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Artikel Tagged ‘Fahrschule’

fremdgefahren im Harz

21. September 2011 1 Kommentar

Es fehlt nicht mehr viel bis ich die 60.000 km mit meiner Bandit knacke … da kann ich die Suzi langsam als „alte Lady“ bezeichnen. Wir haben schon eine Menge zusammen durchgemacht und trotz der Probleme in den letzten Wochen fahre ich sie immer noch gerne.

Nun hoffe ich, dass sie mir mein Fremdfahren vom letzten Wochenende nicht übel nimmt. Auf der Fahrschulausfahrt im Harz, hatte ich die Gelegenheit, mal einen Tag am Gasgriff einer BMW F 800 R zu drehen.
Eine Bekannte zog, auf Grund eines schweren Unfalls, den Sozius ihres Mannes, dem Selbstfahren vor und so sollte die BMW Mutterseelen allein auf dem Parkplatz in Stolberg stehen bleiben.

Da Steffie mittlerweile schon zwei Jahre ohne Motorrad an den Ausfahrten teilnimmt, sah ich die Chance ihr den langweiligen Soziusplatz zu ersparen und sie stattdessen wieder selbst, rum zu touren zu lassen.

Ohne große Erwartungen lies ich den Kommentar fallen „das es doch schade wäre, die BMW ungenutzt stehen zu lassen“. Das mir die Fahrt damit sofort angeboten wird, hätte ich nicht erwartet, wenn auch erhofft. Danke für das Vertrauen.

Etwas verdattert bekam Steffie von all dem nichts mit, so dass sie meinen Spruch „ich hätte ihr ein Motorrad besorgt“ für einen Scherz hielt. Winkend hielt ich ihr die Schlüssel der Bandit entgegen und sie grinste über beide Ohren. Die Freunde bestätigte Katrin in der richtigen Entscheidung, mir ihre BMW zu überlassen.

Mit dieser Vorgeschichte reihte ich mich in mitten der Biker-Gruppe ein und tourte am Sonnabend der 32. Koenitzer Fahrschulausfahrt einen Tag durch den Harz nahe dem Kyffhäuser.

Statt einer ruhigen, gutmütigen Vierzylinder-Maschine, wollte der quirlige Zweizylinder etwas getreten werden. Das hervorstechendste Merkmal und gleichzeitige Argument für die BMW ist der Sound. Die Suzi schnurrt etwas charakterlos vor sich hin, wogegen die BMW ordentlich kernig klingt. Diverse Fehlzündungen zauberten hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht und ich lies hin und wieder die Lücke zum Vordermann wachsen, um mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Die Leistung der BMW ist nur unwesentlich höher, aber der Sound macht Spaß.
Weniger Spaß machte mir die Sitzbank und die Haltung. Die Haltung ist Vorderradorientierter und sorgte für ein paar Schmerzen im linken Arm nach dem Wochenende. Die Oberfläche der Sitzbank ist meiner Meinung nach eine einzige Katastrophe. Glattes Leder das mich nach jedem Bremsvorgang an die Tankattrappe drückt gehört sofort runter gerissen.

Alles in allem eine nette Maschine und definitiv eine gute Erfahrung. Im Endeffekt bleibe ich aber bei meinem Wunsch BMW R 1200 GS Adventure oder zumindest F 800 GS. Btw. Suche immer noch den Sponsor dafür. @BMW Ich fahre auch um die Welt für euch.

Ansonsten war die Ausfahrt in den Harz wieder ein Highlight. Im Grunde sind diese Wochenenden, schöne Familientreffen im Kreis von lieben Menschen. Ich freue mich immer alle wiederzusehen. Von Freitag bis Sonntag gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Es macht jedes Mal Spaß.
Die Mühen der Organisation sind immer zu spüren und lassen diese Ausfahrten zu tollen Erlebnissen werden.
Stolberg lohnt sich immer wieder für eine Rückkehr. Eine schöne, kleine, alte Stadt mit einem unvergleichlichen Charme. Dazu leckeres Essen, eine tolle Unterkunft und super Wetter. Was wollen wir mehr? Die Ausfahrt war absolut gelungen.

 

31. Ausfahrt

4. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Traditionell findet die Frühjahrsausfahrt der Fahrschule Koenitz immer am letzten Aprilsonntag statt, doch da dieses Jahr dieser Sonntag mit Ostern zusammenfiel, wurde der Termin kurzerhand verschoben. Statt also zu Ostern, gemeinsam eine Runde zu drehen, haben wir uns dieses Jahr am 1. Mai getroffen. Da auch dieser Termin ein idealer Kandidat für einen Urlaub war, versammelten sich diesmal nur knapp 30 Biker. Die üblichen Verdächtigen waren aber wieder am Start und der Spaß war auch so garantiert.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr, wurde wieder eine interessante Suchfahrt vorbereitet. Trotz der recht frischen Temperaturen, hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien und wir konnten den ganzen Tag trocken durch Barnim touren. Die gestellten Aufgaben führten uns über Ahrensfelde aus Berlin heraus. Die ersten Aufgaben galt es dann in Blumberg, Elisenau und Bernau zu erledigen. Weiter ging es über Wandlitz, Klosterfelde, Marienwerder zum Werbellinsee. Zwischen Beobachtungen, kleinen Rätseln und Befragungen von Ortsansässigen war alles an Aufgaben dabei. Clever wie die Familie Koenitz ist, haben sie die Aufgaben so gestellt, dass selbst mobiles Googeln meist nicht weiter geholfen hätte. Die Fragen waren sehr geschickt gestellt. Trotz das ich quasi im Landkreis Barnim aufgewachsen bin, habe ich so noch den ein oder andere interessante Fakt dazugelernt.

Wie bei jeder Frühjahrsausfahrt mit der Fahrschule kehrten wir am Abend in der Waldschänke Waldesruh ein. Während die Aufgaben ausgewertet wurden, haben wir gut gegessen und den Tag revue passieren lassen. Am Abend ergeben sich so immer nette Gespräche unter Bekannten. Wir kennen uns ja mittlerweile schon seit einigen Jahren.

Die Bäume um die Waldschänke sorgten bald dafür, dass die Temperaturen rapide sanken, so dass der Abend nicht allzu spät wurde.

Wir sehen uns ja im September zur Ausfahrt in den Thüringer Wald wieder. Vielen Dank an die Organisatoren. Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht.

Nicht Groß Dölln … diesmal Stölln

28. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Viele von Euch werden das vergangene Wochenende dazu genutzt haben, rauszugehen um das traumhafte Wetter zu genießen. Ohne zu wissen wie das Wetter am vergangenen Sonntag sein würde, war mir seit Monaten klar, dass ich mal wieder an der Ausfahrt der Fahrschule Koenitz teilnehme.
Früh morgens aus dem Bett gerollt, in Ruhe geduscht, in sommerliche Motorradkleidung geschlüpft, zottelte ich erstmal zur Tankstelle, um genug Lebenssaft für meine Suzi zu organisieren. Ich hatte einem Freund von den tollen Ausfahrten meiner ehemaligen Fahrschule erzählt und er entschied sich einmal teilzunehmen. So musste ich von meinem Katzensitter-Exil Königs Wusterhausen, mit einem Zwischenstop in Schulzendorf, nach Mahlsdorf fahren. An der Fahrschule angekommen, waren schon jede Menge bekannte Gesichter vor Ort.
Im ersten Augenblick war das diesjährige „Frühjahrsausfahrtsroadbook“ etwas verwirrend. Diesmal sollte es nicht im großen Pulk durch Brandenburg gehen, sondern in kleinen „Suchtrupps“ auf die Straße. Das Fahrschulteam hatte sich knifflige Aufgaben einfallen lassen, die wir unterwegs lösen sollten.
Ohne große Absprachen zu treffen, haben wir uns einfach zu ein paar Kollegen auf die Straße gesellt. Das ein Fahrer aus unserer Gruppe mit dem Kennzeichen PM unterwegs war, stellte sich später als Glücksfall heraus. Hätten wir ihn nich dabei gehabt, hätte ich bei einigen Zwischenstationen immer mein Navi fragen müssen. Beispielsweise wären wir am Friedhof in Stahsdorf wie alle anderen vorbeigefahren, da das Schild scheinbar absichtlich so angebracht schien, dass man es übersehen sollte.
Die anfängliche Skepsis zu den Aufgabenstellungen verfolg schnell und wir hatten mit jedem zurückgelegten Meter mehr Spaß daran, die nächste Knobelaufgabe zu lösen. So ging es über Schönefeld, Stahnsdorf, Potsdamm, Ribbeck, Stölln nach Friesack. Irgendwie wirkte es so, als hätten wir absichtlich alle Weisheiten unserer Fahrschulausbildung gemieden. Im großen Pulk tuckert man sonst immer durch die Mark, doch in dieser kleinen Gruppe hatte sich die flottere Fahrweise irgendwie festgefressen. Die Straßen waren traumhaft, das Wetter ebenso, aber nun müssen wir irgendwie auch hoffen, dass wir nicht mehr Punkte in Flensburg kassieren, als auf unserem ausgefüllten Fragebogen.
Meine Highlights waren der wunderschön angelegte Bibelgartem, der unterhalb eines Storchennestes in Ribbeck angelegt war und die alte IL-62 Interflugmaschine „Lady Agnes“ in Stölln. Das Flugzeug hatte ich zufällig schon einmal vor zwei Jahren gesehen, aber erst jetzt fügten sich die Puzzelstücke und der geschichtliche Hintergrund zusammen. Stölln ist definitiv mal einen Tagesauflug wert.
Nachdem wir alle Stationen besucht und alle Antworten zu den Fragen gefunden hatten, traten wir den Heimweg durch Berlin an. Die Rücktour war auf Grund der Berlindurchquerung lange nicht so beeindruckend wie die Anfahrt, doch der Spaß blieb erhalten.
Traditionell kehrten wir im Anschluss an diese traumhafte Tagestour in der Waldschänke in Mahlsdorf ein. Bei ein, zwei leckeren Bierchen, leckerem Grillgut, Salaten und vielem mehr, ließen wir den Abend ausklingen. Derweil wir die letzten Sonnenstrahlen genoßen und ein Auge auf die zuckersüße Bedienung hatten, nutzen wir die Gelegenheit für interessante Unterhaltungen innerhalb unserer kleinen Gruppe. Leider war auch dieser Abend wieder viel zu schnell vorbei.
So könnte ich meine Tage immer verbringen …

Mein Garmin hat den Track mitgeloggt. Wenn ihr die Strecke nachfahren wollt, könnt ihr euch hieran orientieren:

Long Way MeckPom

21. September 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der krönende Abschluss meines Urlaubs, in der letzten Woche, war die diesjährige Wochenendausfahrt mit der Fahrschule Koenitz. Diesmal ging es nach Siedenbüssow, etwa 50 km südlich der Insel Usedom. Glücklicher Weise hat Steffie noch frei bekommen, so dass wir ganz traditionell mal wieder gemeinsam zur Ausfahrt konnten. Da sie am Freitag noch bis 15 Uhr arbeiten musste, konnten wir uns diesmal keiner Gruppe anschließen und mussten allein anreisen. Der Vorteil ist natürlich, dass wir recht unabhängig im eigenen Tempo die etwa 240 km runterreißen konnten. Wir sind ja ein eingespieltes Team …
Als Unterkunft hatten die Organisatoren diesmal ein Bikerhotel gewählt: Das Gutshaus. Die Atmosphäre war klasse, recht einfach, an jeder Ecke etwas witziges zu entdecken und wie gemacht für eine super gut gelaunte Bikertruppe. Das Essen war äußert lecker und ausreichend Bier im Keller vorhanden, so dass niemand durstig blieb.
Der Anreisetag ist dann oft nicht so lang, da viele arbeiten mussten oder von der Anfahrt erschöpft waren. Vor allem stand für den Sonnabend eine geführte Ausfahrt bevor, so dass etwas Schlaf zum Kräfte tanken sinnvoll war.
Ein gutes Frühstück am Sonnabend Morgen, den Tau von den Sätteln gewischt ging es nach der Gruppenfotosession dann auf die Straße. Unser Tourguide Jürgen sollte uns nach Usedom führen und unterwegs einige Sehenswürdigkeiten der Umgebung zeigen. Mit 40 Bikes ging es zuerst nach Karnin zu einem alten Vorkriegsrelikt auf dem Peenestrom. Vor dem Krieg fuhren hier Eisenbahnzüge über eine Hubbrücke, deren Länge damals eine technische Meisterleistung war. Leider blieb außer einem maroden Stahlgerüst und Schienenresten keine nennenswerten Bauwerke erhalten. Landschaftlich ist dieses Fleckchen aber sehr reizvoll und wir genossen eine kleine Verschnaufpause und bescherten dem dorten Imbiss ein paar Einnahmen beim Eiskauf.
Im Anschluss an diesen Zwischenstop ging ins Zweirad- und Technikmuseum nach Dargen. Ich denke die Hälfte der rund 60 Teilnehmer hätten bei einem „Technikmuseum“ die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, aber da es sich hier ganz um alte DDR-Technik drehte waren alle interessiert und völlig aus dem Häuschen. Es war völlig unmöglich einen Meter zu gehen ohne das alte Erinnerungen geweckt wurden. Egal wohin man blickte entdeckte man Dinge, die man noch vor wenigen Jahren täglich in Gebrauch hatte oder die man irgendwann einmal besessen hat. Von alltäglichen Haushaltsgegenständen wie Eierbecher, Staubsauger über Spielzeug, Radios und Fernseher bis hin zu Trabant und Co. war alles vertreten. Alte Geschichten wurden beim Durchgehen erzählt und viel über die Vergangenheit gelacht. Schon merkwürdig das diese (unsere) Vergangenheit mittlerweile schon 20 Jahre her ist. Teilweise wirkte vieles noch sehr nah, anderes wiederrum wie aus einer anderen Welt. Um dem Vergessen entgegen zu wirken sollte der ein oder andere vielleicht einmal in Dargen vorbeischauen.
Nach dieser kleinen Zeitreise sollte es an diesem frühen Nachmittag nun endlich ans Meer gehen. Das Wetter war perfekt dafür. Strahlend blauer Himmel, sommerliche 26 Grad und ein angenehmes Ostseelüftchen. Nach der Marienkäferinvasion der letzten Monate, kam nun die Invasion der berliner Koenitz-Biker.
Beim Fahren habe ich mir die Kolonne mal genauer betrachtet, die es während der Fahrt auf gut einen Kilometer Länge bringt. Bei den ersten fünf vorbeifahrenden Motorrädern dreht sich kaum ein Anwohner um, doch wenn der schier endlose Zug an dahincruisenden Bikes nicht abreißt bleiben viele stehen und staunen. Viele winken und freuen sich mit uns.
Die Zeit am Ostseestrand war kurz doch sehr schön. Ein kleiner Snack, ein kurzer Stop im Souveniershop und eine halbe Stunde Sonnenbad im Sand haben aber ausgereicht. Die Ostsee lud viele dazu ein die Motorradstiefel auszuziehen und mit den Füßen durchs warme Wasser zu waten.
Gegen 19 Uhr sollte im Gutshaus festlich gespeist werden, so dass wir rechtzeitig aufbrechen mussten, um unsere hungrigen Mägen zu stillen. Unterbrochen durch eine Straßensperre wegen eines Unfalls kamen wir nach unser 250 km Tagestour genau rechtzeitig zurück.
Neben dem riesigen Puter drehte ein köstliches Wildschwein auf dem Spieß, bei dem einem das Wasser im Mund zusammen lief. Den Teller gefüllt mit allerhand leckeren Beilagen blieb niemand hungrig und der feuchtfröhliche Abend konnte beginnen. Pausenlos wurden Getränke bestellt Biergläser geleert, sich nett unterhalten und ausgelassen zur Musik getanzt. Das die Nächte Mitte September schon kühler sind störte niemanden, denn in der Mitte des Kreises in dem wir saßen brannte ein wärmendes Feuer an dem die Erlebnisse des Tages verarbeitet wurden.
Leider ist diese jährliche Ausfahrt am dritten Septemberwochenende immer viel zu schnell vorbei. Die Organisation ist wie immer super gewesen. Alle waren gut gelaunt, entspannt und mit viel Spaß bei der Sache. Wie super diese Truppe ist zeigt sich vor allem auch immer darin, dass wir trotz der Masse an Motorrädern nie Probleme hatten. Wir fahren hunderte Kilometer in diesem Pulk ohne Zwischenfälle. Das will etwas heißen.

Vielen Dank an alle Teilnehmer und vor allem an die Organisatoren. Wir sehen uns spätestens im April oder zum Fotoabend.

27. Fahrschulausfahrt – Burg Raddusch

27. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ganz entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten, ließ ich mich am gestrigen Sonntag schon um 6:30 Uhr wecken. In Vorfreude auf die bevorstehende Motorradausfahrt, ließ ich mich auch nicht lange vom Wecker bitten. Zwar sollten wir uns erst gegen neun Uhr an der Fahrschule treffen, doch leidet meine kleine Suzi in den letzten Tagen am „Pollenflug“. Der Ahorn neben unseren Wohnhaus lässt Blüten (sind das welche?) in solchen Massen herabregnen, dass der Parkplatz und die daraufstehenden Autos mit einem grünen Teppich überzogen sind. So bekommt mein geliebtes Motorrad so einiges ab.

Bevor ich mich also auf dem Weg machte, habe ich den Blüten den Kampf angesagt und die Suzi auf Hochglanz gebraucht. So konnte ich mich doch nicht sehen lassen.

Am Treffpunkt erschien ich noch rechtzeitig, so dass ich alte Bekannt begrüßen und einen Tagesplan zu unserem Ziel in Empfang nehmen konnte. Die Frühjahrsausfahrt findet immer am letzten Sonntag im April statt und ist immer ein willkommener Aufruf, gemeinsam eines Tagestour in Brandenburg zu machen. Unser diesjähriges Ziel sollte die Slawenburg Raddusch, zwischen Lübbenau und Vetschau im Spreewald sein. Im großen Pulk von etwa 40 Motorrädern ging es über Brandenburgs Landstraßen. Einige mögen Gruppenfahrten nicht, doch die super organisierten Touren mit der Fahrschule Koenitz sind immer ein großer Spaß. Die Leute fahren diszipliniert und vernünftig, niemand meckert und alle fahren rücksichtsvoll, so dass nichts passiert.

In der Burg Raddusch hatten wir viel Zeit etwas zu essen, an der Führung durch die Ausstellung oder an diversen Spielchen teilzunehmen. Nebenbei ergaben sich allerhand Gespräche mit alten Bekannten oder neueren Teilnehmern. So konnten alle Teilnehmer einige kurzweilige Stunden beim herrlichsten Sonnenschein unter blauem Himmel verbringen.

Ein Teil der Gruppe brach früher auf, um recht unabhängig den Heimweg anzutreten, wogegen der Rest nach bis halb vier vor Ort blieb. Erst dann brachen wir gemeinsam Richtung Waldschänke Waldesruh auf, um dort den Abend am Grill, ein, zwei Bierchen oder netten Unterhaltungen ausklingen zu lassen.

Der Tag hat wieder einmal sehr viel Spaß gemacht, auch wenn die notwendige Konzentration in der Gruppenfahrt auch immer sehr anstrengt. Ich hoffe das dieser 27. Ausfahrt noch viele folgen werden, denn wo hat man sonst einen so gemischten und netten Haufen beisamen, wie in der Gruppe die sich um die Fahrschule Koenitz scharrt.

Neben den verschiedensten Motorradtypen war das Highlight am gestrigen Sonntag eine Harley Road King Police. Gesehen hatte ich eine solche Maschine bisher auch nur in amerikanischen TV-Serien oder Filmen, aber so ein Ding mal Live zu erleben erweckt schon Aufsehen. Ein bollernder Motor, der soviel Vibrationen erzeugt, dass der Fahrer es sicher in jedem Knochen spürt und eine Aufmachung die auf jeden Fall ein ganz besonderer Hingucker ist. Der Fahrer der Maschine ließ sich nie lange bitten, die Sirene wieder und wieder jaulen zu lassen. Was ein Spaß.

Harley Davidson Road King

Über eine Situation muss ich jetzt noch schmunzeln. Während der über 140 km langen Landstraßentour mussten wir von einer kleineren Landstraße auf eine größere Bundesstraße wechseln. Da die Gruppe so lang war, haben wir regelmäßig zwei Fahrer abgestellt, die für die Blockade der Straßen verantwortlich waren, so dass die Gruppe zusammenbleiben konnte. Der Wechsel auf die Bundesstraße war durch ein Stop-Schild begrenzt, vor dem ein Auto stand, dessen Fahrer gerade durch die Freunde und Helfer in Grün „betreut“ wurden. Unser Auftreten in dieser Situation war folgendes: Die beiden Verantwortlichen sicherten die Auffahrt unserer Gruppe auf die Bundesstraße, währenddessen gut 40 Motorradfahrer vor den Augen der Polizei über das Stop-Schild drüberwegfuhren. So werden Verkehrsregeln einfach mal neu interpretiert und die „Freunde“ haben scheinbar auch mal Verständnis.

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Wie die Harz-Teufel

19. September 2007 2 Kommentare

Passend zum Abschluss meines Urlaubs, sollte ich doch mal von meinem schönsten „Ferienerlebnis“ berichten. Die beste Fahrschule der Welt (schleim), die Fahrschule-Koenitz hat dieses Jahr eine Ausfahrt nach Stolberg veranstaltet. Wie jedes Jahr treffen sich dazu ehemalige Motorradfahrschüler und -fahrschülerinnen, setzen sich auf ihre Bikes und touren gemeinsam in der Umgebung des geplanten Ziels herum. Für uns war es dieses Jahr die erste Ausfahrt, bei der wir teilnehmen konnten. Wir wissen aber schon das wir zukünftig keinen dieser Ausflugstermine verpassen wollen, weil die Atmosphäre in dieser Gruppe einfach sehr angenehm ist. Insgesamt waren wir 67 Leute auf 42 Motorrädern, die gemeinsam die Kurven und das perfekte Motorradwetter des östlichen Harzes genossen haben. Von jung bis alt war alles vertreten. Das älteste Pärchen war 67 und 69 Jahre alt.

Am Abend des 14. September wurde auf dem Marktplatz in Stolberg nach der Ankunft gegrillt, getrunken und gelacht alles im Rahmen, so dass wir am Sonnabendvormittag zum Kyffhäuser aufbrechen konnten. Wir haben uns erzählen lassen, dass wir 36 Doppelkurven dort hinauf genommen haben, doch selbst zählen konnten wir sie nicht, denn wir mussten uns ganz auf die Schräglagen konzentrieren und die Fahrt selbst genießen. Nachdem wir uns das Denkmal angeschaut und eine leckere Erdbeertorte gegessen hatten, ging es im Anschluss nach Pulman-City, eine Westernstadt nahe Hasselfelde. In diesen kleineren Kolonnen von gut 20 Maschinen konnte man das flotte Tempo immer gut spüren. Angekommen im wilden Westen haben wir uns die Shows angeschaut, den Streichelzoo besucht und das weitläufige Gelände erkundet. Die Westernstadt lässt sich ebenso empfehlen. Ein Besuch mit der ganzen Familie lohnt sich, wenn man ein wenig Zeit und Interesse für diese Art der Unterhaltung mitbringt.

Unser Ausflugs-Showdown begann im Anschluss mit der Rückfahrt nach Stolberg. Diesmal waren wir alle gemeinsam unterwegs und die Einheimischen in den kleinen Ortschaften staunten Bauklötze, als die endlose Kolonne unserer 42 Motorräder bei den Ortsdurchfahrten nicht abreißen wollte. Als Biker war das ein tolles Gefühl. Am Sonntagabend haben wir dann ausgiebig gefeiert und uns bei unseren Organisatoren bedankt, bevor es dann am Sonntag den 16. September nach dem Frühstück gen Heimat ging.

Einige aus der Gruppe wollten vor der Heimreise noch den Hexentanzplatz oder ähnliches besuchen, andere fuhren direkt nach Hause und wir beiden fuhren von allen getrennt noch in Halberstadt bei meiner Cousine vorbei.

Alles in allem ein sehr gelungenes Erlebniswochenende. Nun heißt es fast ein Jahr warten bevor die nächste große Ausfahrt mit unserer Fahrschule folgt, wäre da nicht die Eintagestour im April. Wenn jemand eine Fahrschule für den Motorradführerschein sucht, seit ihr bei Familie Koenitz und ihrem Team an der richtigen Adresse. Ihr findet dort Gleichgesinnte, auch wenn ihr den Lappen schon lange in der Hand habt.


Ein Blick auf den Marktplatz von Stolberg


Steffie steht stolz zwischen unseren Bikes kurz nach der Ankunft in Stolberg


Anstrum auf die Tankstelle bevor es on tour geht

 

Love is everything