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Archiv für die Kategorie ‘Freunde’

Klassentreffen 2014 – Stop der Vorbereitungen

31. März 2014 Kommentare ausgeschaltet

Wo ich im vergangenen Jahr noch motiviert war, in der ersten Jahreshälfte 2014 ein Klassentreffen zu organisieren, kristallisiert sich im Augenblick heraus das aus diesem Vorhaben nichts wird. Der vorgesehene Termin steht in etwa eineinhalb Monaten an und es gibt weder einen Veranstaltungsort, noch eine vollständige Kontaktliste. Leider gab es auch nur eine Hand voll Rückmeldungen auf meine Nachricht im Januar.

Da bei mir große Projekte anstehen und mein Terminkalender voll ist, würde ich das Klassentreffen nach 20 Jahren hiermit erst einmal zurückstellen und mich von der Planung zurückziehen. Eventuell könnte ich im Herbst einen erneuten Anlauf nehmen und ein Treffen im Winter einplanen. Derzeit kann ich die Zeit einfach nicht aufbringen.

Sofern sich jemand dem Thema annehmen möchte, kann ich gerne die dürftigen Informationen weitergeben, die mir zur Verfügung stehen. Freiwillige vor!

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20 Jahre später … 2014 neues Klassentreffen

4. Juli 2013 Kommentare ausgeschaltet

Verrückt wie die Zeit rennt. Kaum versieht man sich, sind wieder fünf Jahre vergangen.

Im kommenden Jahr 2014 sind wir bereits 20 Jahre aus der 10. Klasse raus. Zeit ein Klassentreffen zu machen. Da ich immer viel Spaß an der Planung und der Organisation habe, beschäftigen mich erste Gedanken um das Treffen.

Zu allererst geht es darum Termine abzuklopfen. Diejenigen die mittlerweile weit entfernt leben, können mir mitteilen, wann sie in 2014 in Deutschland sind. Denjenigen die eh nahe beieinander wohnen fällt die Anreise deutlich leichter. Die Ausgewanderten müssen meist Urlaub nehmen, um einen Tag hier zu sein.

Ist der Termin ein wenig eingegrenzt, kann die Planung fortgesetzt werden. Ort, Teilnehmer, Benachrichtigungen, Versorgung, Unterhaltung usw.

Das Jahr bis zum Treffen wird wie im Fluge vergehen und eh wir uns versehen sitzen wir zusammen …

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Visit Manchester

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Im Augenblick gibt es soviel zu erzählen, doch nur wenig Zeit zum Schreiben. Na ja, die Zeit habe ich eigentlich schon, doch fange ich damit meist etwas sinnvolleres an.

Ich möchte bei der Gelegenheit weiter von meinen Urlaubserlebnissen schreiben. Zwar sind in der Zwischenzeit schon wieder über eineinhalb Monate vergangen, aber meine Erinnerungen sind immernoch frisch.

Nachdem unser Urlaub mit dem Ärzte-Konzert eingeläutet wurde, konnten wir am Nachmittag des 3. Juni unseren Flieger nach Manchester besteigen. Eigentlich war dieser Kurztrip gar nicht geplant, doch die ungeplanten Unternehmungen sind oft auch die Besten.
Für vier Tage sollte es für mich, das erste Mal nach England gehen. Wo ich fast ganz Osteuropa schon besucht habe, habe ich im Westen doch noch großen Nachholbedarf.
Fast zwei Stunden flogen wir durch den bewölkten Himmel bevor wir im Westen Englands zur Landung ansetzten. Am Flughafen nur kurz wartend holte uns eine Freundin direkt am Terminal ab. Schon die Fahrt in unsere „Unterkunft“ war äußerst interessant. Ich konnte vorne sitzen und somit gleich das Gefühl beim Autofahren erleben. Links sitzen ohne das Auto zu lenken ist auf jedenfall merkwürdig.

Wir konnten bei der Freundin meiner Liebsten unterkommen, während wir in England waren. Das anstehende Queen Jubiläum und eine kleine „Einweihnungsparty“ in ihrer neuen Wohnung waren der Anlass unseres Besuchs.

In der Wohnung angekommen, beschränkten wir uns auf einen kurzen Rundgang, um dann gleich in ein Restaurant aufzubrechen. Unsere Mägen knurrten und ich freute mich auf echtes englisches Essen.
Anders als in Deutschland wird das Bestellte zwar gebracht, die Bestellung läuft aber an der Bar ab. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, selbst das Essen zu bestellen. Wo sonst habe ich die Gelegenheit mit richtigen Muttersprachlern zu sprechen, wenn nicht in England.
Das Essen war richtig gut. Als Desert habe ich mir Sticky Toffee Pudding empfehlen lassen und wurde nicht enttäuscht. Dieser süße „Schokokuchen“ in Kombination mit dem Eis, waren köstlich. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es lange nicht der Beste war.

Am Folgetag besuchten wir das Zentrum von Manchester. Das Wetter war herrlich, nicht kalt und die die Sonne ließ sich oft blicken.
Unsere Einkaufsmission war die Dekoration für das Queen Jubiläum und ein erster Eindruck vom englischen Alltag. Bei der Gelegenheit konnte ich mir gleich, die mir fehlende Sonnenbrille als Souvenier aus Manchester mitbringen.
Auf dem Weg durch die Stadt hinterließen wir noch Glückwünsche für die Queen und schossen jede Menge Fotos.

Am Nachmittag konnte ich mit meiner Freudin als besten Manchester-Guide noch jede Menge andere Attraktion sehen.
Das alles etwas größer und pompöser ist war am Trafford Centre deutlich zu sehen. Eine riesige Mall Nahe der Autobahn M60. Schon witzig, wenn ein Einkaufszentrum ein Highlight der Stadt ist.

Auf dem Weg zurück zur Wohnung führte uns der Bus am Manchester United und am Manchester City Stadion vorbei. Da wir aber definitiv öfter in die alte Heimat meiner Freundin zurückkehren werden, verzichteten wir darauf nach diesem Langen Tag auf den Beinen, noch auszusteigen.

Meine Freundin fühlt sich in Manchester wie zu Hause. Sie hat hier viele Jahre gelebt und gearbeitet. In den wenigen Tagen unseres Aufenthalts, konnte sie mir so zeigen, wo sie gewohnt hat und ihrer Arbeit nachgegangen ist. Zu dem Erzählten kamen somit Bilder und Eindrücke hinzu, so dass ich mehr von allem verstehe.

Am Folgetag beschränkten wir uns auf das Shoppen im Tesco gegenüber, darauf Fähnchen schwenkend vor dem Fernseher der Queen zuzujubeln und der kleinen „Party“ mit den Gästen. Ich kann nun sagen, dass ich in England war während die Queen ihr 60. Jubiläum feierte. Es ist beeindruckend was eine einzelne Person für eine Anziehungskraft auf die Menschen ausüben kann.

Den Einkauf bei Tesco an diesem Tag, muss ich allerdings genauso zu den Erlebnissen zählen. Eine riesige Supermarkthalle in der es im Grunde alles gibt. Von XXL-Packungen, über leckere Geburtstagstorten für Kinder bis hin zu frisch zubereiteten Mahlzeiten für die Mittagspause. Das Angebot ist in Deutschland nicht annähernd so umfangreich.

Am dritten Tag unseres Aufenthalts in England, hatten wir vor mit dem Bus nach Leeds zu fahren. Eine Freundin studiert dort in der Universität. Idealer Weise konnten wir mit diesem Ausflug weitere Eindrücke des Landes in uns aufsaugen.
Es ist schön nicht mehr alleine reisen zu müssen und jemanden dabei zu haben, der dieser Region so nahe steht.

Auf der Fahrt durch das weitläufige Manchester, stellte ich wiederholt in den wenigen Tagen fest, dass mir der Charme dieser Stadt durchaus gefällt. Niedrige kleine Backsteinhäuser mit gepflegten, sauberen Vorgärten und jede Menge freundliche Menschen um uns herum.
Etwa eine Stunde fuhren wir über das Land nach Leeds. Schon auf dieser relativ kurzen Strecke konnte ich mehr vom Land sehen, als ich erwartet hätte. Eine tolle, hügelige Landschaft mit weiten, tiefen Tälern. Das Grün der Hügel ist auch hier durchzogen von diesen alten Bruchsteinmauern. Schon jetzt freue ich mich darauf, das Land später mehr zu erkunden.

In Leeds trafen wir uns am Busbahnhof zum Rundgang durch die Stadt. Diese Universitätsstadt hat definitiv eine längere Geschichte als das relativ junge Manchester. Wo man hinguckt alte Gebäude und beeindruckende Fassaden. Unsere studentische Begleitung führte uns über das gesamte Universitätsgelände, welches quasi einer Stadt in der Stadt gleicht.
Dank ihrer Hilfe konnten wir selbst eine alte, phantastische Bibliothek besichtigen, die wir ohne sie nicht gesehen hätten.
In der Stadt haben wir noch lecker gegessen und Souveniers für die Familien daheim gekauft.

Am vierten Tag unseres Englandaufenthalts beschränkten wir uns am Morgen auf’s Packen. Am frühen Nachmittag sollte unser Flug von Liverpool zurück in die Heimat starten, so dass wir noch eine Busfahrt vor uns hatten.
Wir konnten am Morgen nach in Ruhe frühstücken und uns mit einem Freund im Cafe in Manchester treffen. Wir konnten den Vormittag so noch sinnvoll nutzen und ich feststellen, dass Englisch mit Akzent doch deutlich schwieriger ist, als meine Erfahrungen der vorangegangenen Tage.

Mein erster Eindruck von England ist wirklich toll. Ich wurde nicht enttäuscht und habe definitiv Lust auf mehr. Ich bin gespannt was wir noch in England erleben und sehen können. Mit einer so tollen Begleitung an meiner Seite, bin ich mir sicher das ich sowohl häufig, als auch gerne zurückkehren werde.

Das Ende war noch nicht vorbei

26. Juni 2012 Kommentare ausgeschaltet

Manche Ereignisse kündigen sich schon (halbe) Jahre vorher an und sorgen für eine andauernde Vorfreude.

So wurde im vergangenen Jahr die Die Ärzte Tour 2012 „Das Ende ist noch nicht vorbei“ und das neue Album angekündigt. Als es dann soweit war und die Konzerttickets im Vorverkauf standen, waren sie ebenso schnell ausverkauft. Mir blieb somit nichts anderes übrig, als die Tickets bei eBay zu überhöhten Preisen zu ersteigern, aber was tut man nicht alles dafür, die Beste Band der Welt auf der Bühne live zu sehen.

Am Freitag den 1. Juni war es endlich soweit. Voller Hoffnung beobachtete ich schon Tage zuvor die Wettervorhersage für den Konzertabend. Die Regenwahrscheinlichkeit sank zwar, aber nicht soweit, dass wir völlig sicher sein konnten wirklich trocken zu bleiben.

Das Konzert erfüllte meine Erwartungen vollkommen. Die Jungs waren gut drauf und alberten auf der Bühne herum, während die Fans die Band feierten. Als der Vorhang für die Ärzte fiel, stand die Menge in der Wuhlheide. Der Mix aus neuen und alten Titeln war gut. Selbst die Texte der Songs vom aktuellen Album wurden gelungen umgestaltet, so dass jede Menge Überraschungen beim Mitsingen dabei waren. Hin und wieder verloren sich die drei in unendlichen Ansagen, doch kreative Wortschöpfungen wie Klatschfutter, Busengarage oder Genitalbeatmung ließen nie Langeweile aufkommen.

Später am Abend spielten sie Himmelblau vom letzten Album und ich blickte gen Himmel und bemerkte, dass die Wolken tatsächlich verschwunden waren. Die vorhergegangenen Befürchtungen im Regen zu stehen bewahrheiteten sich nicht und wir konnten einen grandiosen Konzertabend erleben.

Die Band spielte jede Menge Titel der letzten beiden Alben und geizte ein ganz klein wenig mit den alten Hits, aber über ein fast dreistündiges Konzert kann man einfach nicht meckern. Danke für das tolle Konzert.

Als Ausbeute habe ich ein Tour-T-Shirt, Trinkbecher der aktuellen Tour und einen Live-Mitschnitt in Form einer Audio-Kassette mitnehmen können.

Coffee & Cachen

21. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet

Als wir im März auf einem Ausflug im Elbsandsteingebirge waren, habe ich meiner Liebsten einmal gezeigt, was es mit dem Geocachen auf sich hat. Mangels Vorbereitung meinerseits hatte ich viel Glück, sie nicht gleich zu verschrecken. Ihr erster Cache war gleich ein Volltreffer und machte Lust auf mehr.

Seit dem sind etwa zwei Monate vergangen und wir haben bereits drei Caches gemeinsam gefunden und viel Spaß an den gemeinsamen Spaziergängen gehabt.

Für den vergangenen Sonnabend hatten wir einen Geocaching-Tag mit Freunden unter dem Motto „Coffee & Cachen“ geplant.
Um nicht in der Stadt, in Mauerritzen oder hinter verschmutzten Ecken suchen zu müssen, hatte ich die Müggelberge ausgesucht. Begrenzt durch den Müggelsee im Norden und dem Langen See im Süden, gibt es in dem weitläufigen Waldgebiet im Südosten Berlins einige Caches zu finden.

Zwei von uns Fünf waren bisher noch nie mit dieser modernen Schnitzeljagd in Berührung gekommen. Um den Tag also mit Erfolgserlebnissen zu beginnen, haben wir mit zwei einfachen traditionellen Caches begonnen. Dieser kleine Einstieg war ideal, um das einfache Prinzip zu verstehen und das Interesse zu wecken.

Das diesen simplen Caches eine Herausforderung folgen musste war vorhersehbar. Bevor wir uns allerdings an eine schwierigere Aufgabe machen wollten, kehrten wir zuerst an einem Imbiss am Ufer des Müggelsee’s ein. Ein deftiger Snack musste dafür sorgen, dass wir den Rest des Nachmittags bei Kräften bleiben.

Bei idealen Wetterbedingungen parkten wir das Auto nahe am Müggelturm und genossen zu allererst die Aussicht über den Südosten Berlins. Von dort ist es möglich viele Kilometer in alle Richtungen zu schauen. Wo sich unser nächster Cache versteckt, war durch das dichte Blätterdach der Bäume unter uns allerdings nicht zu erkennen.

Die zehn Stationen des Multicaches sollten erarbeitet werden und so machten wir uns auf den Weg zu den Startkoordinaten.
Am Beginn dieser größeren Runde mussten wir feststellen, dass sich gleich die erste Aufgabe relativ schwierig gestaltete. Die Koordinaten unseres zweiten Ziels waren unvollständig. Wir irrten einige Minuten umher, eh wir mit vereinten Kräften die Aufgabe lösten. Ein aufmerksamer Blick in Richtung des Hinweises lieferte uns das nächste Ziel.

Von da an arbeiteten wir uns Station für Station vor, um uns den Aufgaben vor Ort zu stellen. Es galt jedes Mal die Koordinaten des nächsten Stages zu ermitteln. Aufmerksamkeit, logisches Denken und Teamwork führten uns immer einen Schritt weiter.
Zwischen den Stationen genossen wir die herrlichen Temperaturen, scherzten und lachten auf unserem Weg durch den Wald.

Unser finales Ziel lag weit vom Weg ab, mitten im Dickicht des Waldes. Zur Belohnung zogen wir eine große Kiste aus ihrem Versteck und loggten unseren Fund. Wir haben allerdings nichts entnommen und mussten somit auch nichts zurücklassen.

Euphorisch über den Erfolg machten wir uns auf den Heimweg. Ein ganzer Nachmittag voll frischer Luft und Bewegung in der Natur zehrte an den Kräften, so dass wir beschlossen den Abend mit Grillfleisch ausklingen zu lassen.

So wie wir den Tag begonnen haben, haben wir ihn auch mit gemeinsam beendet. Während in der Küche frischer Salat zubereitet wurde, habe ich am Elektrogrill auf dem Balkon Fleisch und Würste gebraten. Kombiniert mit kühlen Getränken ging ein schöner, aktiver, gemeinsamer Tag im Kreis von Freunden und viel Spaß zu Ende.

Dem allgemeinen Feedback nach hatten alle viel Spaß und würden sich über eine Fortsetzung freuen. Das gefällt mir.

Saxon Switzerland

27. März 2012 Kommentare ausgeschaltet
Dieses Jahr habe ich mich um eine Geburtstagsfeier gedrückt und mir stattdessen einen erholsamen Wochenendausflug gewünscht.
Die Ausrichtung der Party hätte Zeit und Geld gekostet, die so viel sinnvoller genutzt werden konnten.
Da das Wochenende nach meinem Geburtstag schon ausgebucht war, ging es erst diese Woche raus aus dem Alltag. Wir hatten uns ein schönes Zimmer in Königstein in der Sächsischen Schweiz gebucht und zwei Nächte dort verbracht.

Neben der wirklich tollen und günstigen Unterkunft, konnten wir ein herrliches Frühlingswetter genießen.

Unsere Erholung erreichten wir u.a. durch Planlosigkeit. Die Unterkunft hatten wir wegen der traumhaften Landschaft und der unzähligen Möglichkeiten ausgewählt. Nach einem reichhaltigen Frühstück eroberten wir am Sonnabendvormittag die Festung Königstein und kraxelten am Nachmittag auf der Bastei herum.
Soweit ich mich erinnere, ist es sicher schon 20 Jahre her, seitdem ich zuletzt einen Fuß auf die Festung gesetzt habe. Die verblassten Erinnerungen an die Festungsanlage, hatten wir sicher in der Zwischenzeit durch Fotos aufgefrischt. Es hatte uns aber nicht dabei geholfen, die Kanonen zu finden, auf die uns unsere Eltern in der Kindheit gesetzt hatten. Kanonen gab es reichlich, doch keine war für ein aktuelles Motiv geeignet. Unser Rundgang war herrlich kurzweilig. Wir schlenderten Hand in Hand auf der Festung entlang und genossen die Aussicht von diesem Tafelberg.

Am Nachmittag haben wir noch einen Besuch auf der Bastei drangehangen. Das Auto konnten wir nahe dem Berghotel parken und erst einmal einen köstlichen Windbeutel mit Eiscreme und warmen Sauerkirschen genießen, bevor wir die paar Kalorien beim Wandern über die Felsformationen wieder verlieren sollten. Die Sächsische Schweiz bietet sich mit dieser tollen Landschaft ideal für einen kurzen Ausflug an. Hier kann man zwischen den Felsen entlang laufen und in tiefe Schluchten blicken. Von der Basteibrücke aus konnten wir zur vorher besuchten Festung Königstein hinüber und auf die Elbe am Fusse der Felsen blicken.

Bevor wir auf unser Zimmer zurückkehrten, um mit Sekt auf dem Balkon anzustoßen, irrten wir noch ein wenig um die Elbe herum. Ich hatte die Idee unseren Ausflug mit einem Geocache-Fund zu verbinden. Ein paar hundert Meter vom geparkten Auto entfernt haben wir uns an ein Baumloch gepirscht und mit einem geschickten Griff ins Innere den Cache in der Hand gehabt. Begutachtet, geloggt und wieder zurückgelegt, schlossen wir so unseren Sonnabend mit einem weiteren tollen Erlebnis ab.

In der Pension kräftigten wir uns erst einmal mit dem Abendbrot, welches zur Halbpension gehörte, bevor wir die letzten Sonnenstrahlen des Abends auf unseren Gesichtern einfangen wollten.

Am Sonntagmorgen waren wir früher wach als wir gedacht haben, so dass wir früh in den Tag starten konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück versuchten wir uns an zwei bzw. drei weiteren Caches, die ich wahllos in der Umgebung gewählt hatte, bevor ich mein GPS-Gerät mitnahm. Trauriger Weise waren zwei davon Microcaches und ein weiterer verschollen. Wir wanderten sicher mindestens eine halbe Stunde erfolglos durch den Wald. Dennoch hatten wir so die Gelegenheit die ganze Umgebung von Königstein kennenzulernen. Hinzu kommt noch, dass wir unglaublich viel lachen konnten. Es hat mir so viel Spaß gemacht mit meiner Freundin auf die Suche zu gehen und ihr Interesse zu sehen. Es ist schön so etwas gemeinsam zu machen.

Im Anschluss an unsere erfolglosen Geocaching-Versuche fuhren wir nach Dresden, um unserem Ausflug eine ordentliche Portion Kultur hinzuzufügen. Nachdem wir erschrocken die Hochwassermarkierungen der Elbe in Königstein sahen, interessierte uns die Lage in Dresden. Wir parkten in der Innenstadt und starteten unseren Rundgang beim Starbucks an einem großen Platz. Ich musste mich für die Querfeldeinwanderungen am Morgen bedanken. Mit einem heißen Kaffee bewaffnet zogen wir so durch die Altstadt.
Die Vorhersagen deuteten auf einen bewölkten Sonntag hin, was sich idealer Weise nicht bewahrheitete. Trotz des blauen Himmels und der strahlenden Sonne war es allerdings noch frisch. Wir mussten unsere Wege so wählen, dass wir nicht im Schatten unterwegs waren. Durch den Dresdener Zwinger gingen wir an der Semper Oper vorbei durch die Gassen zur Elbe. Je später es wurde, desto mehr Menschen füllten die Straßen.
Bevor wir an der Frauenkirche vorbei zum Auto zurückkehrten, kräftigten wir uns noch mit einer warmen Mahlzeit in der Sonne vor einem Restaurant. Wie schon am Sonnabend waren wir wieder den ganzen Tag auf den Beinen an der frischen Luft unterwegs. Was wir in der Arbeitswoche nicht schaffen, haben wir an diesem Wochenende nachgeholt.
Da der Verkehr noch nicht allzu dicht war, kamen wir zeitig wieder zu Hause an.

fremdgefahren im Harz

21. September 2011 1 Kommentar

Es fehlt nicht mehr viel bis ich die 60.000 km mit meiner Bandit knacke … da kann ich die Suzi langsam als „alte Lady“ bezeichnen. Wir haben schon eine Menge zusammen durchgemacht und trotz der Probleme in den letzten Wochen fahre ich sie immer noch gerne.

Nun hoffe ich, dass sie mir mein Fremdfahren vom letzten Wochenende nicht übel nimmt. Auf der Fahrschulausfahrt im Harz, hatte ich die Gelegenheit, mal einen Tag am Gasgriff einer BMW F 800 R zu drehen.
Eine Bekannte zog, auf Grund eines schweren Unfalls, den Sozius ihres Mannes, dem Selbstfahren vor und so sollte die BMW Mutterseelen allein auf dem Parkplatz in Stolberg stehen bleiben.

Da Steffie mittlerweile schon zwei Jahre ohne Motorrad an den Ausfahrten teilnimmt, sah ich die Chance ihr den langweiligen Soziusplatz zu ersparen und sie stattdessen wieder selbst, rum zu touren zu lassen.

Ohne große Erwartungen lies ich den Kommentar fallen „das es doch schade wäre, die BMW ungenutzt stehen zu lassen“. Das mir die Fahrt damit sofort angeboten wird, hätte ich nicht erwartet, wenn auch erhofft. Danke für das Vertrauen.

Etwas verdattert bekam Steffie von all dem nichts mit, so dass sie meinen Spruch „ich hätte ihr ein Motorrad besorgt“ für einen Scherz hielt. Winkend hielt ich ihr die Schlüssel der Bandit entgegen und sie grinste über beide Ohren. Die Freunde bestätigte Katrin in der richtigen Entscheidung, mir ihre BMW zu überlassen.

Mit dieser Vorgeschichte reihte ich mich in mitten der Biker-Gruppe ein und tourte am Sonnabend der 32. Koenitzer Fahrschulausfahrt einen Tag durch den Harz nahe dem Kyffhäuser.

Statt einer ruhigen, gutmütigen Vierzylinder-Maschine, wollte der quirlige Zweizylinder etwas getreten werden. Das hervorstechendste Merkmal und gleichzeitige Argument für die BMW ist der Sound. Die Suzi schnurrt etwas charakterlos vor sich hin, wogegen die BMW ordentlich kernig klingt. Diverse Fehlzündungen zauberten hin und wieder ein Lächeln in mein Gesicht und ich lies hin und wieder die Lücke zum Vordermann wachsen, um mal einen kurzen Zwischenspurt einzulegen. Die Leistung der BMW ist nur unwesentlich höher, aber der Sound macht Spaß.
Weniger Spaß machte mir die Sitzbank und die Haltung. Die Haltung ist Vorderradorientierter und sorgte für ein paar Schmerzen im linken Arm nach dem Wochenende. Die Oberfläche der Sitzbank ist meiner Meinung nach eine einzige Katastrophe. Glattes Leder das mich nach jedem Bremsvorgang an die Tankattrappe drückt gehört sofort runter gerissen.

Alles in allem eine nette Maschine und definitiv eine gute Erfahrung. Im Endeffekt bleibe ich aber bei meinem Wunsch BMW R 1200 GS Adventure oder zumindest F 800 GS. Btw. Suche immer noch den Sponsor dafür. @BMW Ich fahre auch um die Welt für euch.

Ansonsten war die Ausfahrt in den Harz wieder ein Highlight. Im Grunde sind diese Wochenenden, schöne Familientreffen im Kreis von lieben Menschen. Ich freue mich immer alle wiederzusehen. Von Freitag bis Sonntag gibt es viel zu erzählen und zu lachen. Es macht jedes Mal Spaß.
Die Mühen der Organisation sind immer zu spüren und lassen diese Ausfahrten zu tollen Erlebnissen werden.
Stolberg lohnt sich immer wieder für eine Rückkehr. Eine schöne, kleine, alte Stadt mit einem unvergleichlichen Charme. Dazu leckeres Essen, eine tolle Unterkunft und super Wetter. Was wollen wir mehr? Die Ausfahrt war absolut gelungen.

 

zwangsverheiratet

25. August 2011 Kommentare ausgeschaltet
Das eine SMS durchaus zu einer schlaflosen Nacht führen kann, musste ich gestern erfahren. Eigentlich ist eine Hochzeit ein freudiges Ereignis, doch bei mir löste die Nachricht darüber nur Entsetzen, Mitleid und Bedauern aus.

In der Zeit die ich in Sochi verbrachte lerne ich eine fröhliche, charmante, intelligente, junge abchasische Studentin von gerade einmal 22 Jahren kennen. Sie stand nur wenige Tage vor den Abschlussprüfungen ihres Sprachstudiums. Sie studierte Deutsch und Englisch, was schon für ein gewisses Maß an Weltoffenheit und Interesse für andere Kulturen spricht. Ich erlebte sie mehrere Tage sehr aufgeschlossen und interessiert. Sie lebte während ihrer Studienzeit in einem Hostel, in das Touristen und Reisende ein und aus gingen. Im Prinzip hatte sie so Kontakt zur Welt. Sie hatte Träume und Hoffnungen.

Am Tag unserer Verabschiedung erzählte sie mir, dass ihre Eltern sie im kommenden Jahr verheiraten wollen. Das sie sich eine andere Zukunft vorstellt teilte sie mir ebenfalls mit. Ich verstand ihren Zwiespalt. Ihre Jugend, ihre Freiheit und die Welt auf der einen Seite, die Liebe zu ihren Eltern auf der anderen.

Leider blieb mir in diesem Augenblick keine Zeit nach Details zu fragen, um meine Befürchtungen zu mildern. Ich konnte nur hoffen das sie ihren zukünftigen Mann schon länger kennt und das sie die Zeit nutzen kann, ihre Eltern von einem anderen Weg zu überzeugen.

Nach ihrer letzten Prüfung musste sie nach Abchasien zurückkehren und unser Kontakt brach ab. Erst nach meiner Rückkehr fand ich einen Weg, ihr eine E-Mail zu schicken, die sie vielleicht niemals lesen können wird. Ich verpackte all meine Gedanken in diese Nachricht, die ihr Stärke und Mut geben sollte. Ich wollte mich allerdings auch nicht in ihre Kultur einmischen. Im Grunde ist das aber schon passiert als wir uns kennenlernten.

Letzte Nacht erhielt ich diese dreizeilige SMS. Nur zwei Monate nachdem sie in ihre Heimat zurückkehrte. Der Inhalt lässt sich mit „I’m married woman“ zusammenfassen …

Ich befürchte, dass dies die letzte Nachricht von ihr gewesen ist und ich niemals wieder etwas von ihr höre. Ich weiß nicht warum ich gerade diese Nachricht erhalten sollte. In meinem Kopf drehen sich meine Gedanken um die Folgen.

Eine Kultur in der Eltern ihre Töchter, gegen ihren Willen verheiraten. Die nächsten Ereignisse sind im Prinzip schon in Stein gemeißelt. Demnächst wird sie ihrem Mann Kinder gebären und sich um die Versorgung kümmern müssen. Die Erziehung wird nach den Regeln des Mannes erfolgen, da es keinerlei Gleichberechtigung gibt. Aus einer fröhlichen, intelligenten, hübschen Akademikerin wird eine Hausfrau und Mutter, die ihre Träume niemals verwirklichen können wird.

Es ist traurig das „mitansehen“ zu müssen. Es tut mir leid.

Gebrabbel vom Motorradabenteuer

29. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Steffie hat bei all dem Umzugsstress die Zeit gefunden, ihre Infoseite online zu stellen. Ab dem 2. Juni 2011 vermittelt sie auf Brabbellounge.de, was ich ihr an Infos zukommen lasse. Ich habe schon eine passende App gefunden, mit der ich meien aktuelle GPS-Position komfortabel per SMS senden kann. Alle anderen Infos sende ich primär per SMS. Sofern ich an ein offenes W-Lan komme, gibt es auch schicke Fotos und eigene Beiträge aus der Ferne.

Steffie freut sich drauf, alle Leser des vergangenen Jahres, wieder auf ihrer Website willkommen zu heißen.

Hier gehts zur Abenteuerseite: Brabbellounge.de

31. Ausfahrt

4. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Traditionell findet die Frühjahrsausfahrt der Fahrschule Koenitz immer am letzten Aprilsonntag statt, doch da dieses Jahr dieser Sonntag mit Ostern zusammenfiel, wurde der Termin kurzerhand verschoben. Statt also zu Ostern, gemeinsam eine Runde zu drehen, haben wir uns dieses Jahr am 1. Mai getroffen. Da auch dieser Termin ein idealer Kandidat für einen Urlaub war, versammelten sich diesmal nur knapp 30 Biker. Die üblichen Verdächtigen waren aber wieder am Start und der Spaß war auch so garantiert.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr, wurde wieder eine interessante Suchfahrt vorbereitet. Trotz der recht frischen Temperaturen, hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien und wir konnten den ganzen Tag trocken durch Barnim touren. Die gestellten Aufgaben führten uns über Ahrensfelde aus Berlin heraus. Die ersten Aufgaben galt es dann in Blumberg, Elisenau und Bernau zu erledigen. Weiter ging es über Wandlitz, Klosterfelde, Marienwerder zum Werbellinsee. Zwischen Beobachtungen, kleinen Rätseln und Befragungen von Ortsansässigen war alles an Aufgaben dabei. Clever wie die Familie Koenitz ist, haben sie die Aufgaben so gestellt, dass selbst mobiles Googeln meist nicht weiter geholfen hätte. Die Fragen waren sehr geschickt gestellt. Trotz das ich quasi im Landkreis Barnim aufgewachsen bin, habe ich so noch den ein oder andere interessante Fakt dazugelernt.

Wie bei jeder Frühjahrsausfahrt mit der Fahrschule kehrten wir am Abend in der Waldschänke Waldesruh ein. Während die Aufgaben ausgewertet wurden, haben wir gut gegessen und den Tag revue passieren lassen. Am Abend ergeben sich so immer nette Gespräche unter Bekannten. Wir kennen uns ja mittlerweile schon seit einigen Jahren.

Die Bäume um die Waldschänke sorgten bald dafür, dass die Temperaturen rapide sanken, so dass der Abend nicht allzu spät wurde.

Wir sehen uns ja im September zur Ausfahrt in den Thüringer Wald wieder. Vielen Dank an die Organisatoren. Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht.

 

Love is everything