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Archiv für die Kategorie ‘Die liebe Technik’

Adventure Tour

6. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Am Freitag konnte ich für zwei Stunden vor mich hin träumen und einen tollen Motorradausflug genießen.
Eine Aktion von BMW stieß mich auf den Gedanken, eine Probefahrt mit einer BMW R 1200 GS Adventure zu buchen. In kürzester Zeit bekam ich einen Termin für einen anfänglich regnerischen Freitagnachmittag.
Auf meiner Suzi fuhr ich nach Steglitz, um beim dortigen BMW-Händler meine Probefahrt zu beginnen. Zwei Stunden sollte mir dieses Schmuckstück zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zur Suzi wirkt die 1200 GS Adventure riesig. Ein mächtiger Windschild, ein ausladener Boxer und ein riesiger Tank hat man als Pilot vor sich. Ein beeindruckendes Gefühl auf diese Maschine zu steigen. Bevor das allerdings möglich ist, ist ein wenig Kraft erforderlich den Schwerpunkt der Maschine, auf Grund des 33 Litertanks, in die Senkrechte zu wuchten.
Das Cockpit und die Schalter am Lenkrad wirken intuitiv und vertraut. Lediglich der typisch geteilte BMW-Blinker ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Der Druck auf den Starterknopf, ließ den Motor zum Leben erwachen. Der kernige Sound des Boxers röhrte durch meinen Körper und ließ mich breit grinsen. Das ich die Kupplung leicht kommen lassen muss, um den ersten Gang einlegen zu können, wusste ich nicht und so fuhr ich problemlos im zweiten Gang an.

Für die Tour hatte ich mir einen Ausflug gen Süden ausgeguckt, zuerst immer die B1 entlang bis zur A115 und dann Richtung südlichen Berliner Ring.

Noch im Stadtverkehr konnte ich ein Gefühl für diese mächtige Maschine gewinnen. An den Ampeln suchte ich mit meinen Füßen den Boden und musste feststellen, dass ich gerade so den Asphalt berühren konnte. Ich bekam beiden Fußsohlen auf den Boden, doch das quasi als Maßarbeit.

Die BMW wiegt nicht mehr als meine kleine Suzi, doch der Schwerpunkt und die Ausmaße dieser Maschine sind um einiges gewaltiger. Die Sitzposition ist grandios. Ich konnte die Arme in einer entspannten Position und den Rücken problemlos gerade halten. Die hohe Sitzposition fühlte sich schon richtig erhaben an. Dort oben thronte ich über den Autos und über anderen Motorrädern neben mir. Bei Fahrt spürte ich das Gewicht der Maschine überhaupt nicht und konnte spielend um Hindernisse, Autos oder Kurven herum zirkeln.
Auf der Autobahn fühlte sich der Motor toll an. Die 1200 GS beschleunigte spielend und ich war beeindruckt, wie gut sich hohe Geschwindigkeiten anfühlen können.

Natürlich gehört zu einer solchen Probefahrt auch ein wenig Gewöhnung und so fühlte sich der Lenker bei Geschwindigkeiten zwischen 120 und 140 km/h leicht flatternd an. Das kann ein falsch gedeutetes Gefühl oder auch der Winddruck an den Handprotektoren sein.
Ich habe mich auf den 120 zurückgelegten Kilometern nach Beelitz und zurück kein Stück unwohl gefühlt. Ich mag die BMW noch immer und wäre gerne länger mit ihr gefahren. Ich könnte mir gut vorstellen auf dieser Enduro zu reisen und mit prall gefüllten Koffern und meiner Freundin als Sozia fernen Zielen entgegen zu fahren.

Schön das man Träume noch erfahren und sich Ziele stecken kann. Ich würde der BMW R 1200 GS Adventure sicher den Auslauf gewähren, den sie als Reiseenduro verdient hat. Abenteuerziele gibt es auf dieser Welt genug.

Danke BMW für dieses Erlebnis.

Odysee Kabelanschluss

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Mit dem Umzug meines Hausrats, wollte ich auch meinen Telefon- und Internetanschluss umziehen. All die Jahre war ich ein glücklicher Kabel Deutschland Kunde, der nie durch Störungen enttäuscht wurde und vom guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt war.
Ich hätte die verhängnisvolle Frage nach dem Umzug meiner Verträge in die neue Wohung nie stellen dürfen.

Telefonisch meldete ich Ende Juni 2012 meinen Umzug nach Schöneberg. Der freundliche Hotline-Mitarbeiter prüfte online die Verfügbarkeit und versicherte mir, dass mein Kabelanschluss problemlos mitziehen könnte. Genau zwei Dinge merkte er, beim erfassen der neuen Daten, an: erstens der Kabelanschluss ist nicht Teil der Nebenkosten und müsste somit extra bezahlt werden und zweitens, da die TV-Dose in der Wohnung und der Hausanschluss noch nicht Rückkanalfähig ist, müsste Kabel Deutschland die Genehmigung bei der Hausverwaltung holen, diese umrüsten zu dürfen.

Meine Freundin amüsierte sich darüber, welchen hohen Stellenwert der TV- und Internetanschluss bei mir hat und darüber wie früh ich mich doch um diese Themen kümmerte.

Als ich diesen Umzug beauftragte, war ich erst einmal zufrieden. Kabel Deutschland bestätigte umgehend den Auftrag, bestellte einen Techniker für die Installation des rückkanalfähigen Anschlusses und gratulierte mir am 28. Juni zum umgezogenen HD-Premium-Vertrag.
Kabel Deutschland war zu diesem Zeitpunkt scheinbar schneller als die noch nicht umgezogene Technik. Für meinen Fernseher hatten wir erst den Umzug erst am 8. Juli vorgesehen und planmäßig auch durchgeführt.

Den Fernseher ausgepackt und im neuen zu Hause aufgestellt, nahm die Odysee mit dem Anschluss des Antennenkabels an die Kabel-Dose ihren Lauf. „Kein Signal“ ist seitdem das prämierte HD-Angebot das ich vom größten Kabelanbieter Deutschlands erhalte.

Ich zögerte nicht einmal eine Stunde, diese Tatsache als Störung zu melden. Mit diesem Telefonat stellte sich schon heraus, dass die Wohnung offensichtlich gar nicht angeschlossen ist (meine Freundin hatte zuvor immer die Hausantenne mit DVB-T an der zweiten TV-Dose genutzt). Freundlich wurde mir angeboten einen eigenen Techniker zu bestellen, der die Wohnung anschließt oder einen Techniker von Kabel Deutschland für 99 Euro zu beauftragen. Ich war sauer …

Für den Folgetag hatte ich mir frei genommen, um die Technik in der Wohnung aufzubauen und zu verkabeln. Die Situation erforderte es dann zusätzlich weitere Information zur Verkabelung einzuholen. Im Keller habe ich den Anschlusskasten für die Hausverkabelung gefunden, in dem die Kabelschaltung für die Wohnung erfolgen müsste. Aufkleber auf der grauen Box verwiesen auf „RKS Kabel Service Berlin GmbH“ mit der Warnung das ein unberechtigter Zugriff verboten ist. Die aufgedruckte Rufnummer funktionierte nicht, so dass ich im Internet forschen musste, wer dahinter steckt.

Schnell fand ich eine aktuelle News-Meldung auf der Telecolumbus-Webseite die besagte, dass RKS jetzt Telecolumbus heißt. Beim folgenden Telefonat mit der Technik-Hotline hatte ich nur einen äußerst schlecht geschulten Mitarbeiter am Telefon der noch nie etwas von RKS gehört hatte und gleich alle Schotten dicht machte, nachdem seine Verfügbarkeitsanzeige ihn als nicht zuständig deklarierte, ich „Kabel Deutschland“ in den Mund nahm und bejahte, dass ich keinen Vertrag mit Telecolumbus habe.

Frustriert griff ich wieder zum Telefon und rief meinen ach so tollen deutschen Kabelprovider an und klagte zum wiederholten Male, dass meine TV Dose nicht funktioniert. Die inkompetente Mitarbeiterin am Apparat verwies mich an den 99 Euro Techniker und stellte sich doof. Ich wartete also fünf Minuten bis mein Kaffee heiß war und lies diesem Anruf einen weiteren Folgen.
Der KD-Mitarbeiter den ich nun am Telefon hatte, recherchierte einige Minuten intern und kam dann mit dem glorreichen Vorschlag ich solle doch in irgend einem weißen Kasten nahe meiner Wohnung zwei Schalter in die Mitte schieben, dann müsste die Kabel-Dose funktionieren. In meinem besonderen Fall sollte das funktionieren und ich wäre sogar berechtigt dies selbst durchzuführen.

Auf der Suche nach dem passenden Kasten fand ich im Hausflur lediglich den Adapter für die Wohnung der in den Kabelschacht führte, einen Verteiler im Keller, der aufgeschraubt nur ein Kabelknäul enthielt und den besagten RKS-Kasten der nicht zu öffnen war.
Statt mich weiter aufzuregen wartete ich nun bis zum Donnerstag den 12. Juli. An diesem Tag sollte der von Kabel Deutschland beauftragte Techniker erscheinen, um den Kabelanschluss fit für’s Telefon und den Internetanschluss zu machen. Wenn diese beiden Dienste funktionieren, dann sollte auch die Kabeldose für’s Fernsehen funktionieren.

Der Techniker erschien überpünktlich, zückte sein Messgerät und wollte erst einmal die Empfangsqualität der Kabeldose prüfen. Wo allerdings „Kein Signal“ für den Fernseher ankommt, wird auch sein Messgerät nichts anzeigen.
Auf dem folgenden Weg in den Keller versorgte ich ihn mit meinen bisherigen Informationen. Ein Blick auf die versperrte, graue RKS-Box im Keller verflog die Zuversicht aus seinem Gesicht. Diverse Schlüssel durchprobierend und dem Kommentar das er die Box nicht aufbrechen wird, griff er zum Telefon. Zwei Telefonate später bestätigte der Techniker mir, dass der Hausanschluss Telecolumbus gehört und er nichts tun könne. Nun sollten zwei Informationen fließen: ich stellte eine Anfrage beim Hausmeister, wer der zuständige Kabelprovider für den Hausanschluss ist und der Techniker informierte Kabel Deutschland, dass der Hausanschluss Telecolumbus gehört und die Schaltung nicht möglich ist. Wilde Szenarien wie Kabel abschneiden und eine zweite Box drum herum legen usw. folgten im Gespräch, aber änderten nichts an der Lage, knapp 14 Tage nach dem Vertragsumzug funktioniert nichts.

Frustriert, enttäuscht und verärgert fuhr ich zu Conrad Elektronik um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Zurück in der Wohnung bemerkte ich einen Brief von meinem unfähigen Kabelprovider: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen zu Hause … ihr Telefon- und Internetanschluss ist jetzt umgezogen … wir berechnen Ihnen eine Bereitstellungsgebühr von 29,90 Euro“.

Dieser Brief brachte das Fass zum überlaufen. Die Frau der Hotline mit der ich im Folgenden sprach, unterbrach ich unentwegt, warf ihr vor wie frech deren Schreiben sind und das hier rein gar nichts funktioniert. Nach 15 Minuten legte sie auf …

Mit der Information, dass ein Telecolumbus-Anschluss einen Kabel Deutschlandvertrag unmöglich macht, wartete ich nicht die Rückmeldung des Technikers ab und kündigte schriftlich meine Verträge. Zuvor meldete sich der Hausmeister zurück und teilte mir, mit das der Hausanschluss Telecolumbus gehört. Hätte sich KD bei der Hausverwaltung informiert, so wie es im allerersten Umzugsgespräch einforderten, hätten sie es also wissen müssen.

Parallel habe ich dann einen Vertrag für alle gewünschten Dienste bei Telecolumbus abgeschlossen. Ich hätte die Verträge gerne online bei Telecolumbus abgeschlossen, aber die Verfügbarkeitsprüfung auf der Webseite verhindert das. Nur der Hinweis „rechter Seitenflügel“ am Telefon befähigt die Mitarbeiter zur Aussage, dass ein Anschluss möglich ist. Vor dem Onlinevorteil sperren sie sich aber, trotz dieser absurden Situation. Nur fünf bis zehn Tage warten, dann könnte alles funktionieren.

Mittlerweile sind sieben Werktage vergangen. Kabel Deutschland ist trotz der Fakten immernoch unfähig die Folgen intern zu klären und Telecolumbus zeigt ebenfalls seine Unfähigkeit.
Der Vertragsabschluss bei Telecolumbus ging völlig verloren. Statusmeldungen waren nicht möglich da ich ja keine Kundennummer oder Auftragsbestätigung erhalten habe.

Als so fünf Tage verschenkt waren habe ich erneut Verträge abgeschlossen und hartnäckig gewartet bis ich am Telefon eine Kunden- und Auftragsnummer genannt bekommen habe. Erfreulicher Weise meldete sich im Laufe des Nachmittags auch ein Techniker, der mir einen Installationstermin am 25. Juli angeboten hat.

In der Zwischenzeit habe ich unzählige weitere Gespräche mit Kabel Deutschland geführt und  mit jedem Telefonat einen weiteren inkompetenten, entscheidungsunwilligen Hotline-Mitarbeiter am Hörer. Jeder Gesprächspartner vertröstet mich mit einem unklaren Bearbeitungstand in der Fachabteilung, einer Weiterleitung an einen anderen Mitarbeiter, einer weitergeleiteten E-Mail oder der Aussage das irgendetwas fehlt, was offensichtlich nur die Gehirnzellen des Mitarbeiters sind.

Der Höhepunkt sind dann noch offensichtliche Funktionsstörungen ihrer Telefonanlage, bei dem die von Kabel Deutschland geschaltete Weiterleitung ein Gespräch eines anderen Hotline Mitarbeiters unterbricht, der mich dann anblafft wo denn der Anrufer hin ist und was ich in der Leitung mache. Das mir das völlig egal ist und ich jetzt das Gespräch führen möchte, stößt am anderen Ende auf Unverständnis.

To be continued … mal schauen wo diese Never Ending Story hinführt. Gerne zur c’t Vorsicht Kunde.

Ach so, ich bin immernoch dafür das Privatpersonen Unternehmen abmahnen und mit Mahngebühren belegen können. Vielleicht recherchieren diese Unternehmen dann im Vorfeld ein bisschen und ziehen sich nicht jeden möglichen Vertrag an Land, den sie in die Finger bekommen. Auf die Informationen können sie ja offensichtlich doch irgendwie zugreifen.

fremdgefahren im Harz

21. September 2011 1 Kommentar

Es fehlt nicht mehr viel bis ich die 60.000 km mit meiner Bandit knacke … da kann ich die Suzi langsam als „alte Lady“ bezeichnen. Wir haben schon eine Menge zusammen durchgemacht und trotz der Probleme in den letzten Wochen fahre ich sie immer noch gerne.

Nun hoffe ich, dass sie mir mein Fremdfahren vom letzten Wochenende nicht übel nimmt. Auf der Fahrschulausfahrt im Harz, hatte ich die Gelegenheit, mal einen Tag am Gasgriff einer BMW F 800 R zu drehen.
Eine Bekannte zog, auf Grund eines schweren Unfalls, den Sozius ihres Mannes, dem Selbstfahren vor und so sollte die BMW Mutterseelen allein auf dem Parkplatz in Stolberg stehen bleiben.

Da Steffie mittlerweile schon zwei Jahre ohne Motorrad an den Ausfahrten teilnimmt, sah ich die Chance ihr den langweiligen Soziusplatz zu ersparen und sie stattdessen wieder selbst, rum zu touren zu lassen.

Ohne große Erwartungen lies ich den Kommentar fallen „das es doch schade wäre, die BMW ungenutzt stehen zu lassen“. Das mir die Fahrt damit sofort angeboten wird, hätte ich nicht erwartet, wenn auch erhofft. Danke für das Vertrauen.

Etwas verdattert bekam Steffie von all dem nichts mit, so dass sie meinen Spruch „ich hätte ihr ein Motorrad besorgt“ für einen Scherz hielt. Winkend hielt ich ihr die Schlüssel der Bandit entgegen und sie grinste über beide Ohren. Die Freunde bestätigte Katrin in der richtigen Entscheidung, mir ihre BMW zu überlassen.

Mit dieser Vorgeschichte reihte ich mich in mitten der Biker-Gruppe ein und tourte am Sonnabend der 32. Koenitzer Fahrschulausfahrt einen Tag durch den Harz nahe dem Kyffhäuser.

Statt einer ruhigen, gutmütigen Vierzylinder-Maschine, wollte der quirlige Zweizylinder etwas getreten werden. Das hervorstechendste Merkmal und gleichzeitige Argument für die BMW ist der Sound. Die Suzi schnurrt etwas charakterlos vor sich hin, wogegen die BMW ordentlich kernig klingt. Diverse Fehlzündungen zauberten hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht und ich lies hin und wieder die Lücke zum Vordermann wachsen, um mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Die Leistung der BMW ist nur unwesentlich höher, aber der Sound macht Spaß.
Weniger Spaß machte mir die Sitzbank und die Haltung. Die Haltung ist Vorderradorientierter und sorgte für ein paar Schmerzen im linken Arm nach dem Wochenende. Die Oberfläche der Sitzbank ist meiner Meinung nach eine einzige Katastrophe. Glattes Leder das mich nach jedem Bremsvorgang an die Tankattrappe drückt gehört sofort runter gerissen.

Alles in allem eine nette Maschine und definitiv eine gute Erfahrung. Im Endeffekt bleibe ich aber bei meinem Wunsch BMW R 1200 GS Adventure oder zumindest F 800 GS. Btw. Suche immer noch den Sponsor dafür. @BMW Ich fahre auch um die Welt für euch.

Ansonsten war die Ausfahrt in den Harz wieder ein Highlight. Im Grunde sind diese Wochenenden, schöne Familientreffen im Kreis von lieben Menschen. Ich freue mich immer alle wiederzusehen. Von Freitag bis Sonntag gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Es macht jedes Mal Spaß.
Die Mühen der Organisation sind immer zu spüren und lassen diese Ausfahrten zu tollen Erlebnissen werden.
Stolberg lohnt sich immer wieder für eine Rückkehr. Eine schöne, kleine, alte Stadt mit einem unvergleichlichen Charme. Dazu leckeres Essen, eine tolle Unterkunft und super Wetter. Was wollen wir mehr? Die Ausfahrt war absolut gelungen.

 

Weltreise-Bandit

11. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Eigentlich wollte ich mit diesem Bericht warten, bis meine Suzi auch noch mit Motorschutzbügeln versorgt ist, aber da das vergangene Wochenende sehr aufregend war, ziehe ich diesen Beitrag vor.

Ich war jetzt von Sonnabendvormittag an, jeden Tag bei meinen Eltern, um dort an meinem Motorrad zu schrauben. Statt wieder mit einer Textilhecktasche, auf Reisen zu gehen habe ich nun auf richtig gute Motorradalukoffer umgerüstet. An den Quick Lock Kofferträgern von SW-Motech sind nun zwei G+G Premium Alukoffer mit je 41 Liter montiert. Zusätzlich ist jeder Koffer mit einem 2 Liter Kanister ausgestattet, so dass ich ausreichend Wasser mit mir führen kann und Benzin auf Reserve habe. Die Befestigung basiert auf einer eigenen Lösung. G+G kann dafür aber auch einen guten Anbausatz zur Verfügung stellen.

Die Montage war eine kleine Odyssee, doch nach insgesamt netto nur 10 Stunden werkeln, kann sich das Ergebnis defintiv sehen lassen. Die Koffer haben eine Top-Qualität. Den Service und den super netten Kontakt mit den Herstellern kann ich nur weiter empfehlen. Wer also sehr stabile und durchdachte Alukoffer für einen sehr fairen Preis sucht, der sollte mal auf Motorradalukoffer.de vorbeischauen.

Hier ein paar Eindrücke vom Ergebnis:

Webaktivitäten

22. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Da die Vielfalt meiner beruflichen Aufgaben in den vergangenen Jahren nachgelassen hat und ich mich derzeit auf eine einzige Programmiersprache beschränken muss, suche ich mir interessante Aufgaben in meiner Freizeit.

Neben Entwicklungen in C#, ergeben sich so auch diverse Web-Projekte. So habe ich bereits drei verschiedene Projekte unterstützt, bei denen Internetaufritte neu geschaffen oder alte statische Webpräsenzen, durch dynamische auf WordPress-Basis, ersetzt wurden. Die Technik habe ich bereitgestellt bzw. eingeführt, die Inhalte und das Layout lieferten Freunde und Bekannte. So entstanden bereits ein Portal für die Zucht von Norwegische Waldkatzen, die Vereinswebseite eines Eberswalder Karatevereins und eine neue Internetpräsenz für den Tischtennisverein TuS Düsseldorf Nord.

Über den Geschmack der einzelnen Layouts lässt sich sicherlich streiten, doch die Technik ist stabil und teilweise schon über zwei Jahre im Einsatz.

Darüber hinaus ist interessant, wie engagiert die einzelnen Betreiber sich um ihre Präsenzen kümmern. Von zwei linken Händen, was PC-Nutzung angeht, bis sehr aktives Experimentieren und Weiterentwickeln ist alles vertreten.

Ich bin gespannt, welche Projekte in Zukunft folgen.

Eine Runde auf meiner Suzi

18. Juli 2010 Kommentare ausgeschaltet

Irgendwie war ich schon immer etwas verrückt nach Technik. Alles was Strom verbraucht und hightech Elektronik enthielt musste ich haben. So war ich auch sehr neugierig, als ich vor einigen Wochen von der „808 Car Keys Micro Camera“ in einem Forum las. Diese HD Video Kamera hat etwa die Größe einer Zentralverriegelungsfernbedienung fürs Auto und ist auch in diesem Stil designt. Die Videos die damit aufgezeichnet werden, haben eine Auflösung von bis zu 720×480 Bildpunkten bei 30 fps (je nach Modell). Gespeichert werden diese Videos auf einer microSD-Karte.

Damals hätte ich für diese Eckwerte einen Preis von gut 100 Euro vermutet, doch dieses geniale Stück Technik kann man bei eBay für unter 10 Euro ersteigern. Dieser Preis macht dieses Kameras u.a. sehr begehrt beim Modellbau oder eben Motorradfahrern. Für genau diesen Zweck hatte ich mir die Kamera dann auch mal bestellt, denn bei dem Preis kann man definitiv nichts falsch machen.

So habe ich vor einigen Wochen mal eine Tour auf meiner Suzi gefilmt. Die Kamera habe ich dafür auf dem linken Blinker per Klettband gepappt. Das Ding is so leicht und kompakt, dass kaum ein größerer Aufwand notwendig ist. Meine Befestigungslösung verursacht allerdings ein paar Vibrationen die ich dennoch sehr erträglich finde. Um dies zu zeigen, habe ich mal einen kleinen Videostream (um Traffic zu sparen, auf die halbe Auflösung runtergerechnet) online gestellt, auf dem ich ein Stück Autobahn wahre. Beim überholen des gelben Transporters fahre ich etwas mehr als 170 km/h, aber seht selbst …

Das Datum und die Uhrzeit kann man übrigens nicht deaktiviern. Leider hatte ich das Datum nach dem erneuten Aufladen des Akkus auch nicht neu eingestellt, so dass der 01.02.2008 angezeigt wird.

KategorienDie liebe Technik, Reisen Tags:

Boxenstop

21. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

In der vergangenen Woche hatte meine Suzi zur Abwechslung mal ein Dach über dem Kopf. Bevor es auf große Fahrt geht, habe ich sie zum 2RadVeteran nach Königs Wusterhausen in die Werkstatt gebracht, um all die Teile austauschen und checken zu lassen, die am stärksten beansprucht werden. Meine alten beiden Michelin Pilot Road 2 mussten runter und dafür zwei neue rauf. Nach etwas mehr als 21000 km hatten diese genialen Reifen mehr als gute Arbeit geleistet. Der Vordere der beiden, war mit Blick auf die Profiltiefe schon nah an der Grenze der Legalität.

Für meine zweite Kette konnte mir nicht versichert werden, dass sie meine geplante Route von 8300 km noch überstehen würde. Somit habe ich sie ebenfalls übervorsichtig tauschen lassen. Richtige Weltreisende hätten diese Aussage und den Zustand sicher belächelt.

Mit frischem Öl, neuen Zündkerzen und allem was zu einer Durchsicht gehört, schnurrt mein Moped wieder optimal. Im Gegensatz zu den Arbeiten in einer Suziki-Werkstatt vertraue ich dem Ergebnis deutlich mehr. Die Teile sind qualitativ hochwertiger und der Kontakt viel persönlicher. Den 2RadVeteran kann ich nur empfehlen.

Ganz nebenbei habe ich diese Gelegenheit genutzt und ein klitzekleines Praktikum in der Werkstatt gemacht. Im Grunde habe ich nur zugeguckt, aber dennoch sehr viel gelernt. Viele Hinweise und Tips habe ich mir eingeprägt und vor allem viele Handgriffe auch einfach mal gesehen. Falls irgendetwas unterwegs vorfallen sollte, so dass meine Maschine streikt, könnte ich vielleicht selbst Hand anlegen.

Hand angelegt habe ich dann am Sonnabend noch. Meine Suzi liefert jetzt auch Strom über ihre eigene Bordsteckdose, so dass ich unterwegs mein Handy und meine Kamera aufladen kann. Völlig autark kann ich dann in der Wildnis campieren.

Die neue Kette und der Ausbau des Hinterrades hatte dann auch noch einmal dafür gesorgt, dass ich meinen McCoi neu einstellen (musste) wollte. Ein wenig mehr Öl pro Kilometer tut der Kette am Anfang recht gut. Später ist dann nicht mehr so viel erforderlich und der Ölfilm gut aufgetragen.

Ursprünglich wollte ich den Lack der Heckverkleidung auch noch durch eine durchsichtige Folie schützen, was ich aber verworfen habe. Für solche Puzzelarbeiten bin ich nicht gemacht. Obwohl ich mich an die Anleitung gehalten habe, war ich doch sehr schnell frustriert. Jetzt kommt eine gummierte Matte unter mein Speedpack, wodurch der Lack auch geschont wird.

Meine Suzi hat mir nun eins vorraus, sie ist abreisebereit. Ich muss noch einige Wochen warten bis ich Urlaub habe.

Operation Bitterfeld

11. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Am Freitag Morgen früh aufgestanden, in Ruhe gefrühstückt, Moped beladen und rauf auf den Berliner Ring mit dem Ziel am Nachmittag im schönen Altmühltal anzukommen. Anfangs lief alles rund und die ersten 70 bis 80 km hatte ich keinerlei Probleme. Ich bin auch sonst fast täglich unterwegs, so dass mir Merkwürdigkeiten sicher aufgefallen wären. Jedenfalls fing der Lenker während der Autobahnfahrt (etwa Tempo 140) an, stark zu vibrieren. Den nächsten Rastplatz angesteuert, habe ich erst einmal nichts erkennen können und da ich absolut keine Ahnung habe blieb mir nur eine Ferndiagnose eines Mechanikers per Telefon. Das die Aktion nichts gebracht hat, war fast vorhersehbar. Also ging es trotz der Macke erstmal langsam weiter, die Lenkerenden bewegten sich nun während der Fahrt gut 10 cm vor und zurück und ein Stoß durch Fahrbahnunebenheiten beruhigte das Ganze für wenige Kilometer. Da mir die Sache überhaupt nicht geheuer war, stoppten wir erneut an der nächsten Raststätte und rätselten was das Problem sein könnte. Mittlerweile war die Problematik auch schön hörbar. Viele ungeübte Augenblicke später, war ein Fehler entdeckt. Die Vorderradachse bzw. das Radlager wird auf der linken Seite durch eine Führung mit einer Metalplatte verschlossen. Zwischen dieser runden Metalplatte und der Bremsscheibe klaffte eine Lücke von gut einem halben Zentimeter, so dass es für mich als Laien irgendwie Arg verschoben aussah. Das diese Platte locker sein kann, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, so dass ich den Eindruck hatte, dass das ganze Vorderrad nach rechts verzogen auf der Achse hängt. Es blieb also nichts anderes übrig, als den ADAC zu rufen und mich zur nächsten Werkstatt schleppen zu lassen. Nach eineinhalb Stunden Wartezeit, kam der Engel dann gegen 12:30 Uhr mit seinem Anhänger und es ging zur nächsten Suzuki-Werkstatt nach Bitterfeld. Der Freundliche blickte arg ungläubig, als ich ihm meine laienhaften Beschreibungen schilderte. Selbst das Schieben hat ihn noch nicht überzeugt, als er dann aber ein paar Meter zur Halle fahren wollte, spürte er schnell das da definitiv der Wurm drin is. Also Vorderrad abgebaut und rein geguckt, war schnell klar was es da zerbröselt hat. Das linke Radlager kullerte in Einzelteilen auf den „Seziertisch“. Selbst die Kommentare der drei drumherum stehenden Mechaniker, ließen alle Hoffnung schwinden. Es war Freitagnachmittag in Bitterfeld und neue Radlager definitiv nicht vorhanden.

Irgendwann wühlte einer der jüngeren Mechaniker in einer Kiste, kramte „Rollerradlager“ hervor und meinte das er die neulich aufgehoben hatte, als er nen größeren Roller reparieren musste. Sichtprüfung bestätigte erstmal: passt! Viele Unklarheiten und falsche Teilelisten später bestätigte sich, dass die Materialnummer dieser „Rollerradlager“, dieselben wie bei der 650er Neo sind. Rechtes Radlager auch geprüft, „zufällig“ noch ein „Rollerradlager“ gefunden und die Welt war wieder in Ordnung. Alles fachgerecht eingebaut, dem Moped noch ein paar neue Bremsbeläge verpasst, war die Anreise fast gerettet. Die Bremsbeläge habe ich gleich mitgenommen, da die Aktion irgendwie dazu führte, dass die rechten Beläge scheinbar schon heftigst geschliffen hatten und ich eh bald neue gebraucht hätte. Die Freundlichen wirkten etwas durcheinander (nach einer vermutlich anstrengenden Woche), aber sie haben sich gleich um meine kleine gekümmert, sie wieder zum Laufen bekommen und das lange Wochenende gerettet.

Nach insgesamt locker fünf Stunden quälender Verzögerung, eine Erleichterung um 214 Euro und nem Sonnenbrand, ging es dann doch noch locker flockig ins Altmühltal zu einem echt genialen Motorradwochenende. Ob das Vorderrad bei der Aktion auch hätte blockieren können, darüber möchte ich im nachhinein nicht mehr nachdenken.

Webkatzenmaster

14. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Nun bin ich schon seit Jahren Besitzer von drei Domains und betreibe zum Spaß Websites, Foren, Blogs und programmiere an Webanwendungen herum. Meine Internetauftritte sind mein Hobby und auch ein Mittel mir in diesem Bereich Wissen anzueignen bzw. auf dem Laufenden zu bleiben. Das ich mich mit diesen Themen beschäftige spricht sich so halt auch herum.

Nun habe ich einige Zeit an einem Internetauftritt für eine Katzenzucht gearbeitet. Die Freundin, der Mutter eines Freundes züchtet norwegische Waldkatzen und ihr fehlte noch jemand, der diese Zucht über das Internet bekanntmachen kann. So wurde ich Webmaster vom Britzer Katzenstübchen.

Ich kann zwar keine Agentur ersetzten die sich professionell mit Internetauftritten auseinander setzt, doch für eine gute private Website reichen meine Kenntnisse und meine kreativen Gehversuche allemal. Da ich ein Katzenfreund bin, habe ich mich gefreut auf diesem Wege, auch einiges über diese sehr schöne Rassekatze zu lernen. Schaut euch einmal auf dieser Seite um, es gibt viele interessante Informationen und sehr süße Katzenfotos zu bestaunen.

Das Willkommensbild habe ich auf besonderen Wunsch vorgeschaltet, um der Site eine persönliche Note zu verleihen. Vielen Dank an die Künstlerin.

Vermutlich wird mich dieses Projekt noch einige Zeit begleiten, denn ohne technische Kenntnisse kann man diese CMS basierte Seite nicht am Leben halten.

(da Rauchzeichen.net mittlerweile sehr ordentlich im Google-Ranking steht, hoffe ich einmal, dass das Katzenstübchen durch diesen Beitrag gepusht wird)

VerGeplantes Wochenende

12. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Zurückblickend hatte ich nicht viel freie Zeit an diesem Wochenende, doch keine Minute war verschwendet:

Am Freitag feierte das Unternehmen bei dem, ich nun schon fast 11 Jahre, arbeite in sein 100jähriges Bestehen hinein. Das Fest fand in der Bar jeder Vernunft satt, die fast aus den Nähten platzte. Gelungen war das Jubiläum alle Mal. Es gab leckeres Essen, sehr gute Unterhaltung und viel zu lachen. Das das Wetter nicht ganz mitspielte, störte mich nur bei der Heimfahrt.

Am gestrigen Abend konnte ich nun endlich mein Geburtstagsgeschenk einlösen. Fast vier Monate habe ich auf die „KRACHGARTEN TOUR 2009“ von FARIN URLAUB RACING TEAM gewartet und es hat sich mehr als gelohnt. Anfangs schien die Kindl-Bühne in der Wuhlheide gar nicht voll zu werden, doch bevor es dann endlich losging war klar das das Konzert wieder einmal ausverkauft war. Im Gegensatz zu den Ärzte-Konzerten der vergangenen Jahre, war das Wetter eher launisch: bewölkt, kaum Sonne und zwischendurch ein paar Tropfen Regen. Der Stimmung hat es aber überhaupt nicht geschadet, als es losging standen 17000 Fans auf den Rängen, tanzten und sangen jedes Lied mit. Die Herausforderung besser als die Dresdener am Vorabend zu sein, nahmen die Berliner gerne an und Berlin zeigte dem Racing Team, wo es sich zu Hause fühlen kann.

Am vergangenen und dem heutigen Sonntag baute ich je mehr als acht Stunden an der Kettenölung meiner Suzi. Die Ölung am Zahnkranz des Hinterrades machte immer Probleme. Zwar blieb die Kanüle zum Auftropfen an Ort und Stelle, doch weder Super- noch Industriekleber hielten den zugeführten Schlach an der Schwinge. Somit musste eine neue Lösung her. So baute ich meine Single-Zahnkranz-Ölung auf eine Dual-Ritzel-Ölung um. Diverse Messingröhrchen und Streben zusammengelötet, gebogen und verschraubt bilden nun eine flexibel abbaubare Konstruktion, die mittel Fliehkräfte für eine optimale Ölung der Kette sorgen. Eh ich einen genauen Plan für die Umsetzung hatte, verging schon einige Zeit, doch ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das müsste ich glatt zum Patent anmelden.

 

Love is everything