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Archiv für die Kategorie ‘Weitenbummler’

Norwegen 2013

4. Juli 2013 Kommentare ausgeschaltet

Zurück aus Norwegen …

Drei Wochen Campingurlaub im schönen Norwegen sind vergangen. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, etwas über Schottland im vergangenen Herbst zu berichten, da bittet schon der nächste Urlaub um einen Reisebericht.

Wir waren knapp drei Wochen im Camper über 5.500 km unterwegs. 90 % der besuchten Regionen hatte ich 2010 nicht gesehen. Statt das Land von Süd nach Nord zu durchfahren, haben wir uns den Süden, Osten und Fjord-Norwegen angeschaut. Man kann fast sagen, dass wir von jedem zurückgelegten Kilometer ein Foto haben, denn wir wurden nicht Müde die Eindrücke dieses Landes festzuhalten, um uns auch in Zukunft die Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen.

Meine Freundin hatte Norwegen noch nicht besucht und ich bin glücklich, dass sie dieses Land so empfunden hat, wie ich es ihr vorgeschwärmt habe. Die Tour mit dem kleinen Wohnmobil war unbeschreiblich schön. Ein Reisebericht kann diesen drei Wochen kaum gerecht werden, denn die vielen Eindrücke lassen sich kaum in Bildern oder Worten wiedergeben. Dennoch arbeite ich an einer Zusammenfassung, um euch einen Eindruck zu vermitteln. Im Juli gibt es auf www.weitenbummler.de einen neuen Reisebericht.

Im Anschluss muss ich mich um einen Bericht über Schottland kümmern.

Geschichtstour in Südpolen

15. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Heute gibt es wieder einen kleinen Urlaubsrückblick auf den Juni 2012:

Während Polen und die Ukraine die Fußball Europameisterschaft 2012 ausrichteten, keimte die Idee den Süden Polens für ein paar Tage zu besuchen.
Unsere zweite Urlaubswoche war noch frei und statt uns wirklich nur im Umkreis der Hauptstadt zu erholen, überlegten wir einen spontanen Geschichtsausflug zu machen.

Die erste Station meines Abenteuers 2011 war der Ausschwitzbesuch bei etwa 30 Grad und brütender Sonne. Unter diesen Bedingungen konnte ich ein Jahr zuvor nicht alles sehen und dieser Gedenkstätte nicht den Respekt zollen den sie verdient hat.

Wir beschlossen also am 13. Juni 2012 nach Polen zu ein paar Camping-Tagen aufzubrechen, das KZ Ausschwitz und die Stadt Krakau zu besuchen. Unsere Ausrüstung verstaut und Lebensmittel gekauft, folgten wir der Richtung in die ich bereits ein Jahr zuvor aufgebrochen und für einen ganzen Monat nicht zurückgekehrt war.

Der See in Nysa sollte diesmal nicht als Ort dienen, an denen wir das Zelt aufschlagen wollten. Mit der Wettervorhersage im Kopf fuhren wir näher an Krakau heran. In Katowice hatte ich einen Campingplatz gefunden, der laut Internet die richtige Qualität haben sollte. Vor Ort zweifelte ich, da der Platz fast mitten in der Stadt lag und wenig idyllisch war. Nach einer Ehrenrunde in der Umgebung schlugen wir dennoch unser Zelt auf und begannen das Abendbrot zu kochen.

Dass die Wettertendenz oft gar nicht so falsch liegt, mussten wir erfahren als sich unser warmes Mahl im Kocher dem Siedepunkt näherte. Ohne eine sanfte Vorwarnung begann es innerhalb weniger Minuten heftigst zu regnen und für die ganze Nacht nicht mehr aufzuhören. Statt nahe am Zelt essen zu können, zogen wir uns in einen gemütlichen Gemeinschaftraum mit Fernseher zurück.
Da an diesem Abend das Spiel Deutschland – Niederlande stattfinden sollte war uns bewusst und somit kam uns diese Situation gelegen. Für das Spiel gesellten sich noch ein paar Holländer zu uns, so dass wir in einer kleinen internationalen Runde einen Fußballabend genießen konnten. Während der Partie spendeten wir den Anwesenden für jedes Tor ein Trost-Douplo.

Nachdem wir die Nacht trotz des Regens gut geschlafen haben, brachen wir am folgenden Morgen nach Oswiecim auf. Die Umgebung des KZ erkannte ich wieder, so dass ich meine Freundin führen konnte.

In 2011 war ich lediglich 10 Tage vorher da, doch an diesem Tag hielten sicher die Witterungsbedingungen die Besucher etwas zurück. Der Andrang im KZ war nicht ganz so groß, so dass wir in Ruhe unserem Guide und seinen Ausführungen folgen konnten. Aus dem Vortrag konnten wir entnehmen, dass wir völlig zufällig, auf den Tag genau 62 Jahre nach Eröffnung des KZ an diesen Ort gelangt waren.
Mir wurde schnell bewusst wie viel ich beim vergangenen Besuch ausgelassen hatte. Ich hatte zuvor vielleicht ein Drittel gesehen, doch diese Führung fügte all dem noch viele Schrecken hinzu. Die Tragweite war mir damals nicht so bewusst geworden, wie durch diese geführte Tour. Was uns unser kompetenter Guide zeigte war noch wesentlich grausamer als ich mir hätte vorstellen können.

Als wir mit dem Bus nach Birkenau fuhren wurden wir anfangs durch heftigen Platzregen aufgehalten, der die gesamte Anlage von den Besuchern leer fegte. Erst als der Regen nachließ konnten wir der Tour und unserem Guide weiter folgen.

Auf Details möchte ich hier gar nicht weiter eingehen, denn für reale Eindrücke sollte jeder dieses Mahnmal selbst besuchen und sich einen Bild von der Geschichte machen. Für die Tragweite dieses Geschichtsabschnitts gibt es kaum Worte, die das beschreiben, was hier getan wurde.

Nach der geführten Tour, komplettierten wir unseren Besuch noch um die weiterführenden Ausstellungen in den übrigen Gebäuden im Stammlager. Insgesamt waren wir sicher fünf Stunden in Ausschwitz unterwegs, bevor wir das Gelände mit einem flauen Gefühl und einem packen Geschichtsliteratur wieder verließen.

Da sich das Wetter besserte und die Aussichten für Freitag vielversprechend aussahen fuhren wir im Anschluss nach Krakau, um einen Schlafplatz für die Nacht zu finden.
Wir fütterten das Navi mit den Zielkoordinaten eines Campingplatzes und folgten den Anweisungen. Die Straßen wurden immer schlechter und enger und wie zweifelten am „Verstand“ des Garmin, doch führte es uns zuverlässig zum Eingang des Zeltplatzes. Als Bequemlichkeit wählten wir jedoch keinen Platz für das Zelt, sondern ein gemütliches Zimmer mit heißer Dusche.

Am Morgen des 15. Juni beluden wir wieder unser Auto, um ins Zentrum von Krakau zu fahren. Unser Ziel waren das Getto und die Fabrik von Oskar Schindler. Schindler ist den meisten aus dem Film Schindlers Liste bekannt, doch wo kann man sich besser mit Detailinformationen versorgen, als an dem Ort an dem vor rund 60 Jahren all das stattfand.
Dank einer multimedialen, interessanten und detaillierten Ausstellung konnten wir Wissenslücken auffüllen und uns mit Hintergrundinformationen versorgen. Es war interessant wie sich das Leben in dieser Zeit in Krakau so radikal veränderte.

Nachdem wir die Informationen der Ausstellung in uns aufsogen, beschlossen wir das sonnige Wetter zu genießen und in die Jetzt-Zeit zurückzukehren.
Das alte Stadtzentrum im Visier stellten wir das Auto in einer Seitenstraße ab, um über den großen Platz in Krakau zu flanieren. Die Größe und das Leben beeindruckten uns. Hunderte oder tausende Menschen genossen den Nachmittag an diesem Ort, fuhren mit prächtigen Pferdekutschen durch die Altstadt, saßen in Cafe‘s und fieberten den Fußballereignissen in diesem Land entgegen. Überall sahen wir Fahnen die auf dieses Ereignis hindeuteten oder Menschen in bunten Trikots durch die Gassen spazieren.

Später als wir gegessen und uns mit Souvenirs eingedeckt hatten, beschlossen wir am Südrand der Stadt erneut einen Campingplatz aufzusuchen, um bei schönstem Wetter das Zelt aufzuschlagen.
Während das noch feuchte, aber nicht durchnässte Zelt in der Sonne trocknete, genossen wir unser mitgebrachtes Abendbrot und ein paar einheimische Biere.
Um uns herum standen nur wenige andere Zelte und die weitläufige Anlage wirkte charmant und erholsam auf uns.

Am Sonnabend wurde es dann Zeit für uns die Heimreise anzutreten. Wir packten in Ruhe die Ausrüstung zusammen und fuhren die etwa 650 km Autobahn in die Heimat zurück. Auf der Rückfahrt genossen wir die ausgelassene Stimmung polnischer und tschechischer Fußballfans die in Breslau ihre Mannschaften anfeuern wollten. Überall jubelten die Leute und Rot-Weiß dominierte die Autos. Selbst die McDonalds-Crew trug die nationalen Farben.

Aus eigener Erfahrung und Erlebnissen während dieser vier Tage in Polen können wir bestätigen, dass Fußball freundliche und fröhliche Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenbringen kann. Das reicht vom gemeinsamen Public Viewing auf Zeltplätzen bis hin zum freundschaftlichen Händedruck konkurrierender Fans im Fastfood-Restaurant.

Manch einer Mag sich fragen warum wir uns solche Ziele freiwillig im Urlaub suchen, ich frage dagegen eher wieso diese Frage überhaupt entsteht.

Meine Freundin und ich hatten einen tollen Urlaub, genau nach unseren Vorstellungen.

Visit Manchester

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Im Augenblick gibt es soviel zu erzählen, doch nur wenig Zeit zum Schreiben. Na ja, die Zeit habe ich eigentlich schon, doch fange ich damit meist etwas sinnvolleres an.

Ich möchte bei der Gelegenheit weiter von meinen Urlaubserlebnissen schreiben. Zwar sind in der Zwischenzeit schon wieder über eineinhalb Monate vergangen, aber meine Erinnerungen sind immernoch frisch.

Nachdem unser Urlaub mit dem Ärzte-Konzert eingeläutet wurde, konnten wir am Nachmittag des 3. Juni unseren Flieger nach Manchester besteigen. Eigentlich war dieser Kurztrip gar nicht geplant, doch die ungeplanten Unternehmungen sind oft auch die Besten.
Für vier Tage sollte es für mich, das erste Mal nach England gehen. Wo ich fast ganz Osteuropa schon besucht habe, habe ich im Westen doch noch großen Nachholbedarf.
Fast zwei Stunden flogen wir durch den bewölkten Himmel bevor wir im Westen Englands zur Landung ansetzten. Am Flughafen nur kurz wartend holte uns eine Freundin direkt am Terminal ab. Schon die Fahrt in unsere „Unterkunft“ war äußerst interessant. Ich konnte vorne sitzen und somit gleich das Gefühl beim Autofahren erleben. Links sitzen ohne das Auto zu lenken ist auf jedenfall merkwürdig.

Wir konnten bei der Freundin meiner Liebsten unterkommen, während wir in England waren. Das anstehende Queen Jubiläum und eine kleine „Einweihnungsparty“ in ihrer neuen Wohnung waren der Anlass unseres Besuchs.

In der Wohnung angekommen, beschränkten wir uns auf einen kurzen Rundgang, um dann gleich in ein Restaurant aufzubrechen. Unsere Mägen knurrten und ich freute mich auf echtes englisches Essen.
Anders als in Deutschland wird das Bestellte zwar gebracht, die Bestellung läuft aber an der Bar ab. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, selbst das Essen zu bestellen. Wo sonst habe ich die Gelegenheit mit richtigen Muttersprachlern zu sprechen, wenn nicht in England.
Das Essen war richtig gut. Als Desert habe ich mir Sticky Toffee Pudding empfehlen lassen und wurde nicht enttäuscht. Dieser süße „Schokokuchen“ in Kombination mit dem Eis, waren köstlich. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es lange nicht der Beste war.

Am Folgetag besuchten wir das Zentrum von Manchester. Das Wetter war herrlich, nicht kalt und die die Sonne ließ sich oft blicken.
Unsere Einkaufsmission war die Dekoration für das Queen Jubiläum und ein erster Eindruck vom englischen Alltag. Bei der Gelegenheit konnte ich mir gleich, die mir fehlende Sonnenbrille als Souvenier aus Manchester mitbringen.
Auf dem Weg durch die Stadt hinterließen wir noch Glückwünsche für die Queen und schossen jede Menge Fotos.

Am Nachmittag konnte ich mit meiner Freudin als besten Manchester-Guide noch jede Menge andere Attraktion sehen.
Das alles etwas größer und pompöser ist war am Trafford Centre deutlich zu sehen. Eine riesige Mall Nahe der Autobahn M60. Schon witzig, wenn ein Einkaufszentrum ein Highlight der Stadt ist.

Auf dem Weg zurück zur Wohnung führte uns der Bus am Manchester United und am Manchester City Stadion vorbei. Da wir aber definitiv öfter in die alte Heimat meiner Freundin zurückkehren werden, verzichteten wir darauf nach diesem Langen Tag auf den Beinen, noch auszusteigen.

Meine Freundin fühlt sich in Manchester wie zu Hause. Sie hat hier viele Jahre gelebt und gearbeitet. In den wenigen Tagen unseres Aufenthalts, konnte sie mir so zeigen, wo sie gewohnt hat und ihrer Arbeit nachgegangen ist. Zu dem Erzählten kamen somit Bilder und Eindrücke hinzu, so dass ich mehr von allem verstehe.

Am Folgetag beschränkten wir uns auf das Shoppen im Tesco gegenüber, darauf Fähnchen schwenkend vor dem Fernseher der Queen zuzujubeln und der kleinen „Party“ mit den Gästen. Ich kann nun sagen, dass ich in England war während die Queen ihr 60. Jubiläum feierte. Es ist beeindruckend was eine einzelne Person für eine Anziehungskraft auf die Menschen ausüben kann.

Den Einkauf bei Tesco an diesem Tag, muss ich allerdings genauso zu den Erlebnissen zählen. Eine riesige Supermarkthalle in der es im Grunde alles gibt. Von XXL-Packungen, über leckere Geburtstagstorten für Kinder bis hin zu frisch zubereiteten Mahlzeiten für die Mittagspause. Das Angebot ist in Deutschland nicht annähernd so umfangreich.

Am dritten Tag unseres Aufenthalts in England, hatten wir vor mit dem Bus nach Leeds zu fahren. Eine Freundin studiert dort in der Universität. Idealer Weise konnten wir mit diesem Ausflug weitere Eindrücke des Landes in uns aufsaugen.
Es ist schön nicht mehr alleine reisen zu müssen und jemanden dabei zu haben, der dieser Region so nahe steht.

Auf der Fahrt durch das weitläufige Manchester, stellte ich wiederholt in den wenigen Tagen fest, dass mir der Charme dieser Stadt durchaus gefällt. Niedrige kleine Backsteinhäuser mit gepflegten, sauberen Vorgärten und jede Menge freundliche Menschen um uns herum.
Etwa eine Stunde fuhren wir über das Land nach Leeds. Schon auf dieser relativ kurzen Strecke konnte ich mehr vom Land sehen, als ich erwartet hätte. Eine tolle, hügelige Landschaft mit weiten, tiefen Tälern. Das Grün der Hügel ist auch hier durchzogen von diesen alten Bruchsteinmauern. Schon jetzt freue ich mich darauf, das Land später mehr zu erkunden.

In Leeds trafen wir uns am Busbahnhof zum Rundgang durch die Stadt. Diese Universitätsstadt hat definitiv eine längere Geschichte als das relativ junge Manchester. Wo man hinguckt alte Gebäude und beeindruckende Fassaden. Unsere studentische Begleitung führte uns über das gesamte Universitätsgelände, welches quasi einer Stadt in der Stadt gleicht.
Dank ihrer Hilfe konnten wir selbst eine alte, phantastische Bibliothek besichtigen, die wir ohne sie nicht gesehen hätten.
In der Stadt haben wir noch lecker gegessen und Souveniers für die Familien daheim gekauft.

Am vierten Tag unseres Englandaufenthalts beschränkten wir uns am Morgen auf’s Packen. Am frühen Nachmittag sollte unser Flug von Liverpool zurück in die Heimat starten, so dass wir noch eine Busfahrt vor uns hatten.
Wir konnten am Morgen nach in Ruhe frühstücken und uns mit einem Freund im Cafe in Manchester treffen. Wir konnten den Vormittag so noch sinnvoll nutzen und ich feststellen, dass Englisch mit Akzent doch deutlich schwieriger ist, als meine Erfahrungen der vorangegangenen Tage.

Mein erster Eindruck von England ist wirklich toll. Ich wurde nicht enttäuscht und habe definitiv Lust auf mehr. Ich bin gespannt was wir noch in England erleben und sehen können. Mit einer so tollen Begleitung an meiner Seite, bin ich mir sicher das ich sowohl häufig, als auch gerne zurückkehren werde.

Gebrabbel vom Motorradabenteuer

29. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Steffie hat bei all dem Umzugsstress die Zeit gefunden, ihre Infoseite online zu stellen. Ab dem 2. Juni 2011 vermittelt sie auf Brabbellounge.de, was ich ihr an Infos zukommen lasse. Ich habe schon eine passende App gefunden, mit der ich meien aktuelle GPS-Position komfortabel per SMS senden kann. Alle anderen Infos sende ich primär per SMS. Sofern ich an ein offenes W-Lan komme, gibt es auch schicke Fotos und eigene Beiträge aus der Ferne.

Steffie freut sich drauf, alle Leser des vergangenen Jahres, wieder auf ihrer Website willkommen zu heißen.

Hier gehts zur Abenteuerseite: Brabbellounge.de

Eigentlich schon weg …

18. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

In wenigen Tagen kann ich mit dem Countdown für mein nächstes Abenteuer beginnen. In zwei Wochen ist mein letzter Arbeitstag vorbei und alles was meinen bisherigen Alltag beherrschte, kann für einen Monat in Vergessenheit geraten.

Im Prinzip reise ich dann meinen Gedanken hinterher, denn mit denen bin ich eigentlich schon längst weg. Seit Wochen beschäftige ich mich in meiner Freizeit fast ausschließlich mit den Vorbereitungen. Meine Bandit kam gestern aus der Werkstatt zurück und ist nun mir stabilen Motorrschützbügeln ausgestattet, die sie hoffentlich vor großen Schäden bewahren. Heute habe ich die wichtigsten Lebensmittel eingekauft und zu allen anderen Ausrüstungsgegenständen auf den Wohnzimmerfußboden gepackt. Sobald die letzte Lieferung von Globetrotter ankommt, schieße ich mein Ausrüstungsfoto und verstaue alles in den Koffern und der Gepäckrolle.

Der einzigste was ich von diesem Zeitpunkt noch sehnsüchtig erwarte, ist aufzusatteln und den Motor zu starten, um min. 3500 km nach südosten zu fahren. Dann heißt es wieder … Weitenbummler on tour.

Steffie hat diesmal wieder zugesagt die Daheimgebliebenen, über ihre Webseite auf dem Laufenden zu halten. Wo ihr die Infos dann findet, schreibe ich noch hier und in meinem Reiseblog.

Weltreise-Bandit

11. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Eigentlich wollte ich mit diesem Bericht warten, bis meine Suzi auch noch mit Motorschutzbügeln versorgt ist, aber da das vergangene Wochenende sehr aufregend war, ziehe ich diesen Beitrag vor.

Ich war jetzt von Sonnabendvormittag an, jeden Tag bei meinen Eltern, um dort an meinem Motorrad zu schrauben. Statt wieder mit einer Textilhecktasche, auf Reisen zu gehen habe ich nun auf richtig gute Motorradalukoffer umgerüstet. An den Quick Lock Kofferträgern von SW-Motech sind nun zwei G+G Premium Alukoffer mit je 41 Liter montiert. Zusätzlich ist jeder Koffer mit einem 2 Liter Kanister ausgestattet, so dass ich ausreichend Wasser mit mir führen kann und Benzin auf Reserve habe. Die Befestigung basiert auf einer eigenen Lösung. G+G kann dafür aber auch einen guten Anbausatz zur Verfügung stellen.

Die Montage war eine kleine Odyssee, doch nach insgesamt netto nur 10 Stunden werkeln, kann sich das Ergebnis defintiv sehen lassen. Die Koffer haben eine Top-Qualität. Den Service und den super netten Kontakt mit den Herstellern kann ich nur weiter empfehlen. Wer also sehr stabile und durchdachte Alukoffer für einen sehr fairen Preis sucht, der sollte mal auf Motorradalukoffer.de vorbeischauen.

Hier ein paar Eindrücke vom Ergebnis:

Abenteuer 2011

13. März 2011 Kommentare ausgeschaltet

Wenn ich mir die Eckdaten meines Vorhabens betrachte, dann wirkt das ganze Projekt schon sehr verrückt. Ich habe insgesamt 32 Tage Zeit, um meine Abenteuerreise darin unterzubringen. Ich möchte auch dieses Jahr wieder allein mit dem Motorrad aufbrechen und Orte auf unserem Planeten besuchen, die viele noch nie gehört haben. Lange habe ich nach einem Ziel gesucht, dass sich mit einem Wort benennen lässt. Aus einer Reise nach Osten, wurde so der Wunsch das Schwarze Meer zu umrunden. Da dieses Vorhaben aber äußerst riskant zu sein scheint, wird eine vollständige Umrundung wohl Illusion bleiben. Realistischer scheint eine Reise nach Sochi in Russland und von dort aus eine Überquerung des Schwarzen Meeres nach Trabzon in der Türkei. Nun lässt sich dieses Reiseziel immernoch nicht mit einem Wort beschreiben, so dass sich durch Zufall ein neues Ziel ergeben hat: der Ararat.
Wenn ich nun die Eckdaten meiner Reise zusammenfasse, ergibt sich folgende Auflistung: ich fahre im Sommer 2011 allein mit dem Motorrad, nach Russland, um von dort aus das Schwarze Meer in die Türkei zu überqueren. Dort angekommen führt mich mein Weg in den östlichsten Zipfel des Landes zum Ararat, auf dem angeblich die Arche Noah strandete. Um viele Highlights der Türkei zu besuchen, reise ich etwa 3.000 km durch das Land, um von dort aus den Heimweg anzutreten. Insgesamt möchte ich 13 Länder durchqueren und in dieser kurzen Zeit etwa 10.000 km fahren. Ins Verhältnis gesetzt ist das eine Viertel Umrundung unsere Planeten in maximal 32 Tagen.
Problematisch an der Reise ist die Reise ins Ungewisse. Der Osten ist weniger berechenbar, als der Westen, was sich schon in der Planung zeigt. Ein Blick auf die Karte im Osten zeigt mehr Lücken als eine eine klare Routenführung. Wie auch im letzten Jahr habe ich einen groben Entwurf der Route zusammengestellt, um selbst eine Vorstellung der Tragweite zu bekommen. Im Grunde kann ich die Ausrüstung vom Nordkap fast identisch übernehmen. Wobei warme Kleidung ausschließlich für große Höhen in den Gebirgen erforderlich wird, ansonsten rechne ich eher mit großer Hitze. Um das Navigationsproblem in den Griff zu bekommen, schenke ich mir zum Geburtstag ein Garmin 62st und versorge mich mit einer Vielzahl von freien Karten. Was die Garmin-Karten nicht hergeben, werden OpenStreetMap-Karten auffüllen und ggf. werde ich mir noch eigene Karten aus Bilddaten zusammenstellen. Finanziell wird diese Reise eventuell günstiger. Die Materialbeanspruchung steigt dagegen enorm an, da die Straßenzustände durchaus katastrophal sein können. Die Suzi wird leiden und es wird an mir liegen, ihr leiden zu minimieren.
Meine ToDo-Liste ist noch unverändert. Ich muss noch die Dokumente organisieren, den Reißverschluss meine Speedpacks verstärken, eventuell noch Motorschutzbügel an der Bandit verbauen und ihr eine große Inspektion gönnen. Zur restlichen Ausrüstung müssen im Prinzip nur Nahrrungsmittel und verschiedenste Papierkarten hinzugefügt werden, der Rest ist vorhanden und brauchbar.

Der grobe Routenentwurf meines Abenteuers 2011:

Der Weitenbummler geht also wieder auf Reisen.

ToDo – zu erledigen

17. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Bis Ende März muss ich für meinen Abenteuerplan 2011 …

  • Visum und Einladung beauftragen
  • Internationalen Führerschein vom Bürgeramt holen
  • Internationalen Fahrzeugschein besorgen
  • Auslandskrankenversicherung abschließen
  • Zwischenziele heraussuchen

abenteuerliche Gedanken für 2011

15. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Früher fuhr man mit dem Finger auf der Landkarte herum, blätterte im Weltatlas oder drehte in Gedanken am Globus. Heute liegt das andere Ende der Welt nur einen Mausklick entfernt. Der Erfolg meiner Reise und der Effekt den sie hatte führt nur zu dem Schluss, dass ein ähnliches Abenteuer folgen muss.

Wenn ich „ähnlich“ schreibe, weiß ich genau was ich definitiv nicht möchte und andererseits hoffe. Alles was zu nah an den Gegebenheiten meines Alltags liegt es im Grunde tabu. Je abenteuerlicher die zukünftige Reise ist, desto wohler werde ich mich fühlen. Allein diese Parameter schließen viele Ziele aus, die fast durchgehend an die Himmelsrichtung Westen geknüpft sind. Halte ich mich mit „ähnlich“ an, über den Landweg, erreichbare Ziele, dann geht es ganz klar schnell gen Osten.

Spiele ich mit dem Mauszeiger in Google-Maps herum, wäre ein Abenteuer mit vergleichbaren Dimensionen eine Umrundung des Schwarzen Meeres. Rund 8000 km mit ca. 10 zu durchreisenden Ländern, wäre etwas das mir gefallen könnte. Tschechien, Slowenien, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Russland, Ukraine, Moldavien, Rumänien, Polen. Abenteuerlich wäre schon allein die Planung. In den meisten Ländern würde ich ohne Visum auskommen, aber gerade für das Wunschland Russland wäre eines nötig. Mein vor zwei Jahren teuer bezahlter Reisepass würde endlich seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Denke ich allein an die mir bekannten Berichte, an meine Seitenstraßenerfahrungen im Baltikum und daran wie tief die Schlaglöcher in Bulgarien waren, dann benötige ich als Grundvoraussetzung erst einmal eine robuste (Reise-)Enduro. Den Rest der Ausrüstung habe ich. Ein paar Karten, stabile Koffer, Visa, eine Vielzahl von Infos und es könnte losgehen. So einfach das klingt es scheitert am geeigneten Motorrad … Sponsoren meldet euch. 😉

Jetzt wo die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, bleibt viel Zeit über die Urlaubsplanung für das kommende Jahr nachzudenken.

Reisebericht – Skandinavien / Nordkap / Baltikum 2010

15. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

In der Zeit vom 24. Juli bis zum 11. August 2010 erfüllte ich mir den Traum, allein mit dem Motorrad zum Nordkap zu reisen. In diesen 19 Tagen legte ich eine Strecke von 8543 km zurück, campte wild, auf Campingplätzen oder trocknete meine Kleidung in Hütten. Aus einer reinen Skandinavien-Reise, durch Dänemark, über Schweden nach Norwegen, wurde eine Rundreise rund um die Ostsee. Statt durch Finnland und Schweden in die Heimat zurückzukehren, änderte ich meine Route und fuhr über das Baltikum nach Hause.

Diese Reise war für mich eine Premiere in viellerlei Hinsicht, doch ich bin nicht gescheitert. Ich bin an Erfahrungen reicher geworden und möchte diese mit meinem Reisebericht festhalten und weitergeben.

Auf der Seite Reisen habe ich die Eckdaten grob zusammengestellt und den Reisebericht verlinkt. Viel Spaß beim Lesen. Ich freue mich über das Feedback.

 

Love is everything