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Archiv für die Kategorie ‘Reisen’

Norwegen 2013

4. Juli 2013 Kommentare ausgeschaltet

Zurück aus Norwegen …

Drei Wochen Campingurlaub im schönen Norwegen sind vergangen. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, etwas über Schottland im vergangenen Herbst zu berichten, da bittet schon der nächste Urlaub um einen Reisebericht.

Wir waren knapp drei Wochen im Camper über 5.500 km unterwegs. 90 % der besuchten Regionen hatte ich 2010 nicht gesehen. Statt das Land von Süd nach Nord zu durchfahren, haben wir uns den Süden, Osten und Fjord-Norwegen angeschaut. Man kann fast sagen, dass wir von jedem zurückgelegten Kilometer ein Foto haben, denn wir wurden nicht Müde die Eindrücke dieses Landes festzuhalten, um uns auch in Zukunft die Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen.

Meine Freundin hatte Norwegen noch nicht besucht und ich bin glücklich, dass sie dieses Land so empfunden hat, wie ich es ihr vorgeschwärmt habe. Die Tour mit dem kleinen Wohnmobil war unbeschreiblich schön. Ein Reisebericht kann diesen drei Wochen kaum gerecht werden, denn die vielen Eindrücke lassen sich kaum in Bildern oder Worten wiedergeben. Dennoch arbeite ich an einer Zusammenfassung, um euch einen Eindruck zu vermitteln. Im Juli gibt es auf www.weitenbummler.de einen neuen Reisebericht.

Im Anschluss muss ich mich um einen Bericht über Schottland kümmern.

Geschichtstour in Südpolen

15. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Heute gibt es wieder einen kleinen Urlaubsrückblick auf den Juni 2012:

Während Polen und die Ukraine die Fußball Europameisterschaft 2012 ausrichteten, keimte die Idee den Süden Polens für ein paar Tage zu besuchen.
Unsere zweite Urlaubswoche war noch frei und statt uns wirklich nur im Umkreis der Hauptstadt zu erholen, überlegten wir einen spontanen Geschichtsausflug zu machen.

Die erste Station meines Abenteuers 2011 war der Ausschwitzbesuch bei etwa 30 Grad und brütender Sonne. Unter diesen Bedingungen konnte ich ein Jahr zuvor nicht alles sehen und dieser Gedenkstätte nicht den Respekt zollen den sie verdient hat.

Wir beschlossen also am 13. Juni 2012 nach Polen zu ein paar Camping-Tagen aufzubrechen, das KZ Ausschwitz und die Stadt Krakau zu besuchen. Unsere Ausrüstung verstaut und Lebensmittel gekauft, folgten wir der Richtung in die ich bereits ein Jahr zuvor aufgebrochen und für einen ganzen Monat nicht zurückgekehrt war.

Der See in Nysa sollte diesmal nicht als Ort dienen, an denen wir das Zelt aufschlagen wollten. Mit der Wettervorhersage im Kopf fuhren wir näher an Krakau heran. In Katowice hatte ich einen Campingplatz gefunden, der laut Internet die richtige Qualität haben sollte. Vor Ort zweifelte ich, da der Platz fast mitten in der Stadt lag und wenig idyllisch war. Nach einer Ehrenrunde in der Umgebung schlugen wir dennoch unser Zelt auf und begannen das Abendbrot zu kochen.

Dass die Wettertendenz oft gar nicht so falsch liegt, mussten wir erfahren als sich unser warmes Mahl im Kocher dem Siedepunkt näherte. Ohne eine sanfte Vorwarnung begann es innerhalb weniger Minuten heftigst zu regnen und für die ganze Nacht nicht mehr aufzuhören. Statt nahe am Zelt essen zu können, zogen wir uns in einen gemütlichen Gemeinschaftraum mit Fernseher zurück.
Da an diesem Abend das Spiel Deutschland – Niederlande stattfinden sollte war uns bewusst und somit kam uns diese Situation gelegen. Für das Spiel gesellten sich noch ein paar Holländer zu uns, so dass wir in einer kleinen internationalen Runde einen Fußballabend genießen konnten. Während der Partie spendeten wir den Anwesenden für jedes Tor ein Trost-Douplo.

Nachdem wir die Nacht trotz des Regens gut geschlafen haben, brachen wir am folgenden Morgen nach Oswiecim auf. Die Umgebung des KZ erkannte ich wieder, so dass ich meine Freundin führen konnte.

In 2011 war ich lediglich 10 Tage vorher da, doch an diesem Tag hielten sicher die Witterungsbedingungen die Besucher etwas zurück. Der Andrang im KZ war nicht ganz so groß, so dass wir in Ruhe unserem Guide und seinen Ausführungen folgen konnten. Aus dem Vortrag konnten wir entnehmen, dass wir völlig zufällig, auf den Tag genau 62 Jahre nach Eröffnung des KZ an diesen Ort gelangt waren.
Mir wurde schnell bewusst wie viel ich beim vergangenen Besuch ausgelassen hatte. Ich hatte zuvor vielleicht ein Drittel gesehen, doch diese Führung fügte all dem noch viele Schrecken hinzu. Die Tragweite war mir damals nicht so bewusst geworden, wie durch diese geführte Tour. Was uns unser kompetenter Guide zeigte war noch wesentlich grausamer als ich mir hätte vorstellen können.

Als wir mit dem Bus nach Birkenau fuhren wurden wir anfangs durch heftigen Platzregen aufgehalten, der die gesamte Anlage von den Besuchern leer fegte. Erst als der Regen nachließ konnten wir der Tour und unserem Guide weiter folgen.

Auf Details möchte ich hier gar nicht weiter eingehen, denn für reale Eindrücke sollte jeder dieses Mahnmal selbst besuchen und sich einen Bild von der Geschichte machen. Für die Tragweite dieses Geschichtsabschnitts gibt es kaum Worte, die das beschreiben, was hier getan wurde.

Nach der geführten Tour, komplettierten wir unseren Besuch noch um die weiterführenden Ausstellungen in den übrigen Gebäuden im Stammlager. Insgesamt waren wir sicher fünf Stunden in Ausschwitz unterwegs, bevor wir das Gelände mit einem flauen Gefühl und einem packen Geschichtsliteratur wieder verließen.

Da sich das Wetter besserte und die Aussichten für Freitag vielversprechend aussahen fuhren wir im Anschluss nach Krakau, um einen Schlafplatz für die Nacht zu finden.
Wir fütterten das Navi mit den Zielkoordinaten eines Campingplatzes und folgten den Anweisungen. Die Straßen wurden immer schlechter und enger und wie zweifelten am „Verstand“ des Garmin, doch führte es uns zuverlässig zum Eingang des Zeltplatzes. Als Bequemlichkeit wählten wir jedoch keinen Platz für das Zelt, sondern ein gemütliches Zimmer mit heißer Dusche.

Am Morgen des 15. Juni beluden wir wieder unser Auto, um ins Zentrum von Krakau zu fahren. Unser Ziel waren das Getto und die Fabrik von Oskar Schindler. Schindler ist den meisten aus dem Film Schindlers Liste bekannt, doch wo kann man sich besser mit Detailinformationen versorgen, als an dem Ort an dem vor rund 60 Jahren all das stattfand.
Dank einer multimedialen, interessanten und detaillierten Ausstellung konnten wir Wissenslücken auffüllen und uns mit Hintergrundinformationen versorgen. Es war interessant wie sich das Leben in dieser Zeit in Krakau so radikal veränderte.

Nachdem wir die Informationen der Ausstellung in uns aufsogen, beschlossen wir das sonnige Wetter zu genießen und in die Jetzt-Zeit zurückzukehren.
Das alte Stadtzentrum im Visier stellten wir das Auto in einer Seitenstraße ab, um über den großen Platz in Krakau zu flanieren. Die Größe und das Leben beeindruckten uns. Hunderte oder tausende Menschen genossen den Nachmittag an diesem Ort, fuhren mit prächtigen Pferdekutschen durch die Altstadt, saßen in Cafe‘s und fieberten den Fußballereignissen in diesem Land entgegen. Überall sahen wir Fahnen die auf dieses Ereignis hindeuteten oder Menschen in bunten Trikots durch die Gassen spazieren.

Später als wir gegessen und uns mit Souvenirs eingedeckt hatten, beschlossen wir am Südrand der Stadt erneut einen Campingplatz aufzusuchen, um bei schönstem Wetter das Zelt aufzuschlagen.
Während das noch feuchte, aber nicht durchnässte Zelt in der Sonne trocknete, genossen wir unser mitgebrachtes Abendbrot und ein paar einheimische Biere.
Um uns herum standen nur wenige andere Zelte und die weitläufige Anlage wirkte charmant und erholsam auf uns.

Am Sonnabend wurde es dann Zeit für uns die Heimreise anzutreten. Wir packten in Ruhe die Ausrüstung zusammen und fuhren die etwa 650 km Autobahn in die Heimat zurück. Auf der Rückfahrt genossen wir die ausgelassene Stimmung polnischer und tschechischer Fußballfans die in Breslau ihre Mannschaften anfeuern wollten. Überall jubelten die Leute und Rot-Weiß dominierte die Autos. Selbst die McDonalds-Crew trug die nationalen Farben.

Aus eigener Erfahrung und Erlebnissen während dieser vier Tage in Polen können wir bestätigen, dass Fußball freundliche und fröhliche Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenbringen kann. Das reicht vom gemeinsamen Public Viewing auf Zeltplätzen bis hin zum freundschaftlichen Händedruck konkurrierender Fans im Fastfood-Restaurant.

Manch einer Mag sich fragen warum wir uns solche Ziele freiwillig im Urlaub suchen, ich frage dagegen eher wieso diese Frage überhaupt entsteht.

Meine Freundin und ich hatten einen tollen Urlaub, genau nach unseren Vorstellungen.

Adventure Tour

6. August 2012 Kommentare ausgeschaltet

Am Freitag konnte ich für zwei Stunden vor mich hin träumen und einen tollen Motorradausflug genießen.
Eine Aktion von BMW stieß mich auf den Gedanken, eine Probefahrt mit einer BMW R 1200 GS Adventure zu buchen. In kürzester Zeit bekam ich einen Termin für einen anfänglich regnerischen Freitagnachmittag.
Auf meiner Suzi fuhr ich nach Steglitz, um beim dortigen BMW-Händler meine Probefahrt zu beginnen. Zwei Stunden sollte mir dieses Schmuckstück zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zur Suzi wirkt die 1200 GS Adventure riesig. Ein mächtiger Windschild, ein ausladener Boxer und ein riesiger Tank hat man als Pilot vor sich. Ein beeindruckendes Gefühl auf diese Maschine zu steigen. Bevor das allerdings möglich ist, ist ein wenig Kraft erforderlich den Schwerpunkt der Maschine, auf Grund des 33 Litertanks, in die Senkrechte zu wuchten.
Das Cockpit und die Schalter am Lenkrad wirken intuitiv und vertraut. Lediglich der typisch geteilte BMW-Blinker ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Der Druck auf den Starterknopf, ließ den Motor zum Leben erwachen. Der kernige Sound des Boxers röhrte durch meinen Körper und ließ mich breit grinsen. Das ich die Kupplung leicht kommen lassen muss, um den ersten Gang einlegen zu können, wusste ich nicht und so fuhr ich problemlos im zweiten Gang an.

Für die Tour hatte ich mir einen Ausflug gen Süden ausgeguckt, zuerst immer die B1 entlang bis zur A115 und dann Richtung südlichen Berliner Ring.

Noch im Stadtverkehr konnte ich ein Gefühl für diese mächtige Maschine gewinnen. An den Ampeln suchte ich mit meinen Füßen den Boden und musste feststellen, dass ich gerade so den Asphalt berühren konnte. Ich bekam beiden Fußsohlen auf den Boden, doch das quasi als Maßarbeit.

Die BMW wiegt nicht mehr als meine kleine Suzi, doch der Schwerpunkt und die Ausmaße dieser Maschine sind um einiges gewaltiger. Die Sitzposition ist grandios. Ich konnte die Arme in einer entspannten Position und den Rücken problemlos gerade halten. Die hohe Sitzposition fühlte sich schon richtig erhaben an. Dort oben thronte ich über den Autos und über anderen Motorrädern neben mir. Bei Fahrt spürte ich das Gewicht der Maschine überhaupt nicht und konnte spielend um Hindernisse, Autos oder Kurven herum zirkeln.
Auf der Autobahn fühlte sich der Motor toll an. Die 1200 GS beschleunigte spielend und ich war beeindruckt, wie gut sich hohe Geschwindigkeiten anfühlen können.

Natürlich gehört zu einer solchen Probefahrt auch ein wenig Gewöhnung und so fühlte sich der Lenker bei Geschwindigkeiten zwischen 120 und 140 km/h leicht flatternd an. Das kann ein falsch gedeutetes Gefühl oder auch der Winddruck an den Handprotektoren sein.
Ich habe mich auf den 120 zurückgelegten Kilometern nach Beelitz und zurück kein Stück unwohl gefühlt. Ich mag die BMW noch immer und wäre gerne länger mit ihr gefahren. Ich könnte mir gut vorstellen auf dieser Enduro zu reisen und mit prall gefüllten Koffern und meiner Freundin als Sozia fernen Zielen entgegen zu fahren.

Schön das man Träume noch erfahren und sich Ziele stecken kann. Ich würde der BMW R 1200 GS Adventure sicher den Auslauf gewähren, den sie als Reiseenduro verdient hat. Abenteuerziele gibt es auf dieser Welt genug.

Danke BMW für dieses Erlebnis.

Visit Manchester

24. Juli 2012 Kommentare ausgeschaltet

Im Augenblick gibt es soviel zu erzählen, doch nur wenig Zeit zum Schreiben. Na ja, die Zeit habe ich eigentlich schon, doch fange ich damit meist etwas sinnvolleres an.

Ich möchte bei der Gelegenheit weiter von meinen Urlaubserlebnissen schreiben. Zwar sind in der Zwischenzeit schon wieder über eineinhalb Monate vergangen, aber meine Erinnerungen sind immernoch frisch.

Nachdem unser Urlaub mit dem Ärzte-Konzert eingeläutet wurde, konnten wir am Nachmittag des 3. Juni unseren Flieger nach Manchester besteigen. Eigentlich war dieser Kurztrip gar nicht geplant, doch die ungeplanten Unternehmungen sind oft auch die Besten.
Für vier Tage sollte es für mich, das erste Mal nach England gehen. Wo ich fast ganz Osteuropa schon besucht habe, habe ich im Westen doch noch großen Nachholbedarf.
Fast zwei Stunden flogen wir durch den bewölkten Himmel bevor wir im Westen Englands zur Landung ansetzten. Am Flughafen nur kurz wartend holte uns eine Freundin direkt am Terminal ab. Schon die Fahrt in unsere „Unterkunft“ war äußerst interessant. Ich konnte vorne sitzen und somit gleich das Gefühl beim Autofahren erleben. Links sitzen ohne das Auto zu lenken ist auf jedenfall merkwürdig.

Wir konnten bei der Freundin meiner Liebsten unterkommen, während wir in England waren. Das anstehende Queen Jubiläum und eine kleine „Einweihnungsparty“ in ihrer neuen Wohnung waren der Anlass unseres Besuchs.

In der Wohnung angekommen, beschränkten wir uns auf einen kurzen Rundgang, um dann gleich in ein Restaurant aufzubrechen. Unsere Mägen knurrten und ich freute mich auf echtes englisches Essen.
Anders als in Deutschland wird das Bestellte zwar gebracht, die Bestellung läuft aber an der Bar ab. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, selbst das Essen zu bestellen. Wo sonst habe ich die Gelegenheit mit richtigen Muttersprachlern zu sprechen, wenn nicht in England.
Das Essen war richtig gut. Als Desert habe ich mir Sticky Toffee Pudding empfehlen lassen und wurde nicht enttäuscht. Dieser süße „Schokokuchen“ in Kombination mit dem Eis, waren köstlich. Ich habe mir aber sagen lassen, dass es lange nicht der Beste war.

Am Folgetag besuchten wir das Zentrum von Manchester. Das Wetter war herrlich, nicht kalt und die die Sonne ließ sich oft blicken.
Unsere Einkaufsmission war die Dekoration für das Queen Jubiläum und ein erster Eindruck vom englischen Alltag. Bei der Gelegenheit konnte ich mir gleich, die mir fehlende Sonnenbrille als Souvenier aus Manchester mitbringen.
Auf dem Weg durch die Stadt hinterließen wir noch Glückwünsche für die Queen und schossen jede Menge Fotos.

Am Nachmittag konnte ich mit meiner Freudin als besten Manchester-Guide noch jede Menge andere Attraktion sehen.
Das alles etwas größer und pompöser ist war am Trafford Centre deutlich zu sehen. Eine riesige Mall Nahe der Autobahn M60. Schon witzig, wenn ein Einkaufszentrum ein Highlight der Stadt ist.

Auf dem Weg zurück zur Wohnung führte uns der Bus am Manchester United und am Manchester City Stadion vorbei. Da wir aber definitiv öfter in die alte Heimat meiner Freundin zurückkehren werden, verzichteten wir darauf nach diesem Langen Tag auf den Beinen, noch auszusteigen.

Meine Freundin fühlt sich in Manchester wie zu Hause. Sie hat hier viele Jahre gelebt und gearbeitet. In den wenigen Tagen unseres Aufenthalts, konnte sie mir so zeigen, wo sie gewohnt hat und ihrer Arbeit nachgegangen ist. Zu dem Erzählten kamen somit Bilder und Eindrücke hinzu, so dass ich mehr von allem verstehe.

Am Folgetag beschränkten wir uns auf das Shoppen im Tesco gegenüber, darauf Fähnchen schwenkend vor dem Fernseher der Queen zuzujubeln und der kleinen „Party“ mit den Gästen. Ich kann nun sagen, dass ich in England war während die Queen ihr 60. Jubiläum feierte. Es ist beeindruckend was eine einzelne Person für eine Anziehungskraft auf die Menschen ausüben kann.

Den Einkauf bei Tesco an diesem Tag, muss ich allerdings genauso zu den Erlebnissen zählen. Eine riesige Supermarkthalle in der es im Grunde alles gibt. Von XXL-Packungen, über leckere Geburtstagstorten für Kinder bis hin zu frisch zubereiteten Mahlzeiten für die Mittagspause. Das Angebot ist in Deutschland nicht annähernd so umfangreich.

Am dritten Tag unseres Aufenthalts in England, hatten wir vor mit dem Bus nach Leeds zu fahren. Eine Freundin studiert dort in der Universität. Idealer Weise konnten wir mit diesem Ausflug weitere Eindrücke des Landes in uns aufsaugen.
Es ist schön nicht mehr alleine reisen zu müssen und jemanden dabei zu haben, der dieser Region so nahe steht.

Auf der Fahrt durch das weitläufige Manchester, stellte ich wiederholt in den wenigen Tagen fest, dass mir der Charme dieser Stadt durchaus gefällt. Niedrige kleine Backsteinhäuser mit gepflegten, sauberen Vorgärten und jede Menge freundliche Menschen um uns herum.
Etwa eine Stunde fuhren wir über das Land nach Leeds. Schon auf dieser relativ kurzen Strecke konnte ich mehr vom Land sehen, als ich erwartet hätte. Eine tolle, hügelige Landschaft mit weiten, tiefen Tälern. Das Grün der Hügel ist auch hier durchzogen von diesen alten Bruchsteinmauern. Schon jetzt freue ich mich darauf, das Land später mehr zu erkunden.

In Leeds trafen wir uns am Busbahnhof zum Rundgang durch die Stadt. Diese Universitätsstadt hat definitiv eine längere Geschichte als das relativ junge Manchester. Wo man hinguckt alte Gebäude und beeindruckende Fassaden. Unsere studentische Begleitung führte uns über das gesamte Universitätsgelände, welches quasi einer Stadt in der Stadt gleicht.
Dank ihrer Hilfe konnten wir selbst eine alte, phantastische Bibliothek besichtigen, die wir ohne sie nicht gesehen hätten.
In der Stadt haben wir noch lecker gegessen und Souveniers für die Familien daheim gekauft.

Am vierten Tag unseres Englandaufenthalts beschränkten wir uns am Morgen auf’s Packen. Am frühen Nachmittag sollte unser Flug von Liverpool zurück in die Heimat starten, so dass wir noch eine Busfahrt vor uns hatten.
Wir konnten am Morgen nach in Ruhe frühstücken und uns mit einem Freund im Cafe in Manchester treffen. Wir konnten den Vormittag so noch sinnvoll nutzen und ich feststellen, dass Englisch mit Akzent doch deutlich schwieriger ist, als meine Erfahrungen der vorangegangenen Tage.

Mein erster Eindruck von England ist wirklich toll. Ich wurde nicht enttäuscht und habe definitiv Lust auf mehr. Ich bin gespannt was wir noch in England erleben und sehen können. Mit einer so tollen Begleitung an meiner Seite, bin ich mir sicher das ich sowohl häufig, als auch gerne zurückkehren werde.

Harley Davidson mit Stützrädern

22. Juni 2012 2 Kommentare

Auf dem Weg vom Auto ins Stadtzentrum von Krakau, schlenderten wir vergangenen Freitag kleinere Straßen der polnischen Stadt entlang. Herrliches Wetter, jede Menge gute Laune und interessante Schaufensterauslagen machten den Weg in die Altstadt interessant.
Was ich zwischen den Auto’s am Straßenrand entdeckte, schien zuerst so unwirklich und lächerlich, dass wir unseren Augen kaum trauten. In einer Parklücke standen zwei sehr unterschiedliche, schwarze Harley Davidson. Eigentlich eine selbstbewusste Motorradmarke, aber was wir da vor uns hatten spottet jeder Beschreibung.
Eine Harley mit massiven Stützrädern … mit Nummernschild … kein Fake, sondern Tatsache. Die Polen haben einen eigenartigen Humor.
Mir fehlen die Worte, daher möchte ich nur noch die Fotos sprechen lassen.

 

Saxon Switzerland

27. März 2012 Kommentare ausgeschaltet
Dieses Jahr habe ich mich um eine Geburtstagsfeier gedrückt und mir stattdessen einen erholsamen Wochenendausflug gewünscht.
Die Ausrichtung der Party hätte Zeit und Geld gekostet, die so viel sinnvoller genutzt werden konnten.
Da das Wochenende nach meinem Geburtstag schon ausgebucht war, ging es erst diese Woche raus aus dem Alltag. Wir hatten uns ein schönes Zimmer in Königstein in der Sächsischen Schweiz gebucht und zwei Nächte dort verbracht.

Neben der wirklich tollen und günstigen Unterkunft, konnten wir ein herrliches Frühlingswetter genießen.

Unsere Erholung erreichten wir u.a. durch Planlosigkeit. Die Unterkunft hatten wir wegen der traumhaften Landschaft und der unzähligen Möglichkeiten ausgewählt. Nach einem reichhaltigen Frühstück eroberten wir am Sonnabendvormittag die Festung Königstein und kraxelten am Nachmittag auf der Bastei herum.
Soweit ich mich erinnere, ist es sicher schon 20 Jahre her, seitdem ich zuletzt einen Fuß auf die Festung gesetzt habe. Die verblassten Erinnerungen an die Festungsanlage, hatten wir sicher in der Zwischenzeit durch Fotos aufgefrischt. Es hatte uns aber nicht dabei geholfen, die Kanonen zu finden, auf die uns unsere Eltern in der Kindheit gesetzt hatten. Kanonen gab es reichlich, doch keine war für ein aktuelles Motiv geeignet. Unser Rundgang war herrlich kurzweilig. Wir schlenderten Hand in Hand auf der Festung entlang und genossen die Aussicht von diesem Tafelberg.

Am Nachmittag haben wir noch einen Besuch auf der Bastei drangehangen. Das Auto konnten wir nahe dem Berghotel parken und erst einmal einen köstlichen Windbeutel mit Eiscreme und warmen Sauerkirschen genießen, bevor wir die paar Kalorien beim Wandern über die Felsformationen wieder verlieren sollten. Die Sächsische Schweiz bietet sich mit dieser tollen Landschaft ideal für einen kurzen Ausflug an. Hier kann man zwischen den Felsen entlang laufen und in tiefe Schluchten blicken. Von der Basteibrücke aus konnten wir zur vorher besuchten Festung Königstein hinüber und auf die Elbe am Fusse der Felsen blicken.

Bevor wir auf unser Zimmer zurückkehrten, um mit Sekt auf dem Balkon anzustoßen, irrten wir noch ein wenig um die Elbe herum. Ich hatte die Idee unseren Ausflug mit einem Geocache-Fund zu verbinden. Ein paar hundert Meter vom geparkten Auto entfernt haben wir uns an ein Baumloch gepirscht und mit einem geschickten Griff ins Innere den Cache in der Hand gehabt. Begutachtet, geloggt und wieder zurückgelegt, schlossen wir so unseren Sonnabend mit einem weiteren tollen Erlebnis ab.

In der Pension kräftigten wir uns erst einmal mit dem Abendbrot, welches zur Halbpension gehörte, bevor wir die letzten Sonnenstrahlen des Abends auf unseren Gesichtern einfangen wollten.

Am Sonntagmorgen waren wir früher wach als wir gedacht haben, so dass wir früh in den Tag starten konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück versuchten wir uns an zwei bzw. drei weiteren Caches, die ich wahllos in der Umgebung gewählt hatte, bevor ich mein GPS-Gerät mitnahm. Trauriger Weise waren zwei davon Microcaches und ein weiterer verschollen. Wir wanderten sicher mindestens eine halbe Stunde erfolglos durch den Wald. Dennoch hatten wir so die Gelegenheit die ganze Umgebung von Königstein kennenzulernen. Hinzu kommt noch, dass wir unglaublich viel lachen konnten. Es hat mir so viel Spaß gemacht mit meiner Freundin auf die Suche zu gehen und ihr Interesse zu sehen. Es ist schön so etwas gemeinsam zu machen.

Im Anschluss an unsere erfolglosen Geocaching-Versuche fuhren wir nach Dresden, um unserem Ausflug eine ordentliche Portion Kultur hinzuzufügen. Nachdem wir erschrocken die Hochwassermarkierungen der Elbe in Königstein sahen, interessierte uns die Lage in Dresden. Wir parkten in der Innenstadt und starteten unseren Rundgang beim Starbucks an einem großen Platz. Ich musste mich für die Querfeldeinwanderungen am Morgen bedanken. Mit einem heißen Kaffee bewaffnet zogen wir so durch die Altstadt.
Die Vorhersagen deuteten auf einen bewölkten Sonntag hin, was sich idealer Weise nicht bewahrheitete. Trotz des blauen Himmels und der strahlenden Sonne war es allerdings noch frisch. Wir mussten unsere Wege so wählen, dass wir nicht im Schatten unterwegs waren. Durch den Dresdener Zwinger gingen wir an der Semper Oper vorbei durch die Gassen zur Elbe. Je später es wurde, desto mehr Menschen füllten die Straßen.
Bevor wir an der Frauenkirche vorbei zum Auto zurückkehrten, kräftigten wir uns noch mit einer warmen Mahlzeit in der Sonne vor einem Restaurant. Wie schon am Sonnabend waren wir wieder den ganzen Tag auf den Beinen an der frischen Luft unterwegs. Was wir in der Arbeitswoche nicht schaffen, haben wir an diesem Wochenende nachgeholt.
Da der Verkehr noch nicht allzu dicht war, kamen wir zeitig wieder zu Hause an.

Gebrabbel vom Motorradabenteuer

29. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Steffie hat bei all dem Umzugsstress die Zeit gefunden, ihre Infoseite online zu stellen. Ab dem 2. Juni 2011 vermittelt sie auf Brabbellounge.de, was ich ihr an Infos zukommen lasse. Ich habe schon eine passende App gefunden, mit der ich meien aktuelle GPS-Position komfortabel per SMS senden kann. Alle anderen Infos sende ich primär per SMS. Sofern ich an ein offenes W-Lan komme, gibt es auch schicke Fotos und eigene Beiträge aus der Ferne.

Steffie freut sich drauf, alle Leser des vergangenen Jahres, wieder auf ihrer Website willkommen zu heißen.

Hier gehts zur Abenteuerseite: Brabbellounge.de

Eigentlich schon weg …

18. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

In wenigen Tagen kann ich mit dem Countdown für mein nächstes Abenteuer beginnen. In zwei Wochen ist mein letzter Arbeitstag vorbei und alles was meinen bisherigen Alltag beherrschte, kann für einen Monat in Vergessenheit geraten.

Im Prinzip reise ich dann meinen Gedanken hinterher, denn mit denen bin ich eigentlich schon längst weg. Seit Wochen beschäftige ich mich in meiner Freizeit fast ausschließlich mit den Vorbereitungen. Meine Bandit kam gestern aus der Werkstatt zurück und ist nun mir stabilen Motorrschützbügeln ausgestattet, die sie hoffentlich vor großen Schäden bewahren. Heute habe ich die wichtigsten Lebensmittel eingekauft und zu allen anderen Ausrüstungsgegenständen auf den Wohnzimmerfußboden gepackt. Sobald die letzte Lieferung von Globetrotter ankommt, schieße ich mein Ausrüstungsfoto und verstaue alles in den Koffern und der Gepäckrolle.

Der einzigste was ich von diesem Zeitpunkt noch sehnsüchtig erwarte, ist aufzusatteln und den Motor zu starten, um min. 3500 km nach südosten zu fahren. Dann heißt es wieder … Weitenbummler on tour.

Steffie hat diesmal wieder zugesagt die Daheimgebliebenen, über ihre Webseite auf dem Laufenden zu halten. Wo ihr die Infos dann findet, schreibe ich noch hier und in meinem Reiseblog.

31. Ausfahrt

4. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Traditionell findet die Frühjahrsausfahrt der Fahrschule Koenitz immer am letzten Aprilsonntag statt, doch da dieses Jahr dieser Sonntag mit Ostern zusammenfiel, wurde der Termin kurzerhand verschoben. Statt also zu Ostern, gemeinsam eine Runde zu drehen, haben wir uns dieses Jahr am 1. Mai getroffen. Da auch dieser Termin ein idealer Kandidat für einen Urlaub war, versammelten sich diesmal nur knapp 30 Biker. Die üblichen Verdächtigen waren aber wieder am Start und der Spaß war auch so garantiert.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr, wurde wieder eine interessante Suchfahrt vorbereitet. Trotz der recht frischen Temperaturen, hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Die Sonne schien und wir konnten den ganzen Tag trocken durch Barnim touren. Die gestellten Aufgaben führten uns über Ahrensfelde aus Berlin heraus. Die ersten Aufgaben galt es dann in Blumberg, Elisenau und Bernau zu erledigen. Weiter ging es über Wandlitz, Klosterfelde, Marienwerder zum Werbellinsee. Zwischen Beobachtungen, kleinen Rätseln und Befragungen von Ortsansässigen war alles an Aufgaben dabei. Clever wie die Familie Koenitz ist, haben sie die Aufgaben so gestellt, dass selbst mobiles Googeln meist nicht weiter geholfen hätte. Die Fragen waren sehr geschickt gestellt. Trotz das ich quasi im Landkreis Barnim aufgewachsen bin, habe ich so noch den ein oder andere interessante Fakt dazugelernt.

Wie bei jeder Frühjahrsausfahrt mit der Fahrschule kehrten wir am Abend in der Waldschänke Waldesruh ein. Während die Aufgaben ausgewertet wurden, haben wir gut gegessen und den Tag revue passieren lassen. Am Abend ergeben sich so immer nette Gespräche unter Bekannten. Wir kennen uns ja mittlerweile schon seit einigen Jahren.

Die Bäume um die Waldschänke sorgten bald dafür, dass die Temperaturen rapide sanken, so dass der Abend nicht allzu spät wurde.

Wir sehen uns ja im September zur Ausfahrt in den Thüringer Wald wieder. Vielen Dank an die Organisatoren. Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht.

Kurzurlaubswochenende an der Küste

22. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Ohne einen speziellen Anlass bin ich vergangenes Wochenende an die schleswig-holsteinische Ostseeküste gefahren. Ich hatte Steffie versprochen, sie am ersten arbeitsfreien Aprilwochenende zu besuchen. So wurde ich vom Katzenmädchen und meiner Ex-Freundin am Freitagabend in Groß Wittensee erwartet.

Die Hintour war wenig spektakulär, gute vier Stunden habe ich für die 400 km gebraucht. Einzig meine noch anhaltene Erkältung und mein nicht vorhandener Gehörschutz quälte mich.

Am Sonnabend zeigte mir Steffie ihre künftige neue Wohnung auf einem Bauernhof und unterschrieb dort ihren Mietvertrag. Ursprünglich aus der Großstadt stammend, werden die Dörfer in denen sie leben wird immer kleiner und idyllischer. Die Bauernfamilie war aber äußerst nett. Ich denke das Klima im Umfeld macht schon einiges aus.

Anschließend gönnte ich Steffie mal ein paar Stunden auf meinem Motorrad und wanderte derweils durch die Naturlandschaft Hüttener Berge. Was man so Berge nennen kann, ist nahe der Ostseeküste eine wunderschöne hüglige, kurvige Gegend. Im Dreieck zwischen Eckernförde, Rendsburg und Kiel kann man schöne Wanderungen an der frischen Luft erleben. Ich hatte mir hierfür im Vorfeld diverse Geocaches in der Umgebung herausgesucht, die ich suchen wollte. Für meinen zweiten Cache wanderte ich so gute fünf Kilometer durch die Hüttener Berge. Ein paar Minuten aufmerksames Suchen und ich konnte den Cache erfolgreich loggen. Leider ließ sich Steffie nach ihrer Rückkehr nicht dafür begeistern, so dass wir am späten Abend nur noch Essen waren.

Für den Sonntag beschlossen wir, dass jeder die Gelegenheit nutzt, mal ordentlich auszuschlafen. Am Nachmittag kurvten wir dann noch über 100 km durch die landschaftlich tolle Gegend. Ich wollte unbedingt noch zum Schlei-Fährhaus Missunde. Neben einem Kaffee gabs dort eine leckere Krabbensuppe deren Geschmack mir noch Stunden auf der Zunge lag. Die Suppe war perfekt.

Am Abend leerten wir dann noch ein paar ordentlich süffige Maiböcke.

Statt den Sonntagabend mit der Rückreise zu verschwenden hatte ich beschlossen erst am Montag morgen in die Mutterstadt zurückzukehren. Um 5 Uhr dachte ich dann ein bissl über Restalkohol im Blut nach, während ich mich fertig machte. Wie geplant kam ich kurz nach 6 Uhr (6:25 Uhr) weg, um bis zum Gruppenmeeting um 11 Uhr im Büro zu sein. Bis MV fuhr ich meinen Tank fast leer, so dass ich anschließend ordentlich Gas geben konnte. 20 min vor meiner Besprechung schlug ich dann im Kreis meiner Kollegen auf. Das war wohl der längste Weg zur Arbeit.

Insgesamt ein echt tolles, erholsames Wochenende.

 

Love is everything