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Archiv für die Kategorie ‘Leute, Leute …’

Never ending story …

6. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Halbzeit, Zwischenstand, … eigentlich dachte ich vergangene Woche ich hätte das Kabelanschluss-Thema endlich überstanden.

Letzte Woche erhielt ich Post von Kabel Deutschland, dass meine Verträge storniert wären. Nach unzähligen Telefonaten waren sie lediglich in der Lage einen Standard-Fünfzeiler aufzusetzen, um mich über die Stornierung zu informieren und das Kabelmodem mit der Androhung einer 60 Euro Rechnung einzufordern. Selbst für einen kostenlosen Retour-Schein waren sie sich zu gut. Jetzt muss ich deren Modem noch auf eigene Kosten zurückschicken.

Bis hierhin dachte ich daran, dieses Thema abhaken zu können.

Heute öffne ich mein Online-Konto und finde eine Abbuchung von 26,80 Euro von Kabel Deutschland vor. Das bei mir Schnappatmung einsetzte und ich in Null-Komma-Nix auf 180 bin sollte mittlerweile Verständlich sein.

Ich greife also zum Telefonhörer und rufe bei diesem Saftladen an. Was ich da am Telefon höre, raubt mir fast den Atem. Telefon und Internet sind zwar storniert, aber der TV-Anschluss läuft weiter. Kein Stück Logik gibt es dort. Wenn ich kein Telefon und Internet von Kabel Deutschland in dieser Wohnung bekommen kann, weil der Hausanschluss von Telecolumbus ist, wie soll ich dann Kabelfernsehen haben? „Ja, der Techniker hat uns noch keinen vollständigen Bericht geliefert.“

Was soll der Quatsch!? All das habe ich schon einen Monat lang gehört. Fast jeden Tag derselbe Mist, mit dem mir diese Hotline-Mitarbeiter das Ohr abkauen. Allesamt unfähig, eins und eins zusammenzuzählen.

Noch einmal langsam zum mitlesen: ich kann kein Fernsehen, nicht telefonieren und habe auch kein Internet. Kabel Deutschland ist zu inkompetent oder unwillig, mir all das zur Verfügung zu stellen. Das schlimme ist sie merken es nicht einmal.

Um Telecolumbus hier einmal direkt von Kabel Deutschland zu distanzieren. Nach einem kleinen Holperer am Anfang, habe ich innerhalb von drei Tagen alles bekommen was ich wollte. Zu einem tollen Preis und mit einer genialen Leistung. Von dieser Umsetzung könnte sich manch anderer Anbieter mal eine Scheibe abschneiden.

Odysee Kabelanschluss

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Mit dem Umzug meines Hausrats, wollte ich auch meinen Telefon- und Internetanschluss umziehen. All die Jahre war ich ein glücklicher Kabel Deutschland Kunde, der nie durch Störungen enttäuscht wurde und vom guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt war.
Ich hätte die verhängnisvolle Frage nach dem Umzug meiner Verträge in die neue Wohung nie stellen dürfen.

Telefonisch meldete ich Ende Juni 2012 meinen Umzug nach Schöneberg. Der freundliche Hotline-Mitarbeiter prüfte online die Verfügbarkeit und versicherte mir, dass mein Kabelanschluss problemlos mitziehen könnte. Genau zwei Dinge merkte er, beim erfassen der neuen Daten, an: erstens der Kabelanschluss ist nicht Teil der Nebenkosten und müsste somit extra bezahlt werden und zweitens, da die TV-Dose in der Wohnung und der Hausanschluss noch nicht Rückkanalfähig ist, müsste Kabel Deutschland die Genehmigung bei der Hausverwaltung holen, diese umrüsten zu dürfen.

Meine Freundin amüsierte sich darüber, welchen hohen Stellenwert der TV- und Internetanschluss bei mir hat und darüber wie früh ich mich doch um diese Themen kümmerte.

Als ich diesen Umzug beauftragte, war ich erst einmal zufrieden. Kabel Deutschland bestätigte umgehend den Auftrag, bestellte einen Techniker für die Installation des rückkanalfähigen Anschlusses und gratulierte mir am 28. Juni zum umgezogenen HD-Premium-Vertrag.
Kabel Deutschland war zu diesem Zeitpunkt scheinbar schneller als die noch nicht umgezogene Technik. Für meinen Fernseher hatten wir erst den Umzug erst am 8. Juli vorgesehen und planmäßig auch durchgeführt.

Den Fernseher ausgepackt und im neuen zu Hause aufgestellt, nahm die Odysee mit dem Anschluss des Antennenkabels an die Kabel-Dose ihren Lauf. „Kein Signal“ ist seitdem das prämierte HD-Angebot das ich vom größten Kabelanbieter Deutschlands erhalte.

Ich zögerte nicht einmal eine Stunde, diese Tatsache als Störung zu melden. Mit diesem Telefonat stellte sich schon heraus, dass die Wohnung offensichtlich gar nicht angeschlossen ist (meine Freundin hatte zuvor immer die Hausantenne mit DVB-T an der zweiten TV-Dose genutzt). Freundlich wurde mir angeboten einen eigenen Techniker zu bestellen, der die Wohnung anschließt oder einen Techniker von Kabel Deutschland für 99 Euro zu beauftragen. Ich war sauer …

Für den Folgetag hatte ich mir frei genommen, um die Technik in der Wohnung aufzubauen und zu verkabeln. Die Situation erforderte es dann zusätzlich weitere Information zur Verkabelung einzuholen. Im Keller habe ich den Anschlusskasten für die Hausverkabelung gefunden, in dem die Kabelschaltung für die Wohnung erfolgen müsste. Aufkleber auf der grauen Box verwiesen auf „RKS Kabel Service Berlin GmbH“ mit der Warnung das ein unberechtigter Zugriff verboten ist. Die aufgedruckte Rufnummer funktionierte nicht, so dass ich im Internet forschen musste, wer dahinter steckt.

Schnell fand ich eine aktuelle News-Meldung auf der Telecolumbus-Webseite die besagte, dass RKS jetzt Telecolumbus heißt. Beim folgenden Telefonat mit der Technik-Hotline hatte ich nur einen äußerst schlecht geschulten Mitarbeiter am Telefon der noch nie etwas von RKS gehört hatte und gleich alle Schotten dicht machte, nachdem seine Verfügbarkeitsanzeige ihn als nicht zuständig deklarierte, ich „Kabel Deutschland“ in den Mund nahm und bejahte, dass ich keinen Vertrag mit Telecolumbus habe.

Frustriert griff ich wieder zum Telefon und rief meinen ach so tollen deutschen Kabelprovider an und klagte zum wiederholten Male, dass meine TV Dose nicht funktioniert. Die inkompetente Mitarbeiterin am Apparat verwies mich an den 99 Euro Techniker und stellte sich doof. Ich wartete also fünf Minuten bis mein Kaffee heiß war und lies diesem Anruf einen weiteren Folgen.
Der KD-Mitarbeiter den ich nun am Telefon hatte, recherchierte einige Minuten intern und kam dann mit dem glorreichen Vorschlag ich solle doch in irgend einem weißen Kasten nahe meiner Wohnung zwei Schalter in die Mitte schieben, dann müsste die Kabel-Dose funktionieren. In meinem besonderen Fall sollte das funktionieren und ich wäre sogar berechtigt dies selbst durchzuführen.

Auf der Suche nach dem passenden Kasten fand ich im Hausflur lediglich den Adapter für die Wohnung der in den Kabelschacht führte, einen Verteiler im Keller, der aufgeschraubt nur ein Kabelknäul enthielt und den besagten RKS-Kasten der nicht zu öffnen war.
Statt mich weiter aufzuregen wartete ich nun bis zum Donnerstag den 12. Juli. An diesem Tag sollte der von Kabel Deutschland beauftragte Techniker erscheinen, um den Kabelanschluss fit für’s Telefon und den Internetanschluss zu machen. Wenn diese beiden Dienste funktionieren, dann sollte auch die Kabeldose für’s Fernsehen funktionieren.

Der Techniker erschien überpünktlich, zückte sein Messgerät und wollte erst einmal die Empfangsqualität der Kabeldose prüfen. Wo allerdings „Kein Signal“ für den Fernseher ankommt, wird auch sein Messgerät nichts anzeigen.
Auf dem folgenden Weg in den Keller versorgte ich ihn mit meinen bisherigen Informationen. Ein Blick auf die versperrte, graue RKS-Box im Keller verflog die Zuversicht aus seinem Gesicht. Diverse Schlüssel durchprobierend und dem Kommentar das er die Box nicht aufbrechen wird, griff er zum Telefon. Zwei Telefonate später bestätigte der Techniker mir, dass der Hausanschluss Telecolumbus gehört und er nichts tun könne. Nun sollten zwei Informationen fließen: ich stellte eine Anfrage beim Hausmeister, wer der zuständige Kabelprovider für den Hausanschluss ist und der Techniker informierte Kabel Deutschland, dass der Hausanschluss Telecolumbus gehört und die Schaltung nicht möglich ist. Wilde Szenarien wie Kabel abschneiden und eine zweite Box drum herum legen usw. folgten im Gespräch, aber änderten nichts an der Lage, knapp 14 Tage nach dem Vertragsumzug funktioniert nichts.

Frustriert, enttäuscht und verärgert fuhr ich zu Conrad Elektronik um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Zurück in der Wohnung bemerkte ich einen Brief von meinem unfähigen Kabelprovider: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen zu Hause … ihr Telefon- und Internetanschluss ist jetzt umgezogen … wir berechnen Ihnen eine Bereitstellungsgebühr von 29,90 Euro“.

Dieser Brief brachte das Fass zum überlaufen. Die Frau der Hotline mit der ich im Folgenden sprach, unterbrach ich unentwegt, warf ihr vor wie frech deren Schreiben sind und das hier rein gar nichts funktioniert. Nach 15 Minuten legte sie auf …

Mit der Information, dass ein Telecolumbus-Anschluss einen Kabel Deutschlandvertrag unmöglich macht, wartete ich nicht die Rückmeldung des Technikers ab und kündigte schriftlich meine Verträge. Zuvor meldete sich der Hausmeister zurück und teilte mir, mit das der Hausanschluss Telecolumbus gehört. Hätte sich KD bei der Hausverwaltung informiert, so wie es im allerersten Umzugsgespräch einforderten, hätten sie es also wissen müssen.

Parallel habe ich dann einen Vertrag für alle gewünschten Dienste bei Telecolumbus abgeschlossen. Ich hätte die Verträge gerne online bei Telecolumbus abgeschlossen, aber die Verfügbarkeitsprüfung auf der Webseite verhindert das. Nur der Hinweis „rechter Seitenflügel“ am Telefon befähigt die Mitarbeiter zur Aussage, dass ein Anschluss möglich ist. Vor dem Onlinevorteil sperren sie sich aber, trotz dieser absurden Situation. Nur fünf bis zehn Tage warten, dann könnte alles funktionieren.

Mittlerweile sind sieben Werktage vergangen. Kabel Deutschland ist trotz der Fakten immernoch unfähig die Folgen intern zu klären und Telecolumbus zeigt ebenfalls seine Unfähigkeit.
Der Vertragsabschluss bei Telecolumbus ging völlig verloren. Statusmeldungen waren nicht möglich da ich ja keine Kundennummer oder Auftragsbestätigung erhalten habe.

Als so fünf Tage verschenkt waren habe ich erneut Verträge abgeschlossen und hartnäckig gewartet bis ich am Telefon eine Kunden- und Auftragsnummer genannt bekommen habe. Erfreulicher Weise meldete sich im Laufe des Nachmittags auch ein Techniker, der mir einen Installationstermin am 25. Juli angeboten hat.

In der Zwischenzeit habe ich unzählige weitere Gespräche mit Kabel Deutschland geführt und  mit jedem Telefonat einen weiteren inkompetenten, entscheidungsunwilligen Hotline-Mitarbeiter am Hörer. Jeder Gesprächspartner vertröstet mich mit einem unklaren Bearbeitungstand in der Fachabteilung, einer Weiterleitung an einen anderen Mitarbeiter, einer weitergeleiteten E-Mail oder der Aussage das irgendetwas fehlt, was offensichtlich nur die Gehirnzellen des Mitarbeiters sind.

Der Höhepunkt sind dann noch offensichtliche Funktionsstörungen ihrer Telefonanlage, bei dem die von Kabel Deutschland geschaltete Weiterleitung ein Gespräch eines anderen Hotline Mitarbeiters unterbricht, der mich dann anblafft wo denn der Anrufer hin ist und was ich in der Leitung mache. Das mir das völlig egal ist und ich jetzt das Gespräch führen möchte, stößt am anderen Ende auf Unverständnis.

To be continued … mal schauen wo diese Never Ending Story hinführt. Gerne zur c’t Vorsicht Kunde.

Ach so, ich bin immernoch dafür das Privatpersonen Unternehmen abmahnen und mit Mahngebühren belegen können. Vielleicht recherchieren diese Unternehmen dann im Vorfeld ein bisschen und ziehen sich nicht jeden möglichen Vertrag an Land, den sie in die Finger bekommen. Auf die Informationen können sie ja offensichtlich doch irgendwie zugreifen.

Das Ende war noch nicht vorbei

26. Juni 2012 Kommentare ausgeschaltet

Manche Ereignisse kündigen sich schon (halbe) Jahre vorher an und sorgen für eine andauernde Vorfreude.

So wurde im vergangenen Jahr die Die Ärzte Tour 2012 „Das Ende ist noch nicht vorbei“ und das neue Album angekündigt. Als es dann soweit war und die Konzerttickets im Vorverkauf standen, waren sie ebenso schnell ausverkauft. Mir blieb somit nichts anderes übrig, als die Tickets bei eBay zu überhöhten Preisen zu ersteigern, aber was tut man nicht alles dafür, die Beste Band der Welt auf der Bühne live zu sehen.

Am Freitag den 1. Juni war es endlich soweit. Voller Hoffnung beobachtete ich schon Tage zuvor die Wettervorhersage für den Konzertabend. Die Regenwahrscheinlichkeit sank zwar, aber nicht soweit, dass wir völlig sicher sein konnten wirklich trocken zu bleiben.

Das Konzert erfüllte meine Erwartungen vollkommen. Die Jungs waren gut drauf und alberten auf der Bühne herum, während die Fans die Band feierten. Als der Vorhang für die Ärzte fiel, stand die Menge in der Wuhlheide. Der Mix aus neuen und alten Titeln war gut. Selbst die Texte der Songs vom aktuellen Album wurden gelungen umgestaltet, so dass jede Menge Überraschungen beim Mitsingen dabei waren. Hin und wieder verloren sich die drei in unendlichen Ansagen, doch kreative Wortschöpfungen wie Klatschfutter, Busengarage oder Genitalbeatmung ließen nie Langeweile aufkommen.

Später am Abend spielten sie Himmelblau vom letzten Album und ich blickte gen Himmel und bemerkte, dass die Wolken tatsächlich verschwunden waren. Die vorhergegangenen Befürchtungen im Regen zu stehen bewahrheiteten sich nicht und wir konnten einen grandiosen Konzertabend erleben.

Die Band spielte jede Menge Titel der letzten beiden Alben und geizte ein ganz klein wenig mit den alten Hits, aber über ein fast dreistündiges Konzert kann man einfach nicht meckern. Danke für das tolle Konzert.

Als Ausbeute habe ich ein Tour-T-Shirt, Trinkbecher der aktuellen Tour und einen Live-Mitschnitt in Form einer Audio-Kassette mitnehmen können.

Harley Davidson mit Stützrädern

22. Juni 2012 2 Kommentare

Auf dem Weg vom Auto ins Stadtzentrum von Krakau, schlenderten wir vergangenen Freitag kleinere Straßen der polnischen Stadt entlang. Herrliches Wetter, jede Menge gute Laune und interessante Schaufensterauslagen machten den Weg in die Altstadt interessant.
Was ich zwischen den Auto’s am Straßenrand entdeckte, schien zuerst so unwirklich und lächerlich, dass wir unseren Augen kaum trauten. In einer Parklücke standen zwei sehr unterschiedliche, schwarze Harley Davidson. Eigentlich eine selbstbewusste Motorradmarke, aber was wir da vor uns hatten spottet jeder Beschreibung.
Eine Harley mit massiven Stützrädern … mit Nummernschild … kein Fake, sondern Tatsache. Die Polen haben einen eigenartigen Humor.
Mir fehlen die Worte, daher möchte ich nur noch die Fotos sprechen lassen.

 

Die Besten 08 … und überhaupt

1. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Gestern, nachdem wir die Karten schon fast ein Jahr hatten, waren wir endlich wieder auf einem Ärzte-Konzert.

Die beste Bänd der Welt tourte an diesem Wochenende durch die Wuhlheide und heizte 17.000 Fans auf der Kindl-Bühne ein. Das Konzert war schon beim Kauf ausverkauft und mehr Leute haben auch nicht reingepasst. Die Ärzte sorgen für Gänsehaut pur, als sie einen Top-Song nach dem anderen spielten. Teilweise verzichteten sie komplett auf den Text, da der eh von sämtlichen Besuchern gesungen wurde. Heute früh habe ich das dann auch deutlich gespürt. Vom mitsingen heiser und etwas erschöpft vom mitrocken während der drei Stunden.

In ihrer Heimatstadt gaben die Drei alles und brauchten um den Einsatz der Fans nicht lange bitten. Mit einer La-Ola nach der anderen forderten wir die Ärzte schon vor Konzertbeginn auf die Bühne. Farin erfand spontan eine Witz-La-Ola und bei den Sitz-La-Olas mitmachen zu können, war ein einmaliges Gefühl. 17.000 Fans die sich auf der Bühne setzten und wieder aufstanden und das in Form einer Welle, muss man gesehen haben. Hammer …

Da die Jungs am 12. Juli wieder in der Wuhlheide sind, werde ich zusehen noch Karten zu bekommen, um wieder dabei zu sein. Das lasse ich mir nicht entgehen. Sie sind und bleiben die Besten.

City-Hopping

5. Mai 2008 1 Kommentar

Richtig verrückte Aktionen mache ich nicht (mehr) ganz so oft, doch letzte Woche war die Zeit wieder einmal reif für Blödsinn. Ein Bekannter lud mich vor einiger Zeit zum „Tanz in den Mai“ nach Düsseldorf ein. Eine kleine Männerrunde, irgendwo auf einer Party in Düsseldorf, Bier trinken, Leute treffen, Spaß haben. Ich „kannte“ die Jungs zwar, hatte sie aber weder auf Fotos gesehen, noch jemals getroffen. Gegeben waren also: Spaß, neue Stadt, neue Leute, verrückt sein, da war ich spontan dabei. Ich habe den Urlaub und meine Ticktes gebucht und bin am letzten Apriltag nach Düsseldorf geflogen. Wir haben lecker Pizza gegessen, regionales Bier zur Einstimmung getrunken und haben uns ab etwa 21 Uhr auf der „Destination May“-Party rumgetrieben. Die Party in einem Hangar auf dem Düsseldorfer Flughafen statt.
Gegen sechs Uhr am ersten Maimorgen bin ich dann in meinen Schlafsack gekrochen und hatte eigentlich gehofft meinen „leichten“ Rausch auszuschlafen. Ein permanent bimmelnder Handyweckton hat mich dann nach nich einmal drei Stunden wieder aus dem Schlaf gerissen. Ein bissl frische Luft und ein starker Kaffee haben mich dann aber halbwegs auf Betriebstemperatur gebracht. Das anschließende, deftige Frühstück im Burghof am Rhein hat mir dann ausreichend Kraft für die Heimreise gegeben.
Bevor es jedoch wieder zum Flughafen ging, habe ich noch eine kleine Sightseeingtour durch Düsseldorf mitgenommen. Der Fernsehturm, das tolle Wetter und der klasse Ausblick waren ideal, um die Stadt zu besichtigen. Ich habe es mir nich nehmen lassen einen Eindruck von Land und Leuten mitzunehmen, wenn ich schonmal für nicht ganz 24 Stunden nach Düsseldorf fliege. Wann habe ich wieder mal die Chance …

Der Trip war absolut dekadent, doch irgendwann muss man sich auch einmal etwas gönnen.

Phase 0: Klassentreffen

16. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Vor einigen Tagen schwirrten meine Gedanken am Thema Klassentreffen vorbei. Da mich das Gedachte tatsächlich interessierte und irgendwie auch verblüffte, lies ich sie auch glatt zurückschwirren und am Thema verharren. Ich kann es kaum glauben, aber im kommenden Jahr 2009 bin ich bereits 15 Jahre aus der Oberstufe raus. Ganze 15 Jahre ist es her seit sich die Abiturienten von den Auszubildenden trennten. Ich musste mehrmals nachrechnen, weil ich es nicht fassen wollte. Irgendwie auch klar die meisten dürften jetzt die magischen 30 geknackt haben. Die Zeit vergeht rasend schnell, so schnell das ich die Idee aufgreifen muss, um mal über die Planung des Klassentreffens nachzudenken.

Im letzten Jahr hätten wir ja unser 10 jähriges Abi-Treffen feiern können, da sich jedoch niemand interessiert an mich wand, habe ich den Termin glatt verstreichen lassen. Ich bin nicht der alleinige Absolvent, so dass genügend ehemalige Schulkameraden ihre Hilfe hätten anbieten können. Schade eigentlich das es den meisten egal ist …

An einem Klassentreffen bin ich eindeutig mehr interessiert, was wiederrum bedeutet das ich mich darum kümmern werde. Die Zeit bis kommenden Sommer wird wieder rasend schnell vergehen, so dass ich schon sehr früh darum kümmern möchte. Vielleicht finden so auch unsere Auswanderer die Gelegenheit alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen. Meinen Kopf kann ich auf jeden Fall schon einmal qualmen lasssen. Ich denke da so an Fotosessions, Lehrer einladen, eventuell auch mal Partner und Kinder hinzuziehen und und und … ich sollte mal meine Kontakte nutzen und ein paar Ideen einholen. Schritt 1: Adressen checken und die Mailverteiler entstauben …

Wohlfühlgeschwindigkeit

8. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

… das trifft meine Einstellung zum Motorrad- oder Autofahren wohl am besten. Tatsächlich stammt diese Wortkreation nicht von mir. Der Trainer des Fahrsicherheitstrainings, an dem wir am Sonntag teilgenommen haben, brachte diesen Begriff der Gruppe nahe. Sämtlich sollten die Übungen vor allem in der Geschwindigkeit trainiert werden, bei der sich die Teilnehmer am wohlsten fühlen. Ich dachte das sich diese Einstellung auch generell auf den eigenen Fahrstil übertragen lässt. Zurückblickend bin ich eigentlich schon immer mit Wohlfühlgeschwindigkeit gefahren, ich hatte nur keinen Namen für mein Tempo.

Aber noch einmal zurück zum Fahrsicherheitstraining. Nach sechs Jahren war dies das zweite Training, an dem ich teilgenommen habe. Damals noch mit dem Auto, diesmal mit dem Motorrad und beide habe ich nicht bereut. Nirgends kann man so gut die eigenen Grenzen und die der Maschine testen, wie bei einem solchen Training. Vor allem erhält man ein kompetentes Feedback und praktische Hinweise, den eigenen Fahrstil zu optimieren. Vieles was während der Fahrstunden Thema war wurde hier vertieft, korrigiert und erweitert. Teils wurden auch Ängste oder Bedenken ausgemerzt und Irrglauben am Verhalten der Maschine aus dem Weg geräumt. Vor allem ist das ADAC-Training(-sgelände) mal eine Gelegenheit Dinge zu probieren, die einfach nicht auf die Straße gehören. Insgesamt werde ich ein solches Training gerne wiederholen und es vor allem auch empfehlen. Zwar sind wir Führerscheininhaber, berechtigt zu fahren, doch verbessern können die Meisten etwas. Letztendlich investiert man doch nur in sein eigenes Leben. Gelerntes wird man im Ernstfall vielleicht anwenden können und damit das eigene Leben oder das anderer retten.

Unsere Trainingsgruppe am Sonntagnachmittag vor dem Trainingszentrum des ADAC in Linthe.

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Heuchelei Weihnachten

12. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Derzeit ist alles viel zu chaotisch, um auch nur den geringsten Funken Weihnachten zu spüren. Unverständlich ist manchmal, wieso wir uns in dieser Gesellschaft eine Tradition termingerecht aufzwingen, wenn das Umfeld und der Alltag so gar nicht dazu passen. Im Prinzip heucheln wir uns allesamt etwas vor, was gar nicht ist. Die menschlichen Beziehungen mögen zwar herzlich und liebvoll sein, doch die Probleme des Alltags füllen unsere Köpfe bis zum äußersten Rand, so dass keinerlei Platz für Freude und Entspannung bleibt.
Wenn man jetzt aber anfangen würde zu jammern, dann hätte dies nur zur Folge, das anderen dieses Fest versaut werden könnte. Also spielen wir dieses Spiel, stellen einen Baum auf, dekorieren die Wohnung, bereiten etwas leckeres zum Essen zu und zwingen unsere Gesichtsmuskulatur dazu, etwas zu produzieren, was einem Lächeln gleicht. Spätestens am 27. Dezember prügelt der Hammer des Alltags dann wieder auf einem ein. Vielleicht sollte man Problemen und Forderungen auch mal Feiertage und Urlaub genönnen.

Mir kam bereits der Gedanke, das die Tradition des Schenkens zu Weihnachten lediglich eine Selbsterhaltungsmaßnahme ist. Eltern bringen ihren Kindern von Anfang an bei, wie sie einmal jährlich genügend Ablenkung vom Wahnwitz unserer Gesellschaft schaffen. Als Erwachsene haben wir zum Einen Freude am Schenken (ich jedenfalls) und somit genügend Ablenkung von allem drumherum. Zum Anderen wird man als Beschenkter abgelenkt, wenn man sich mit dem neuen Besitz beschäftigt und versucht, Herr über die Glückshormone zu werden.
Wenn ich darüber so nachdenke, ist dies doch ein gelungener Schachzug der Industrie und Wirtschaft. Die Wirtschaft provitiert vom Ablenkungsbedarf der Menschen vom Alltag. Im Umkehrschluss stecken der Gesetzgeber und die Wirtschaft unter einer Decke.

In diesem Sinne: rechter Mundwinkel zum rechten Ohr und der Linker zum linken Ohr … schon mal Frohe Weihnacht.

Achso, ich würde gerne einen Counter für graue Haare auf meine Website stellen, wenn jemand einen hat bitte melden.

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Unsinn des Lebens

21. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es liegt zwar schon wieder ein paar Jahre zurück seit dem ich „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen habe, doch heute fiel mir beim lesen einer Konzeption, ein absolut treffender Absatz aus diesem herrlichen Buch, ein …

Dieser Planet hat – oder besser gesagt, hatte – ein Problem, die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.

(Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis)

Manchmal sind die Dinge und Tätigkeiten mit denen wir uns Menschen Tag ein Tag aus beschäftigen so absurd, das ich nicht weis ob ich darüber lachen oder weinen soll. Ich kann mir gut vorstellen, dass die wenigen Naturvölker und Ureinwohner auf unserer Erde, sich köstlich über unsere „zivilisierte“ Gesellschaft amüsieren könnten.

Wir sind allesamt echte Scherzkekse. Haben wir nichts besseres zu tun?

 

Love is everything