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Das Ende war noch nicht vorbei

26. Juni 2012

Manche Ereignisse kündigen sich schon (halbe) Jahre vorher an und sorgen für eine andauernde Vorfreude.

So wurde im vergangenen Jahr die Die Ärzte Tour 2012 „Das Ende ist noch nicht vorbei“ und das neue Album angekündigt. Als es dann soweit war und die Konzerttickets im Vorverkauf standen, waren sie ebenso schnell ausverkauft. Mir blieb somit nichts anderes übrig, als die Tickets bei eBay zu überhöhten Preisen zu ersteigern, aber was tut man nicht alles dafür, die Beste Band der Welt auf der Bühne live zu sehen.

Am Freitag den 1. Juni war es endlich soweit. Voller Hoffnung beobachtete ich schon Tage zuvor die Wettervorhersage für den Konzertabend. Die Regenwahrscheinlichkeit sank zwar, aber nicht soweit, dass wir völlig sicher sein konnten wirklich trocken zu bleiben.

Das Konzert erfüllte meine Erwartungen vollkommen. Die Jungs waren gut drauf und alberten auf der Bühne herum, während die Fans die Band feierten. Als der Vorhang für die Ärzte fiel, stand die Menge in der Wuhlheide. Der Mix aus neuen und alten Titeln war gut. Selbst die Texte der Songs vom aktuellen Album wurden gelungen umgestaltet, so dass jede Menge Überraschungen beim Mitsingen dabei waren. Hin und wieder verloren sich die drei in unendlichen Ansagen, doch kreative Wortschöpfungen wie Klatschfutter, Busengarage oder Genitalbeatmung ließen nie Langeweile aufkommen.

Später am Abend spielten sie Himmelblau vom letzten Album und ich blickte gen Himmel und bemerkte, dass die Wolken tatsächlich verschwunden waren. Die vorhergegangenen Befürchtungen im Regen zu stehen bewahrheiteten sich nicht und wir konnten einen grandiosen Konzertabend erleben.

Die Band spielte jede Menge Titel der letzten beiden Alben und geizte ein ganz klein wenig mit den alten Hits, aber über ein fast dreistündiges Konzert kann man einfach nicht meckern. Danke für das tolle Konzert.

Als Ausbeute habe ich ein Tour-T-Shirt, Trinkbecher der aktuellen Tour und einen Live-Mitschnitt in Form einer Audio-Kassette mitnehmen können.

Harley Davidson mit Stützrädern

22. Juni 2012

Auf dem Weg vom Auto ins Stadtzentrum von Krakau, schlenderten wir vergangenen Freitag kleinere Straßen der polnischen Stadt entlang. Herrliches Wetter, jede Menge gute Laune und interessante Schaufensterauslagen machten den Weg in die Altstadt interessant.
Was ich zwischen den Auto’s am Straßenrand entdeckte, schien zuerst so unwirklich und lächerlich, dass wir unseren Augen kaum trauten. In einer Parklücke standen zwei sehr unterschiedliche, schwarze Harley Davidson. Eigentlich eine selbstbewusste Motorradmarke, aber was wir da vor uns hatten spottet jeder Beschreibung.
Eine Harley mit massiven Stützrädern … mit Nummernschild … kein Fake, sondern Tatsache. Die Polen haben einen eigenartigen Humor.
Mir fehlen die Worte, daher möchte ich nur noch die Fotos sprechen lassen.

 

Coffee & Cachen

21. Mai 2012

Als wir im März auf einem Ausflug im Elbsandsteingebirge waren, habe ich meiner Liebsten einmal gezeigt, was es mit dem Geocachen auf sich hat. Mangels Vorbereitung meinerseits hatte ich viel Glück, sie nicht gleich zu verschrecken. Ihr erster Cache war gleich ein Volltreffer und machte Lust auf mehr.

Seit dem sind etwa zwei Monate vergangen und wir haben bereits drei Caches gemeinsam gefunden und viel Spaß an den gemeinsamen Spaziergängen gehabt.

Für den vergangenen Sonnabend hatten wir einen Geocaching-Tag mit Freunden unter dem Motto „Coffee & Cachen“ geplant.
Um nicht in der Stadt, in Mauerritzen oder hinter verschmutzten Ecken suchen zu müssen, hatte ich die Müggelberge ausgesucht. Begrenzt durch den Müggelsee im Norden und dem Langen See im Süden, gibt es in dem weitläufigen Waldgebiet im Südosten Berlins einige Caches zu finden.

Zwei von uns Fünf waren bisher noch nie mit dieser modernen Schnitzeljagd in Berührung gekommen. Um den Tag also mit Erfolgserlebnissen zu beginnen, haben wir mit zwei einfachen traditionellen Caches begonnen. Dieser kleine Einstieg war ideal, um das einfache Prinzip zu verstehen und das Interesse zu wecken.

Das diesen simplen Caches eine Herausforderung folgen musste war vorhersehbar. Bevor wir uns allerdings an eine schwierigere Aufgabe machen wollten, kehrten wir zuerst an einem Imbiss am Ufer des Müggelsee’s ein. Ein deftiger Snack musste dafür sorgen, dass wir den Rest des Nachmittags bei Kräften bleiben.

Bei idealen Wetterbedingungen parkten wir das Auto nahe am Müggelturm und genossen zu allererst die Aussicht über den Südosten Berlins. Von dort ist es möglich viele Kilometer in alle Richtungen zu schauen. Wo sich unser nächster Cache versteckt, war durch das dichte Blätterdach der Bäume unter uns allerdings nicht zu erkennen.

Die zehn Stationen des Multicaches sollten erarbeitet werden und so machten wir uns auf den Weg zu den Startkoordinaten.
Am Beginn dieser größeren Runde mussten wir feststellen, dass sich gleich die erste Aufgabe relativ schwierig gestaltete. Die Koordinaten unseres zweiten Ziels waren unvollständig. Wir irrten einige Minuten umher, eh wir mit vereinten Kräften die Aufgabe lösten. Ein aufmerksamer Blick in Richtung des Hinweises lieferte uns das nächste Ziel.

Von da an arbeiteten wir uns Station für Station vor, um uns den Aufgaben vor Ort zu stellen. Es galt jedes Mal die Koordinaten des nächsten Stages zu ermitteln. Aufmerksamkeit, logisches Denken und Teamwork führten uns immer einen Schritt weiter.
Zwischen den Stationen genossen wir die herrlichen Temperaturen, scherzten und lachten auf unserem Weg durch den Wald.

Unser finales Ziel lag weit vom Weg ab, mitten im Dickicht des Waldes. Zur Belohnung zogen wir eine große Kiste aus ihrem Versteck und loggten unseren Fund. Wir haben allerdings nichts entnommen und mussten somit auch nichts zurücklassen.

Euphorisch über den Erfolg machten wir uns auf den Heimweg. Ein ganzer Nachmittag voll frischer Luft und Bewegung in der Natur zehrte an den Kräften, so dass wir beschlossen den Abend mit Grillfleisch ausklingen zu lassen.

So wie wir den Tag begonnen haben, haben wir ihn auch mit gemeinsam beendet. Während in der Küche frischer Salat zubereitet wurde, habe ich am Elektrogrill auf dem Balkon Fleisch und Würste gebraten. Kombiniert mit kühlen Getränken ging ein schöner, aktiver, gemeinsamer Tag im Kreis von Freunden und viel Spaß zu Ende.

Dem allgemeinen Feedback nach hatten alle viel Spaß und würden sich über eine Fortsetzung freuen. Das gefällt mir.

Saxon Switzerland

27. März 2012
Dieses Jahr habe ich mich um eine Geburtstagsfeier gedrückt und mir stattdessen einen erholsamen Wochenendausflug gewünscht.
Die Ausrichtung der Party hätte Zeit und Geld gekostet, die so viel sinnvoller genutzt werden konnten.
Da das Wochenende nach meinem Geburtstag schon ausgebucht war, ging es erst diese Woche raus aus dem Alltag. Wir hatten uns ein schönes Zimmer in Königstein in der Sächsischen Schweiz gebucht und zwei Nächte dort verbracht.

Neben der wirklich tollen und günstigen Unterkunft, konnten wir ein herrliches Frühlingswetter genießen.

Unsere Erholung erreichten wir u.a. durch Planlosigkeit. Die Unterkunft hatten wir wegen der traumhaften Landschaft und der unzähligen Möglichkeiten ausgewählt. Nach einem reichhaltigen Frühstück eroberten wir am Sonnabendvormittag die Festung Königstein und kraxelten am Nachmittag auf der Bastei herum.
Soweit ich mich erinnere, ist es sicher schon 20 Jahre her, seitdem ich zuletzt einen Fuß auf die Festung gesetzt habe. Die verblassten Erinnerungen an die Festungsanlage, hatten wir sicher in der Zwischenzeit durch Fotos aufgefrischt. Es hatte uns aber nicht dabei geholfen, die Kanonen zu finden, auf die uns unsere Eltern in der Kindheit gesetzt hatten. Kanonen gab es reichlich, doch keine war für ein aktuelles Motiv geeignet. Unser Rundgang war herrlich kurzweilig. Wir schlenderten Hand in Hand auf der Festung entlang und genossen die Aussicht von diesem Tafelberg.

Am Nachmittag haben wir noch einen Besuch auf der Bastei drangehangen. Das Auto konnten wir nahe dem Berghotel parken und erst einmal einen köstlichen Windbeutel mit Eiscreme und warmen Sauerkirschen genießen, bevor wir die paar Kalorien beim Wandern über die Felsformationen wieder verlieren sollten. Die Sächsische Schweiz bietet sich mit dieser tollen Landschaft ideal für einen kurzen Ausflug an. Hier kann man zwischen den Felsen entlang laufen und in tiefe Schluchten blicken. Von der Basteibrücke aus konnten wir zur vorher besuchten Festung Königstein hinüber und auf die Elbe am Fusse der Felsen blicken.

Bevor wir auf unser Zimmer zurückkehrten, um mit Sekt auf dem Balkon anzustoßen, irrten wir noch ein wenig um die Elbe herum. Ich hatte die Idee unseren Ausflug mit einem Geocache-Fund zu verbinden. Ein paar hundert Meter vom geparkten Auto entfernt haben wir uns an ein Baumloch gepirscht und mit einem geschickten Griff ins Innere den Cache in der Hand gehabt. Begutachtet, geloggt und wieder zurückgelegt, schlossen wir so unseren Sonnabend mit einem weiteren tollen Erlebnis ab.

In der Pension kräftigten wir uns erst einmal mit dem Abendbrot, welches zur Halbpension gehörte, bevor wir die letzten Sonnenstrahlen des Abends auf unseren Gesichtern einfangen wollten.

Am Sonntagmorgen waren wir früher wach als wir gedacht haben, so dass wir früh in den Tag starten konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück versuchten wir uns an zwei bzw. drei weiteren Caches, die ich wahllos in der Umgebung gewählt hatte, bevor ich mein GPS-Gerät mitnahm. Trauriger Weise waren zwei davon Microcaches und ein weiterer verschollen. Wir wanderten sicher mindestens eine halbe Stunde erfolglos durch den Wald. Dennoch hatten wir so die Gelegenheit die ganze Umgebung von Königstein kennenzulernen. Hinzu kommt noch, dass wir unglaublich viel lachen konnten. Es hat mir so viel Spaß gemacht mit meiner Freundin auf die Suche zu gehen und ihr Interesse zu sehen. Es ist schön so etwas gemeinsam zu machen.

Im Anschluss an unsere erfolglosen Geocaching-Versuche fuhren wir nach Dresden, um unserem Ausflug eine ordentliche Portion Kultur hinzuzufügen. Nachdem wir erschrocken die Hochwassermarkierungen der Elbe in Königstein sahen, interessierte uns die Lage in Dresden. Wir parkten in der Innenstadt und starteten unseren Rundgang beim Starbucks an einem großen Platz. Ich musste mich für die Querfeldeinwanderungen am Morgen bedanken. Mit einem heißen Kaffee bewaffnet zogen wir so durch die Altstadt.
Die Vorhersagen deuteten auf einen bewölkten Sonntag hin, was sich idealer Weise nicht bewahrheitete. Trotz des blauen Himmels und der strahlenden Sonne war es allerdings noch frisch. Wir mussten unsere Wege so wählen, dass wir nicht im Schatten unterwegs waren. Durch den Dresdener Zwinger gingen wir an der Semper Oper vorbei durch die Gassen zur Elbe. Je später es wurde, desto mehr Menschen füllten die Straßen.
Bevor wir an der Frauenkirche vorbei zum Auto zurückkehrten, kräftigten wir uns noch mit einer warmen Mahlzeit in der Sonne vor einem Restaurant. Wie schon am Sonnabend waren wir wieder den ganzen Tag auf den Beinen an der frischen Luft unterwegs. Was wir in der Arbeitswoche nicht schaffen, haben wir an diesem Wochenende nachgeholt.
Da der Verkehr noch nicht allzu dicht war, kamen wir zeitig wieder zu Hause an.

Lachs im Schlauch

24. Februar 2012

Am Mittwoch erschien ich erst spät im Büro, da mein Feierabend geplant erst spät beginnen sollte. Mit diesem späten Beginn hatte sich mein Tagesrythmus, was die Essenszeiten angeht, entsprechend verschoben.

Im Laufe des Arbeitstages erhielt ich von meiner Liebsten eine E-Mail mit der Frage, was wir zum Abendbrot essen möchten.

Ich hatte bis zu dieser Nachricht noch nichts warmes gegessen, so dass ich spontan ans Kochen dachte. Mit dem Vorsatz etwas gesundes, kalorienarmes zu kochen, ergoogelte ich mir spontan ein Fischgericht.
„Lachsschnitzel auf Zitronen-Broccoli“ stach mir sofort ins Auge. Wenig Zutaten, eine einfache Zubereitung und eine interessante Geschmackskombination. Die Zubereitung im Bratschlauch war etwas, dass ich noch nie zuvor versucht hatte.

Nur ein paar hundert Meter von meiner Arbeit entfernt gibt es einen tollen Fischladen, bei dem ich 800g Lachs kaufte. Die restlichen Zutaten gab es gleich daneben beim Kaisers. Das mir an der Kasse einfiel, dass ich den Bratschlauch vergessen hatte, versprach etwas Improvisation bei der Zubereitung.

Während meine Freundin noch unterwegs war, nutzte ich ihre Küche, um mich dieser Herausforderung zu stellen. Ich halte mich weder für einen guten Koch, noch für besonders talentiert. Ich tue mich immer schwer bei der Zubereitung, den richtigen Geschmack zu treffen. Vor allem wundere ich mich über mich selbst, weil ich momentan sehr viel Spaß am gemeinsamen Kochen habe. Es bereitet mir eine unglaubliche Freude zu zweit zu kochen und gemeinsam zu genießen.

Das „Lachsschnitzel auf Zitronen-Broccoli“ wird mir relativ wenig Aufwand zubereitet. Die meiste Zeit habe ich damit zugebracht, den Broccoli zu schneiden. Die restlichen Zutaten waren mit wenigen Handgriffen vorbereitet und verrührt.
Die eigentliche Kreation entwickelte sich anschließend, durch das aufeinanderschichten der einzelnen Bestandteile. Da mir nun ein Bratschlauch fehlte, musste ich auf Alufolie zurückgreifen.

Etwas unsicher, ob das Ergebnis genauso werden würde, wie es das Rezept versprach, füllte ich meinen doppelt zusammengelegte Alu-Folien-Bratschlauch.
Die Zwiebel-Broccoli-Mischung als Basis, darauf die frischen Zitronenscheiben, gedeckelt durch die Lachsfilets und bestrichen mit der Senf-Creme-fraiche-Marinade, lief uns schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.

Nach einer halben Stunde Garzeit im Backoffen öffneten wir voller Erwartung den Alu-Kokon. Der Duft, der uns aus der Alu-Folie entgegenstieg, in Kombination mit dem saftigen durchgegarten Lachs, verschlug uns die Sprache. Das Experiment war gelungen.

So konnten wir den Abend mit einem phantastischen Abendmahl, einem süffigen Weißwein bei Kerzenschein und anregenden Gesprächen ausklingen lassen. Der Lachs zerging zart auf der Zunge und die Zitronenscheiben übertrugen ihre Frische auf den Broccoli darunter. Dies war die perfekte Art einen schönen Abend gemeinsam einzuläuten.

 

Das Rezept: Lachsschnitzel auf Zitronen-Broccoli (4 P.; 485 kcal.)

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Glückseeligkeit

4. Januar 2012

Auf Freude folgte Wut, auf Wut folgte Schweigen, auf Schweigen folgte Glückseeligkeit.
So in etwa ließe sich mein vergangenes halbes Jahr beschreiben. Ich war lange Zeit nicht in der Lage, in Worte zu fassen was ich dachte. Es gab nichts, was ich schreiben wollte oder worüber ich schreiben konnte. Nun kommt von Tag zu Tag der Wunsch zurück, mich mitteilen zu wollen. Ich möchte gerne von meinem empfundenen Glück schreiben und darüber wodurch es ausgelöst wird.

Ich glaube nicht an Seelenverwandtschaft, aber ich war immer der Überzeugung, dass es einen Menschen auf dieser Welt gibt, dessen Persönlichkeit die Lücken füllt die in mir klaffen.
Man spricht von „sich riechen können“, von Chemie und stellt Vergleiche mit Kochgeschirr an und meint am Ende damit die absolute Harmonie zweier Individuen. Dieses Empfinden habe ich hier und jetzt.

Selbst in diesem Augenblick fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden, die einerseits den Tatsachen gerecht werden und andererseits in diesem Blog veröffentlicht werden können.

Ich bin glücklich und verliebt. Verliebt in eine phantastische Frau. Ich fühle mich verstanden, akzeptiert, geborgen und geliebt.
Wenn ich schreibe, dass ich mich seit Wochen nicht richtig konzentrieren kann, drückt es vielleicht am ehesten aus, was in mir vorgeht. In diesem Augenblick kann ich glücklich sein, verstehen, geben, Zweisamkeit genießen und lieben. Ich habe eine Frau an meiner Seite, die so bisher immer nur in meinen Träumen existierte. Nun ist sie real und ich kann ihr all das geben und mir ihr all das teilen, was ich mir immer gewünscht habe. Meine Gedanken sind erfüllt mit ihrem Lachen und dem Strahlen ihrer Augen.

Diese Worte sind für Dich mein Engel. Sie kommen von Herzen. Du hast meine Schreibblockade gelöst.

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fremdgefahren im Harz

21. September 2011

Es fehlt nicht mehr viel bis ich die 60.000 km mit meiner Bandit knacke … da kann ich die Suzi langsam als „alte Lady“ bezeichnen. Wir haben schon eine Menge zusammen durchgemacht und trotz der Probleme in den letzten Wochen fahre ich sie immer noch gerne.

Nun hoffe ich, dass sie mir mein Fremdfahren vom letzten Wochenende nicht übel nimmt. Auf der Fahrschulausfahrt im Harz, hatte ich die Gelegenheit, mal einen Tag am Gasgriff einer BMW F 800 R zu drehen.
Eine Bekannte zog, auf Grund eines schweren Unfalls, den Sozius ihres Mannes, dem Selbstfahren vor und so sollte die BMW Mutterseelen allein auf dem Parkplatz in Stolberg stehen bleiben.

Da Steffie mittlerweile schon zwei Jahre ohne Motorrad an den Ausfahrten teilnimmt, sah ich die Chance ihr den langweiligen Soziusplatz zu ersparen und sie stattdessen wieder selbst, rum zu touren zu lassen.

Ohne große Erwartungen lies ich den Kommentar fallen „das es doch schade wäre, die BMW ungenutzt stehen zu lassen“. Das mir die Fahrt damit sofort angeboten wird, hätte ich nicht erwartet, wenn auch erhofft. Danke für das Vertrauen.

Etwas verdattert bekam Steffie von all dem nichts mit, so dass sie meinen Spruch „ich hätte ihr ein Motorrad besorgt“ für einen Scherz hielt. Winkend hielt ich ihr die Schlüssel der Bandit entgegen und sie grinste über beide Ohren. Die Freunde bestätigte Katrin in der richtigen Entscheidung, mir ihre BMW zu überlassen.

Mit dieser Vorgeschichte reihte ich mich in mitten der Biker-Gruppe ein und tourte am Sonnabend der 32. Koenitzer Fahrschulausfahrt einen Tag durch den Harz nahe dem Kyffhäuser.

Statt einer ruhigen, gutmütigen Vierzylinder-Maschine, wollte der quirlige Zweizylinder etwas getreten werden. Das hervorstechendste Merkmal und gleichzeitige Argument für die BMW ist der Sound. Die Suzi schnurrt etwas charakterlos vor sich hin, wogegen die BMW ordentlich kernig klingt. Diverse Fehlzündungen zauberten hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht und ich lies hin und wieder die Lücke zum Vordermann wachsen, um mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Die Leistung der BMW ist nur unwesentlich höher, aber der Sound macht Spaß.
Weniger Spaß machte mir die Sitzbank und die Haltung. Die Haltung ist Vorderradorientierter und sorgte für ein paar Schmerzen im linken Arm nach dem Wochenende. Die Oberfläche der Sitzbank ist meiner Meinung nach eine einzige Katastrophe. Glattes Leder das mich nach jedem Bremsvorgang an die Tankattrappe drückt gehört sofort runter gerissen.

Alles in allem eine nette Maschine und definitiv eine gute Erfahrung. Im Endeffekt bleibe ich aber bei meinem Wunsch BMW R 1200 GS Adventure oder zumindest F 800 GS. Btw. Suche immer noch den Sponsor dafür. @BMW Ich fahre auch um die Welt für euch.

Ansonsten war die Ausfahrt in den Harz wieder ein Highlight. Im Grunde sind diese Wochenenden, schöne Familientreffen im Kreis von lieben Menschen. Ich freue mich immer alle wiederzusehen. Von Freitag bis Sonntag gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Es macht jedes Mal Spaß.
Die Mühen der Organisation sind immer zu spüren und lassen diese Ausfahrten zu tollen Erlebnissen werden.
Stolberg lohnt sich immer wieder für eine Rückkehr. Eine schöne, kleine, alte Stadt mit einem unvergleichlichen Charme. Dazu leckeres Essen, eine tolle Unterkunft und super Wetter. Was wollen wir mehr? Die Ausfahrt war absolut gelungen.

 

zwangsverheiratet

25. August 2011
Das eine SMS durchaus zu einer schlaflosen Nacht führen kann, musste ich gestern erfahren. Eigentlich ist eine Hochzeit ein freudiges Ereignis, doch bei mir löste die Nachricht darüber nur Entsetzen, Mitleid und Bedauern aus.

In der Zeit die ich in Sochi verbrachte lerne ich eine fröhliche, charmante, intelligente, junge abchasische Studentin von gerade einmal 22 Jahren kennen. Sie stand nur wenige Tage vor den Abschlussprüfungen ihres Sprachstudiums. Sie studierte Deutsch und Englisch, was schon für ein gewisses Maß an Weltoffenheit und Interesse für andere Kulturen spricht. Ich erlebte sie mehrere Tage sehr aufgeschlossen und interessiert. Sie lebte während ihrer Studienzeit in einem Hostel, in das Touristen und Reisende ein und aus gingen. Im Prinzip hatte sie so Kontakt zur Welt. Sie hatte Träume und Hoffnungen.

Am Tag unserer Verabschiedung erzählte sie mir, dass ihre Eltern sie im kommenden Jahr verheiraten wollen. Das sie sich eine andere Zukunft vorstellt teilte sie mir ebenfalls mit. Ich verstand ihren Zwiespalt. Ihre Jugend, ihre Freiheit und die Welt auf der einen Seite, die Liebe zu ihren Eltern auf der anderen.

Leider blieb mir in diesem Augenblick keine Zeit nach Details zu fragen, um meine Befürchtungen zu mildern. Ich konnte nur hoffen das sie ihren zukünftigen Mann schon länger kennt und das sie die Zeit nutzen kann, ihre Eltern von einem anderen Weg zu überzeugen.

Nach ihrer letzten Prüfung musste sie nach Abchasien zurückkehren und unser Kontakt brach ab. Erst nach meiner Rückkehr fand ich einen Weg, ihr eine E-Mail zu schicken, die sie vielleicht niemals lesen können wird. Ich verpackte all meine Gedanken in diese Nachricht, die ihr Stärke und Mut geben sollte. Ich wollte mich allerdings auch nicht in ihre Kultur einmischen. Im Grunde ist das aber schon passiert als wir uns kennenlernten.

Letzte Nacht erhielt ich diese dreizeilige SMS. Nur zwei Monate nachdem sie in ihre Heimat zurückkehrte. Der Inhalt lässt sich mit „I’m married woman“ zusammenfassen …

Ich befürchte, dass dies die letzte Nachricht von ihr gewesen ist und ich niemals wieder etwas von ihr höre. Ich weiß nicht warum ich gerade diese Nachricht erhalten sollte. In meinem Kopf drehen sich meine Gedanken um die Folgen.

Eine Kultur in der Eltern ihre Töchter, gegen ihren Willen verheiraten. Die nächsten Ereignisse sind im Prinzip schon in Stein gemeißelt. Demnächst wird sie ihrem Mann Kinder gebären und sich um die Versorgung kümmern müssen. Die Erziehung wird nach den Regeln des Mannes erfolgen, da es keinerlei Gleichberechtigung gibt. Aus einer fröhlichen, intelligenten, hübschen Akademikerin wird eine Hausfrau und Mutter, die ihre Träume niemals verwirklichen können wird.

Es ist traurig das „mitansehen“ zu müssen. Es tut mir leid.

Über den Dächern Berlins …

22. August 2011

Vorgestern wurde meine Nichte eingeschult … wie die Zeit vergeht …

Überraschender Weise fragte mich meine Schwester ob ich mich um Fotos kümmern könnte, während sie ihrer Tochter an diesem besonderen Tag die vollste Aufmerksamkeit zukommen lassen wollte. Das ich kein Fotograf bin war ihr klar. Leider zeigte sich das letzten Endes auch am Ergebnis. Meine Position in der Aula war gar nicht schlecht, doch ein älterer Herr positionierte sich so vor mir, dass das herausstechenste Bildelement immer eine Weißhaar-Tonsurglatze geworden wäre. Schon beim Fotografieren war ich mir dessen bewusst, so dass ich die Spiegelreflex hoch hielt um das Programm der Kinder aufzufangen. Leider kam es durch das Halten der schweren Kamera und das Auslösen in voller Armlänge über mir, viel zu oft zu Verwackelungen, die der Bildstabilisator nicht mehr kompensieren konnte. Ich denke aber das die Anzahl der Fotos ausreichte, um genügend brauchbare als Erinnerung zu behalten.

Ein Wunsch für 2011 war ja ein Fotografiekurs an dem ich hoffentlich im Oktober teilnehmen kann. Einen geeigneten Kurs habe ich schon gefunden.

So war ich diesen Sonnabend von früh bis spät auf den Beinen. Die Einschulungsfeier hatte meine Schwester gut organisiert. Es gab leckeres Essen, schönes Wetter und einen tollen Partyraum im Dachgeschoss ihres Wohnhauses. Die Kinderlieder in der Endlosschleife haben sicher den Einen oder Anderen Ohrwurm hinterlassen. Die Einschulungsfeier war schön kurzweilig und wir hatten viel Spaß.

 

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17. Juli 2011

… wäre ich nur nie zurückgekommen. Ich hasse das alles hier.

Seit dem ich zurück bin geht alles den Bach runter. Das Ganze kommt einer Verschwörung gleich. Mir werden Dinge vorgeworfen, die ich nicht gemacht habe und ich stehe völlig alleine da.

Die Kontakte brechen zusammen und ich kann nix dagegen tun, das Wetter ist der absolute Dreck und ich weiß nicht wo mir der Kopf steht. Ich krieg echt keinen klaren Kopf und muss dagegen kämpfen, dass der ganze Mist in meinem Kopf die Oberhand gewinnt …

 

Hier sollte eigentlich ein Artikel stehen, der von meiner tollen Reise berichtet, mir ist aber momentan gar nicht nach jubeln.

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