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Archiv für die Kategorie ‘Icke’

Klassentreffen 2014 – Stop der Vorbereitungen

31. März 2014 Kommentare ausgeschaltet

Wo ich im vergangenen Jahr noch motiviert war, in der ersten Jahreshälfte 2014 ein Klassentreffen zu organisieren, kristallisiert sich im Augenblick heraus das aus diesem Vorhaben nichts wird. Der vorgesehene Termin steht in etwa eineinhalb Monaten an und es gibt weder einen Veranstaltungsort, noch eine vollständige Kontaktliste. Leider gab es auch nur eine Hand voll Rückmeldungen auf meine Nachricht im Januar.

Da bei mir große Projekte anstehen und mein Terminkalender voll ist, würde ich das Klassentreffen nach 20 Jahren hiermit erst einmal zurückstellen und mich von der Planung zurückziehen. Eventuell könnte ich im Herbst einen erneuten Anlauf nehmen und ein Treffen im Winter einplanen. Derzeit kann ich die Zeit einfach nicht aufbringen.

Sofern sich jemand dem Thema annehmen möchte, kann ich gerne die dürftigen Informationen weitergeben, die mir zur Verfügung stehen. Freiwillige vor!

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20 Jahre später … 2014 neues Klassentreffen

4. Juli 2013 Kommentare ausgeschaltet

Verrückt wie die Zeit rennt. Kaum versieht man sich, sind wieder fünf Jahre vergangen.

Im kommenden Jahr 2014 sind wir bereits 20 Jahre aus der 10. Klasse raus. Zeit ein Klassentreffen zu machen. Da ich immer viel Spaß an der Planung und der Organisation habe, beschäftigen mich erste Gedanken um das Treffen.

Zu allererst geht es darum Termine abzuklopfen. Diejenigen die mittlerweile weit entfernt leben, können mir mitteilen, wann sie in 2014 in Deutschland sind. Denjenigen die eh nahe beieinander wohnen fällt die Anreise deutlich leichter. Die Ausgewanderten müssen meist Urlaub nehmen, um einen Tag hier zu sein.

Ist der Termin ein wenig eingegrenzt, kann die Planung fortgesetzt werden. Ort, Teilnehmer, Benachrichtigungen, Versorgung, Unterhaltung usw.

Das Jahr bis zum Treffen wird wie im Fluge vergehen und eh wir uns versehen sitzen wir zusammen …

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Norwegen 2013

4. Juli 2013 Kommentare ausgeschaltet

Zurück aus Norwegen …

Drei Wochen Campingurlaub im schönen Norwegen sind vergangen. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, etwas über Schottland im vergangenen Herbst zu berichten, da bittet schon der nächste Urlaub um einen Reisebericht.

Wir waren knapp drei Wochen im Camper über 5.500 km unterwegs. 90 % der besuchten Regionen hatte ich 2010 nicht gesehen. Statt das Land von Süd nach Nord zu durchfahren, haben wir uns den Süden, Osten und Fjord-Norwegen angeschaut. Man kann fast sagen, dass wir von jedem zurückgelegten Kilometer ein Foto haben, denn wir wurden nicht Müde die Eindrücke dieses Landes festzuhalten, um uns auch in Zukunft die Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen.

Meine Freundin hatte Norwegen noch nicht besucht und ich bin glücklich, dass sie dieses Land so empfunden hat, wie ich es ihr vorgeschwärmt habe. Die Tour mit dem kleinen Wohnmobil war unbeschreiblich schön. Ein Reisebericht kann diesen drei Wochen kaum gerecht werden, denn die vielen Eindrücke lassen sich kaum in Bildern oder Worten wiedergeben. Dennoch arbeite ich an einer Zusammenfassung, um euch einen Eindruck zu vermitteln. Im Juli gibt es auf www.weitenbummler.de einen neuen Reisebericht.

Im Anschluss muss ich mich um einen Bericht über Schottland kümmern.

Keine Zeit, keine Motivation, keine Sorgen

18. April 2013 Kommentare ausgeschaltet

Hier passiert schon länger nichts mehr. 
Ich muss mir wirklich fest vornehmen, demnächst etwas über unseren Schottland-Urlaub, über den Jahreswechsel in Berchtesgaden, unseren Umzug und unsere Norwegen-Vorbereitungen zu schreiben. Es gibt so viel zu erzählen, aber ich schiebe es immer vor mich hin.
Ich bin zufrieden und ausgelastet, daher bin ich wenig motiviert zu bloggen. Ich ändere das.

Geschichtstour in Südpolen

15. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Heute gibt es wieder einen kleinen Urlaubsrückblick auf den Juni 2012:

Während Polen und die Ukraine die Fußball Europameisterschaft 2012 ausrichteten, keimte die Idee den Süden Polens für ein paar Tage zu besuchen.
Unsere zweite Urlaubswoche war noch frei und statt uns wirklich nur im Umkreis der Hauptstadt zu erholen, überlegten wir einen spontanen Geschichtsausflug zu machen.

Die erste Station meines Abenteuers 2011 war der Ausschwitzbesuch bei etwa 30 Grad und brütender Sonne. Unter diesen Bedingungen konnte ich ein Jahr zuvor nicht alles sehen und dieser Gedenkstätte nicht den Respekt zollen den sie verdient hat.

Wir beschlossen also am 13. Juni 2012 nach Polen zu ein paar Camping-Tagen aufzubrechen, das KZ Ausschwitz und die Stadt Krakau zu besuchen. Unsere Ausrüstung verstaut und Lebensmittel gekauft, folgten wir der Richtung in die ich bereits ein Jahr zuvor aufgebrochen und für einen ganzen Monat nicht zurückgekehrt war.

Der See in Nysa sollte diesmal nicht als Ort dienen, an denen wir das Zelt aufschlagen wollten. Mit der Wettervorhersage im Kopf fuhren wir näher an Krakau heran. In Katowice hatte ich einen Campingplatz gefunden, der laut Internet die richtige Qualität haben sollte. Vor Ort zweifelte ich, da der Platz fast mitten in der Stadt lag und wenig idyllisch war. Nach einer Ehrenrunde in der Umgebung schlugen wir dennoch unser Zelt auf und begannen das Abendbrot zu kochen.

Dass die Wettertendenz oft gar nicht so falsch liegt, mussten wir erfahren als sich unser warmes Mahl im Kocher dem Siedepunkt näherte. Ohne eine sanfte Vorwarnung begann es innerhalb weniger Minuten heftigst zu regnen und für die ganze Nacht nicht mehr aufzuhören. Statt nahe am Zelt essen zu können, zogen wir uns in einen gemütlichen Gemeinschaftraum mit Fernseher zurück.
Da an diesem Abend das Spiel Deutschland – Niederlande stattfinden sollte war uns bewusst und somit kam uns diese Situation gelegen. Für das Spiel gesellten sich noch ein paar Holländer zu uns, so dass wir in einer kleinen internationalen Runde einen Fußballabend genießen konnten. Während der Partie spendeten wir den Anwesenden für jedes Tor ein Trost-Douplo.

Nachdem wir die Nacht trotz des Regens gut geschlafen haben, brachen wir am folgenden Morgen nach Oswiecim auf. Die Umgebung des KZ erkannte ich wieder, so dass ich meine Freundin führen konnte.

In 2011 war ich lediglich 10 Tage vorher da, doch an diesem Tag hielten sicher die Witterungsbedingungen die Besucher etwas zurück. Der Andrang im KZ war nicht ganz so groß, so dass wir in Ruhe unserem Guide und seinen Ausführungen folgen konnten. Aus dem Vortrag konnten wir entnehmen, dass wir völlig zufällig, auf den Tag genau 62 Jahre nach Eröffnung des KZ an diesen Ort gelangt waren.
Mir wurde schnell bewusst wie viel ich beim vergangenen Besuch ausgelassen hatte. Ich hatte zuvor vielleicht ein Drittel gesehen, doch diese Führung fügte all dem noch viele Schrecken hinzu. Die Tragweite war mir damals nicht so bewusst geworden, wie durch diese geführte Tour. Was uns unser kompetenter Guide zeigte war noch wesentlich grausamer als ich mir hätte vorstellen können.

Als wir mit dem Bus nach Birkenau fuhren wurden wir anfangs durch heftigen Platzregen aufgehalten, der die gesamte Anlage von den Besuchern leer fegte. Erst als der Regen nachließ konnten wir der Tour und unserem Guide weiter folgen.

Auf Details möchte ich hier gar nicht weiter eingehen, denn für reale Eindrücke sollte jeder dieses Mahnmal selbst besuchen und sich einen Bild von der Geschichte machen. Für die Tragweite dieses Geschichtsabschnitts gibt es kaum Worte, die das beschreiben, was hier getan wurde.

Nach der geführten Tour, komplettierten wir unseren Besuch noch um die weiterführenden Ausstellungen in den übrigen Gebäuden im Stammlager. Insgesamt waren wir sicher fünf Stunden in Ausschwitz unterwegs, bevor wir das Gelände mit einem flauen Gefühl und einem packen Geschichtsliteratur wieder verließen.

Da sich das Wetter besserte und die Aussichten für Freitag vielversprechend aussahen fuhren wir im Anschluss nach Krakau, um einen Schlafplatz für die Nacht zu finden.
Wir fütterten das Navi mit den Zielkoordinaten eines Campingplatzes und folgten den Anweisungen. Die Straßen wurden immer schlechter und enger und wie zweifelten am „Verstand“ des Garmin, doch führte es uns zuverlässig zum Eingang des Zeltplatzes. Als Bequemlichkeit wählten wir jedoch keinen Platz für das Zelt, sondern ein gemütliches Zimmer mit heißer Dusche.

Am Morgen des 15. Juni beluden wir wieder unser Auto, um ins Zentrum von Krakau zu fahren. Unser Ziel waren das Getto und die Fabrik von Oskar Schindler. Schindler ist den meisten aus dem Film Schindlers Liste bekannt, doch wo kann man sich besser mit Detailinformationen versorgen, als an dem Ort an dem vor rund 60 Jahren all das stattfand.
Dank einer multimedialen, interessanten und detaillierten Ausstellung konnten wir Wissenslücken auffüllen und uns mit Hintergrundinformationen versorgen. Es war interessant wie sich das Leben in dieser Zeit in Krakau so radikal veränderte.

Nachdem wir die Informationen der Ausstellung in uns aufsogen, beschlossen wir das sonnige Wetter zu genießen und in die Jetzt-Zeit zurückzukehren.
Das alte Stadtzentrum im Visier stellten wir das Auto in einer Seitenstraße ab, um über den großen Platz in Krakau zu flanieren. Die Größe und das Leben beeindruckten uns. Hunderte oder tausende Menschen genossen den Nachmittag an diesem Ort, fuhren mit prächtigen Pferdekutschen durch die Altstadt, saßen in Cafe‘s und fieberten den Fußballereignissen in diesem Land entgegen. Überall sahen wir Fahnen die auf dieses Ereignis hindeuteten oder Menschen in bunten Trikots durch die Gassen spazieren.

Später als wir gegessen und uns mit Souvenirs eingedeckt hatten, beschlossen wir am Südrand der Stadt erneut einen Campingplatz aufzusuchen, um bei schönstem Wetter das Zelt aufzuschlagen.
Während das noch feuchte, aber nicht durchnässte Zelt in der Sonne trocknete, genossen wir unser mitgebrachtes Abendbrot und ein paar einheimische Biere.
Um uns herum standen nur wenige andere Zelte und die weitläufige Anlage wirkte charmant und erholsam auf uns.

Am Sonnabend wurde es dann Zeit für uns die Heimreise anzutreten. Wir packten in Ruhe die Ausrüstung zusammen und fuhren die etwa 650 km Autobahn in die Heimat zurück. Auf der Rückfahrt genossen wir die ausgelassene Stimmung polnischer und tschechischer Fußballfans die in Breslau ihre Mannschaften anfeuern wollten. Überall jubelten die Leute und Rot-Weiß dominierte die Autos. Selbst die McDonalds-Crew trug die nationalen Farben.

Aus eigener Erfahrung und Erlebnissen während dieser vier Tage in Polen können wir bestätigen, dass Fußball freundliche und fröhliche Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenbringen kann. Das reicht vom gemeinsamen Public Viewing auf Zeltplätzen bis hin zum freundschaftlichen Händedruck konkurrierender Fans im Fastfood-Restaurant.

Manch einer Mag sich fragen warum wir uns solche Ziele freiwillig im Urlaub suchen, ich frage dagegen eher wieso diese Frage überhaupt entsteht.

Meine Freundin und ich hatten einen tollen Urlaub, genau nach unseren Vorstellungen.

Wossi

27. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Manchmal geschehen Dinge schneller als man denkt. Seit Mittwoch bin ich nun gemeldeter Schöneberger.
Nun muss morgen noch der Umzug über die Bühne gehen, dann ich habe wieder meine sieben Sachen beisammen.

Der Haken unter dieser Aufgabe ist dabei wesentlich wichtiger, als das Zusammentragen meines Hausrats. Ich vermisse nichts. Wir optimieren im Grunde nur ein wenig. Ich fühle mich zu Hause in Schöneberg wohl …

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Odysee Kabelanschluss

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Mit dem Umzug meines Hausrats, wollte ich auch meinen Telefon- und Internetanschluss umziehen. All die Jahre war ich ein glücklicher Kabel Deutschland Kunde, der nie durch Störungen enttäuscht wurde und vom guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt war.
Ich hätte die verhängnisvolle Frage nach dem Umzug meiner Verträge in die neue Wohung nie stellen dürfen.

Telefonisch meldete ich Ende Juni 2012 meinen Umzug nach Schöneberg. Der freundliche Hotline-Mitarbeiter prüfte online die Verfügbarkeit und versicherte mir, dass mein Kabelanschluss problemlos mitziehen könnte. Genau zwei Dinge merkte er, beim erfassen der neuen Daten, an: erstens der Kabelanschluss ist nicht Teil der Nebenkosten und müsste somit extra bezahlt werden und zweitens, da die TV-Dose in der Wohnung und der Hausanschluss noch nicht Rückkanalfähig ist, müsste Kabel Deutschland die Genehmigung bei der Hausverwaltung holen, diese umrüsten zu dürfen.

Meine Freundin amüsierte sich darüber, welchen hohen Stellenwert der TV- und Internetanschluss bei mir hat und darüber wie früh ich mich doch um diese Themen kümmerte.

Als ich diesen Umzug beauftragte, war ich erst einmal zufrieden. Kabel Deutschland bestätigte umgehend den Auftrag, bestellte einen Techniker für die Installation des rückkanalfähigen Anschlusses und gratulierte mir am 28. Juni zum umgezogenen HD-Premium-Vertrag.
Kabel Deutschland war zu diesem Zeitpunkt scheinbar schneller als die noch nicht umgezogene Technik. Für meinen Fernseher hatten wir erst den Umzug erst am 8. Juli vorgesehen und planmäßig auch durchgeführt.

Den Fernseher ausgepackt und im neuen zu Hause aufgestellt, nahm die Odysee mit dem Anschluss des Antennenkabels an die Kabel-Dose ihren Lauf. „Kein Signal“ ist seitdem das prämierte HD-Angebot das ich vom größten Kabelanbieter Deutschlands erhalte.

Ich zögerte nicht einmal eine Stunde, diese Tatsache als Störung zu melden. Mit diesem Telefonat stellte sich schon heraus, dass die Wohnung offensichtlich gar nicht angeschlossen ist (meine Freundin hatte zuvor immer die Hausantenne mit DVB-T an der zweiten TV-Dose genutzt). Freundlich wurde mir angeboten einen eigenen Techniker zu bestellen, der die Wohnung anschließt oder einen Techniker von Kabel Deutschland für 99 Euro zu beauftragen. Ich war sauer …

Für den Folgetag hatte ich mir frei genommen, um die Technik in der Wohnung aufzubauen und zu verkabeln. Die Situation erforderte es dann zusätzlich weitere Information zur Verkabelung einzuholen. Im Keller habe ich den Anschlusskasten für die Hausverkabelung gefunden, in dem die Kabelschaltung für die Wohnung erfolgen müsste. Aufkleber auf der grauen Box verwiesen auf „RKS Kabel Service Berlin GmbH“ mit der Warnung das ein unberechtigter Zugriff verboten ist. Die aufgedruckte Rufnummer funktionierte nicht, so dass ich im Internet forschen musste, wer dahinter steckt.

Schnell fand ich eine aktuelle News-Meldung auf der Telecolumbus-Webseite die besagte, dass RKS jetzt Telecolumbus heißt. Beim folgenden Telefonat mit der Technik-Hotline hatte ich nur einen äußerst schlecht geschulten Mitarbeiter am Telefon der noch nie etwas von RKS gehört hatte und gleich alle Schotten dicht machte, nachdem seine Verfügbarkeitsanzeige ihn als nicht zuständig deklarierte, ich „Kabel Deutschland“ in den Mund nahm und bejahte, dass ich keinen Vertrag mit Telecolumbus habe.

Frustriert griff ich wieder zum Telefon und rief meinen ach so tollen deutschen Kabelprovider an und klagte zum wiederholten Male, dass meine TV Dose nicht funktioniert. Die inkompetente Mitarbeiterin am Apparat verwies mich an den 99 Euro Techniker und stellte sich doof. Ich wartete also fünf Minuten bis mein Kaffee heiß war und lies diesem Anruf einen weiteren Folgen.
Der KD-Mitarbeiter den ich nun am Telefon hatte, recherchierte einige Minuten intern und kam dann mit dem glorreichen Vorschlag ich solle doch in irgend einem weißen Kasten nahe meiner Wohnung zwei Schalter in die Mitte schieben, dann müsste die Kabel-Dose funktionieren. In meinem besonderen Fall sollte das funktionieren und ich wäre sogar berechtigt dies selbst durchzuführen.

Auf der Suche nach dem passenden Kasten fand ich im Hausflur lediglich den Adapter für die Wohnung der in den Kabelschacht führte, einen Verteiler im Keller, der aufgeschraubt nur ein Kabelknäul enthielt und den besagten RKS-Kasten der nicht zu öffnen war.
Statt mich weiter aufzuregen wartete ich nun bis zum Donnerstag den 12. Juli. An diesem Tag sollte der von Kabel Deutschland beauftragte Techniker erscheinen, um den Kabelanschluss fit für’s Telefon und den Internetanschluss zu machen. Wenn diese beiden Dienste funktionieren, dann sollte auch die Kabeldose für’s Fernsehen funktionieren.

Der Techniker erschien überpünktlich, zückte sein Messgerät und wollte erst einmal die Empfangsqualität der Kabeldose prüfen. Wo allerdings „Kein Signal“ für den Fernseher ankommt, wird auch sein Messgerät nichts anzeigen.
Auf dem folgenden Weg in den Keller versorgte ich ihn mit meinen bisherigen Informationen. Ein Blick auf die versperrte, graue RKS-Box im Keller verflog die Zuversicht aus seinem Gesicht. Diverse Schlüssel durchprobierend und dem Kommentar das er die Box nicht aufbrechen wird, griff er zum Telefon. Zwei Telefonate später bestätigte der Techniker mir, dass der Hausanschluss Telecolumbus gehört und er nichts tun könne. Nun sollten zwei Informationen fließen: ich stellte eine Anfrage beim Hausmeister, wer der zuständige Kabelprovider für den Hausanschluss ist und der Techniker informierte Kabel Deutschland, dass der Hausanschluss Telecolumbus gehört und die Schaltung nicht möglich ist. Wilde Szenarien wie Kabel abschneiden und eine zweite Box drum herum legen usw. folgten im Gespräch, aber änderten nichts an der Lage, knapp 14 Tage nach dem Vertragsumzug funktioniert nichts.

Frustriert, enttäuscht und verärgert fuhr ich zu Conrad Elektronik um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Zurück in der Wohnung bemerkte ich einen Brief von meinem unfähigen Kabelprovider: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen zu Hause … ihr Telefon- und Internetanschluss ist jetzt umgezogen … wir berechnen Ihnen eine Bereitstellungsgebühr von 29,90 Euro“.

Dieser Brief brachte das Fass zum überlaufen. Die Frau der Hotline mit der ich im Folgenden sprach, unterbrach ich unentwegt, warf ihr vor wie frech deren Schreiben sind und das hier rein gar nichts funktioniert. Nach 15 Minuten legte sie auf …

Mit der Information, dass ein Telecolumbus-Anschluss einen Kabel Deutschlandvertrag unmöglich macht, wartete ich nicht die Rückmeldung des Technikers ab und kündigte schriftlich meine Verträge. Zuvor meldete sich der Hausmeister zurück und teilte mir, mit das der Hausanschluss Telecolumbus gehört. Hätte sich KD bei der Hausverwaltung informiert, so wie es im allerersten Umzugsgespräch einforderten, hätten sie es also wissen müssen.

Parallel habe ich dann einen Vertrag für alle gewünschten Dienste bei Telecolumbus abgeschlossen. Ich hätte die Verträge gerne online bei Telecolumbus abgeschlossen, aber die Verfügbarkeitsprüfung auf der Webseite verhindert das. Nur der Hinweis „rechter Seitenflügel“ am Telefon befähigt die Mitarbeiter zur Aussage, dass ein Anschluss möglich ist. Vor dem Onlinevorteil sperren sie sich aber, trotz dieser absurden Situation. Nur fünf bis zehn Tage warten, dann könnte alles funktionieren.

Mittlerweile sind sieben Werktage vergangen. Kabel Deutschland ist trotz der Fakten immernoch unfähig die Folgen intern zu klären und Telecolumbus zeigt ebenfalls seine Unfähigkeit.
Der Vertragsabschluss bei Telecolumbus ging völlig verloren. Statusmeldungen waren nicht möglich da ich ja keine Kundennummer oder Auftragsbestätigung erhalten habe.

Als so fünf Tage verschenkt waren habe ich erneut Verträge abgeschlossen und hartnäckig gewartet bis ich am Telefon eine Kunden- und Auftragsnummer genannt bekommen habe. Erfreulicher Weise meldete sich im Laufe des Nachmittags auch ein Techniker, der mir einen Installationstermin am 25. Juli angeboten hat.

In der Zwischenzeit habe ich unzählige weitere Gespräche mit Kabel Deutschland geführt und  mit jedem Telefonat einen weiteren inkompetenten, entscheidungsunwilligen Hotline-Mitarbeiter am Hörer. Jeder Gesprächspartner vertröstet mich mit einem unklaren Bearbeitungstand in der Fachabteilung, einer Weiterleitung an einen anderen Mitarbeiter, einer weitergeleiteten E-Mail oder der Aussage das irgendetwas fehlt, was offensichtlich nur die Gehirnzellen des Mitarbeiters sind.

Der Höhepunkt sind dann noch offensichtliche Funktionsstörungen ihrer Telefonanlage, bei dem die von Kabel Deutschland geschaltete Weiterleitung ein Gespräch eines anderen Hotline Mitarbeiters unterbricht, der mich dann anblafft wo denn der Anrufer hin ist und was ich in der Leitung mache. Das mir das völlig egal ist und ich jetzt das Gespräch führen möchte, stößt am anderen Ende auf Unverständnis.

To be continued … mal schauen wo diese Never Ending Story hinführt. Gerne zur c’t Vorsicht Kunde.

Ach so, ich bin immernoch dafür das Privatpersonen Unternehmen abmahnen und mit Mahngebühren belegen können. Vielleicht recherchieren diese Unternehmen dann im Vorfeld ein bisschen und ziehen sich nicht jeden möglichen Vertrag an Land, den sie in die Finger bekommen. Auf die Informationen können sie ja offensichtlich doch irgendwie zugreifen.

Visit Manchester

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Im Augenblick gibt es soviel zu erzählen, doch nur wenig Zeit zum Schreiben. Na ja, die Zeit habe ich eigentlich schon, doch fange ich damit meist etwas sinnvolleres an.

Ich möchte bei der Gelegenheit weiter von meinen Urlaubserlebnissen schreiben. Zwar sind in der Zwischenzeit schon wieder über eineinhalb Monate vergangen, aber meine Erinnerungen sind immernoch frisch.

Nachdem unser Urlaub mit dem Ärzte-Konzert eingeläutet wurde, konnten wir am Nachmittag des 3. Juni unseren Flieger nach Manchester besteigen. Eigentlich war dieser Kurztrip gar nicht geplant, doch die ungeplanten Unternehmungen sind oft auch die Besten.
Für vier Tage sollte es für mich, das erste Mal nach England gehen. Wo ich fast ganz Osteuropa schon besucht habe, habe ich im Westen doch noch großen Nachholbedarf.
Fast zwei Stunden flogen wir durch den bewölkten Himmel bevor wir im Westen Englands zur Landung ansetzten. Am Flughafen nur kurz wartend holte uns eine Freundin direkt am Terminal ab. Schon die Fahrt in unsere „Unterkunft“ war äußerst interessant. Ich konnte vorne sitzen und somit gleich das Gefühl beim Autofahren erleben. Links sitzen ohne das Auto zu lenken ist auf jedenfall merkwürdig.

Wir konnten bei der Freundin meiner Liebsten unterkommen, während wir in England waren. Das anstehende Queen Jubiläum und eine kleine „Einweihnungsparty“ in ihrer neuen Wohnung waren der Anlass unseres Besuchs.

In der Wohnung angekommen, beschränkten wir uns auf einen kurzen Rundgang, um dann gleich in ein Restaurant aufzubrechen. Unsere Mägen knurrten und ich freute mich auf echtes englisches Essen.
Anders als in Deutschland wird das Bestellte zwar gebracht, die Bestellung läuft aber an der Bar ab. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, selbst das Essen zu bestellen. Wo sonst habe ich die Gelegenheit mit richtigen Muttersprachlern zu sprechen, wenn nicht in England.
Das Essen war richtig gut. Als Desert habe ich mir Sticky Toffee Pudding empfehlen lassen und wurde nicht enttäuscht. Dieser süße „Schokokuchen“ in Kombination mit dem Eis, waren köstlich. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es lange nicht der Beste war.

Am Folgetag besuchten wir das Zentrum von Manchester. Das Wetter war herrlich, nicht kalt und die die Sonne ließ sich oft blicken.
Unsere Einkaufsmission war die Dekoration für das Queen Jubiläum und ein erster Eindruck vom englischen Alltag. Bei der Gelegenheit konnte ich mir gleich, die mir fehlende Sonnenbrille als Souvenier aus Manchester mitbringen.
Auf dem Weg durch die Stadt hinterließen wir noch Glückwünsche für die Queen und schossen jede Menge Fotos.

Am Nachmittag konnte ich mit meiner Freudin als besten Manchester-Guide noch jede Menge andere Attraktion sehen.
Das alles etwas größer und pompöser ist war am Trafford Centre deutlich zu sehen. Eine riesige Mall Nahe der Autobahn M60. Schon witzig, wenn ein Einkaufszentrum ein Highlight der Stadt ist.

Auf dem Weg zurück zur Wohnung führte uns der Bus am Manchester United und am Manchester City Stadion vorbei. Da wir aber definitiv öfter in die alte Heimat meiner Freundin zurückkehren werden, verzichteten wir darauf nach diesem Langen Tag auf den Beinen, noch auszusteigen.

Meine Freundin fühlt sich in Manchester wie zu Hause. Sie hat hier viele Jahre gelebt und gearbeitet. In den wenigen Tagen unseres Aufenthalts, konnte sie mir so zeigen, wo sie gewohnt hat und ihrer Arbeit nachgegangen ist. Zu dem Erzählten kamen somit Bilder und Eindrücke hinzu, so dass ich mehr von allem verstehe.

Am Folgetag beschränkten wir uns auf das Shoppen im Tesco gegenüber, darauf Fähnchen schwenkend vor dem Fernseher der Queen zuzujubeln und der kleinen „Party“ mit den Gästen. Ich kann nun sagen, dass ich in England war während die Queen ihr 60. Jubiläum feierte. Es ist beeindruckend was eine einzelne Person für eine Anziehungskraft auf die Menschen ausüben kann.

Den Einkauf bei Tesco an diesem Tag, muss ich allerdings genauso zu den Erlebnissen zählen. Eine riesige Supermarkthalle in der es im Grunde alles gibt. Von XXL-Packungen, über leckere Geburtstagstorten für Kinder bis hin zu frisch zubereiteten Mahlzeiten für die Mittagspause. Das Angebot ist in Deutschland nicht annähernd so umfangreich.

Am dritten Tag unseres Aufenthalts in England, hatten wir vor mit dem Bus nach Leeds zu fahren. Eine Freundin studiert dort in der Universität. Idealer Weise konnten wir mit diesem Ausflug weitere Eindrücke des Landes in uns aufsaugen.
Es ist schön nicht mehr alleine reisen zu müssen und jemanden dabei zu haben, der dieser Region so nahe steht.

Auf der Fahrt durch das weitläufige Manchester, stellte ich wiederholt in den wenigen Tagen fest, dass mir der Charme dieser Stadt durchaus gefällt. Niedrige kleine Backsteinhäuser mit gepflegten, sauberen Vorgärten und jede Menge freundliche Menschen um uns herum.
Etwa eine Stunde fuhren wir über das Land nach Leeds. Schon auf dieser relativ kurzen Strecke konnte ich mehr vom Land sehen, als ich erwartet hätte. Eine tolle, hügelige Landschaft mit weiten, tiefen Tälern. Das Grün der Hügel ist auch hier durchzogen von diesen alten Bruchsteinmauern. Schon jetzt freue ich mich darauf, das Land später mehr zu erkunden.

In Leeds trafen wir uns am Busbahnhof zum Rundgang durch die Stadt. Diese Universitätsstadt hat definitiv eine längere Geschichte als das relativ junge Manchester. Wo man hinguckt alte Gebäude und beeindruckende Fassaden. Unsere studentische Begleitung führte uns über das gesamte Universitätsgelände, welches quasi einer Stadt in der Stadt gleicht.
Dank ihrer Hilfe konnten wir selbst eine alte, phantastische Bibliothek besichtigen, die wir ohne sie nicht gesehen hätten.
In der Stadt haben wir noch lecker gegessen und Souveniers für die Familien daheim gekauft.

Am vierten Tag unseres Englandaufenthalts beschränkten wir uns am Morgen auf’s Packen. Am frühen Nachmittag sollte unser Flug von Liverpool zurück in die Heimat starten, so dass wir noch eine Busfahrt vor uns hatten.
Wir konnten am Morgen nach in Ruhe frühstücken und uns mit einem Freund im Cafe in Manchester treffen. Wir konnten den Vormittag so noch sinnvoll nutzen und ich feststellen, dass Englisch mit Akzent doch deutlich schwieriger ist, als meine Erfahrungen der vorangegangenen Tage.

Mein erster Eindruck von England ist wirklich toll. Ich wurde nicht enttäuscht und habe definitiv Lust auf mehr. Ich bin gespannt was wir noch in England erleben und sehen können. Mit einer so tollen Begleitung an meiner Seite, bin ich mir sicher das ich sowohl häufig, als auch gerne zurückkehren werde.

Coffee & Cachen

21. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet

Als wir im März auf einem Ausflug im Elbsandsteingebirge waren, habe ich meiner Liebsten einmal gezeigt, was es mit dem Geocachen auf sich hat. Mangels Vorbereitung meinerseits hatte ich viel Glück, sie nicht gleich zu verschrecken. Ihr erster Cache war gleich ein Volltreffer und machte Lust auf mehr.

Seit dem sind etwa zwei Monate vergangen und wir haben bereits drei Caches gemeinsam gefunden und viel Spaß an den gemeinsamen Spaziergängen gehabt.

Für den vergangenen Sonnabend hatten wir einen Geocaching-Tag mit Freunden unter dem Motto „Coffee & Cachen“ geplant.
Um nicht in der Stadt, in Mauerritzen oder hinter verschmutzten Ecken suchen zu müssen, hatte ich die Müggelberge ausgesucht. Begrenzt durch den Müggelsee im Norden und dem Langen See im Süden, gibt es in dem weitläufigen Waldgebiet im Südosten Berlins einige Caches zu finden.

Zwei von uns Fünf waren bisher noch nie mit dieser modernen Schnitzeljagd in Berührung gekommen. Um den Tag also mit Erfolgserlebnissen zu beginnen, haben wir mit zwei einfachen traditionellen Caches begonnen. Dieser kleine Einstieg war ideal, um das einfache Prinzip zu verstehen und das Interesse zu wecken.

Das diesen simplen Caches eine Herausforderung folgen musste war vorhersehbar. Bevor wir uns allerdings an eine schwierigere Aufgabe machen wollten, kehrten wir zuerst an einem Imbiss am Ufer des Müggelsee’s ein. Ein deftiger Snack musste dafür sorgen, dass wir den Rest des Nachmittags bei Kräften bleiben.

Bei idealen Wetterbedingungen parkten wir das Auto nahe am Müggelturm und genossen zu allererst die Aussicht über den Südosten Berlins. Von dort ist es möglich viele Kilometer in alle Richtungen zu schauen. Wo sich unser nächster Cache versteckt, war durch das dichte Blätterdach der Bäume unter uns allerdings nicht zu erkennen.

Die zehn Stationen des Multicaches sollten erarbeitet werden und so machten wir uns auf den Weg zu den Startkoordinaten.
Am Beginn dieser größeren Runde mussten wir feststellen, dass sich gleich die erste Aufgabe relativ schwierig gestaltete. Die Koordinaten unseres zweiten Ziels waren unvollständig. Wir irrten einige Minuten umher, eh wir mit vereinten Kräften die Aufgabe lösten. Ein aufmerksamer Blick in Richtung des Hinweises lieferte uns das nächste Ziel.

Von da an arbeiteten wir uns Station für Station vor, um uns den Aufgaben vor Ort zu stellen. Es galt jedes Mal die Koordinaten des nächsten Stages zu ermitteln. Aufmerksamkeit, logisches Denken und Teamwork führten uns immer einen Schritt weiter.
Zwischen den Stationen genossen wir die herrlichen Temperaturen, scherzten und lachten auf unserem Weg durch den Wald.

Unser finales Ziel lag weit vom Weg ab, mitten im Dickicht des Waldes. Zur Belohnung zogen wir eine große Kiste aus ihrem Versteck und loggten unseren Fund. Wir haben allerdings nichts entnommen und mussten somit auch nichts zurücklassen.

Euphorisch über den Erfolg machten wir uns auf den Heimweg. Ein ganzer Nachmittag voll frischer Luft und Bewegung in der Natur zehrte an den Kräften, so dass wir beschlossen den Abend mit Grillfleisch ausklingen zu lassen.

So wie wir den Tag begonnen haben, haben wir ihn auch mit gemeinsam beendet. Während in der Küche frischer Salat zubereitet wurde, habe ich am Elektrogrill auf dem Balkon Fleisch und Würste gebraten. Kombiniert mit kühlen Getränken ging ein schöner, aktiver, gemeinsamer Tag im Kreis von Freunden und viel Spaß zu Ende.

Dem allgemeinen Feedback nach hatten alle viel Spaß und würden sich über eine Fortsetzung freuen. Das gefällt mir.

Lachs im Schlauch

24. Februar 2012 Kommentare ausgeschaltet

Am Mittwoch erschien ich erst spät im Büro, da mein Feierabend geplant erst spät beginnen sollte. Mit diesem späten Beginn hatte sich mein Tagesrythmus, was die Essenszeiten angeht, entsprechend verschoben.

Im Laufe des Arbeitstages erhielt ich von meiner Liebsten eine E-Mail mit der Frage, was wir zum Abendbrot essen möchten.

Ich hatte bis zu dieser Nachricht noch nichts warmes gegessen, so dass ich spontan ans Kochen dachte. Mit dem Vorsatz etwas gesundes, kalorienarmes zu kochen, ergoogelte ich mir spontan ein Fischgericht.
„Lachsschnitzel auf Zitronen-Broccoli“ stach mir sofort ins Auge. Wenig Zutaten, eine einfache Zubereitung und eine interessante Geschmackskombination. Die Zubereitung im Bratschlauch war etwas, dass ich noch nie zuvor versucht hatte.

Nur ein paar hundert Meter von meiner Arbeit entfernt gibt es einen tollen Fischladen, bei dem ich 800g Lachs kaufte. Die restlichen Zutaten gab es gleich daneben beim Kaisers. Das mir an der Kasse einfiel, dass ich den Bratschlauch vergessen hatte, versprach etwas Improvisation bei der Zubereitung.

Während meine Freundin noch unterwegs war, nutzte ich ihre Küche, um mich dieser Herausforderung zu stellen. Ich halte mich weder für einen guten Koch, noch für besonders talentiert. Ich tue mich immer schwer bei der Zubereitung, den richtigen Geschmack zu treffen. Vor allem wundere ich mich über mich selbst, weil ich momentan sehr viel Spaß am gemeinsamen Kochen habe. Es bereitet mir eine unglaubliche Freude zu zweit zu kochen und gemeinsam zu genießen.

Das „Lachsschnitzel auf Zitronen-Broccoli“ wird mir relativ wenig Aufwand zubereitet. Die meiste Zeit habe ich damit zugebracht, den Broccoli zu schneiden. Die restlichen Zutaten waren mit wenigen Handgriffen vorbereitet und verrührt.
Die eigentliche Kreation entwickelte sich anschließend, durch das aufeinanderschichten der einzelnen Bestandteile. Da mir nun ein Bratschlauch fehlte, musste ich auf Alufolie zurückgreifen.

Etwas unsicher, ob das Ergebnis genauso werden würde, wie es das Rezept versprach, füllte ich meinen doppelt zusammengelegte Alu-Folien-Bratschlauch.
Die Zwiebel-Broccoli-Mischung als Basis, darauf die frischen Zitronenscheiben, gedeckelt durch die Lachsfilets und bestrichen mit der Senf-Creme-fraiche-Marinade, lief uns schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen.

Nach einer halben Stunde Garzeit im Backoffen öffneten wir voller Erwartung den Alu-Kokon. Der Duft, der uns aus der Alu-Folie entgegenstieg, in Kombination mit dem saftigen durchgegarten Lachs, verschlug uns die Sprache. Das Experiment war gelungen.

So konnten wir den Abend mit einem phantastischen Abendmahl, einem süffigen Weißwein bei Kerzenschein und anregenden Gesprächen ausklingen lassen. Der Lachs zerging zart auf der Zunge und die Zitronenscheiben übertrugen ihre Frische auf den Broccoli darunter. Dies war die perfekte Art einen schönen Abend gemeinsam einzuläuten.

 

Das Rezept: Lachsschnitzel auf Zitronen-Broccoli (4 P.; 485 kcal.)

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