, doch die Meteorologen mussten täglich auf eine bessere Vorhersage nachkorrigeren, so dass ich am Sonnabend bei bewölktem Himmel losfahren konnte und fast 500 km später völlig Trocken ankam. Während wir den ganzen Abend und die folgende Nacht unter freiem Himmel saßen, war uns weder kalt, noch wurden wir naß, als hätte auch das schöne Wetter auch eine Einladung zum Grillabend erhalten.
Unsere Gastgeber hatten einige Köstlichkeiten aufgefahren und da ich immernoch sturmfrei habe und das Kätzchen sich nicht an diversen Gerüchen stört, konnte ich auch den leckeren selbstgemachten Tzatziki probieren. Insgesamt alles viel zu reichlich, aber auch viel zu lecker um nicht zuzugreifen. Neben dem obligatorischen Bier, tranken wir fröhlich wild durcheinander, womit ich am Tag darauf keinerlei Probleme haben sollte.
Am folgenden Morgen wurden wir allesamt mit einem kräftigen Frühstück wieder aufgepeppelt, um gut gestärkt gen Heimat abzureisen. Nach dem gemütlichen Morgenmahl, dem Packen der paar Habseeligkeiten und dem Verstauen im Tankrucksack trat ich die Heimreis an.
Schade das das Wochenende auch schon wieder schnell vorbei war. Der Gedanke an das kleine Kätzchen, das allein zu Hause auf mich wartete, trieb mich somit gegen Mittag wieder gen Heimat. Im Gegensatz zum Vortag war der Sonntag heiß und wolkenlos. Die Sonne brannte und ich legte auf der Heimreise auf dem Motorrad mehrere Pausen ein, um für eine ordentliche Flüssigkeitsversorgung zu sorgen. Glücklicher Weise fahren Sonntags kaum LKWs, so dass ich problemlos auf Deutschlands Autobahnen nach Hause donnern konnte.

Problemlos ist etwas übertrieben, denn teilweise habe ich mich ernorm geärgert. Ich fahre recht zügig und tuckel nicht gerne mit Richtgeschwindigkeit dahin, wenn es keine Begrenzung gibt. Wenn es sie gibt, dann störe ich mich aber auch nicht dran. Durch diese Fahrweise überhole ich somit selbst mehr, als ich überholt werde. Gerade auf dreispurigen „Abschnitten“, auf der A9 der größte Teil der Strecke, bleibt dazu oft nur die ganz linke Spur. Wenn ich also zum überholen ansetze, dann beschleunige ich zusätzlich, um die Strecke links möglichst kurz zu halten. Nun kam es auf der Rücktour dazu, das mehrere Male irgendwelche  Egomanen in Protzkarren meinten sie müssten bei ca. 180 km/h oder mehr, anfangen zu drängeln. Nach dem Motto „Platz da jetzt komm ich“ rückten die mir fasst bis auf den Sozius und nötigten mich zu einem Spurwechsel. Deren Tunnelblick muss schon so verengt sein, dass sie alle Spuren außer ihrer eigenen völlig ausgeblendet sind. Ich meine wie soll ich einen sofortigen Spurwechsel vornehmen, wenn auf der Mittleren die kommenden 100 m vor mir (relativ gesehen) noch langsamere Fahrzeuge unterwegs sind. Vor allem warum sollte ich weiter beschleunigen und meine eigene Sicherheit gefährden.
Ich halte diese Charaktere persönlich nicht mehr für normal, das ist krankhaft. Hätten sie noch ein wenig Verstand würden sie sich rücksichtsvoller verhalten und weder mir als Motorradfahrer, noch irgendeinem anderen Verkehrsteilnehmer so auf die Pelle rücken. Chancen zu bremsen hätten sie kaum noch und der Reaktionsweg bei dieser Geschwindigkeit würde unweigerlich zur Kollision führen. Gewisse Minderwertigkeitskomplexe gehören schon zum Kauf mancher Fahrzeuge, doch man muss es doch nicht so offensichtlich Raushängen lassen. Trotz das ihr meistens mehr Knautschzonen habt als andere Verkehrsteilnehmer, muss es doch nicht auf versuchten Mord hinauslaufen, wenn ihr den Leuten so auf der Rückbank sitzt. Kauft euch die Karren, um euer Selbstwertgefühl zu befriedigen, aber unterlasst diese Nötigung eurer Mitmenschen.

Zusammenfassend war der Sommeranfang 2008 sehr gelungen und ich möchte hiermit noch einmal ein dickes Dankeschön an unsere Gastgeber aussprechen. Es hat mir sehr gefallen. Nun muss sich ein passendes Event ergeben, dass „Berlin“ auch einmal seine Gastfreundschaft unter Beweis stellen kann …

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